Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
497.838
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kündigung im November - steht mir noch das Weihnachtsgeld zu?

28.11.2011 12:08 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich arbeitete mehrere Jahre in einem Unternehmen und kündigte zum Anfang November 2011. Ich kam damit dem Ende meines Zeitvertrages Ende März 2012 zuvor. Durch Urlaub und Überstunden war der 4.November 2011 ende meiner Arbeitszeit im Unternehmen.

Leider habe ich überhaupt kein Weihnachtsgeld ausbezahlt bekommen. Im Arbeitsvertrag steht:

"Der Vertragsnehmer erhält im Monat November, sofern sein Arbeitsverhältnis zum Auszahlungszeitpunkt ungekündigt besteht, ein Weihnachtsgeld. as Weihnachtsgeld entspricht 60v.H der Monatstabellenvergütung einschließlich der persönlichen Zulage und der Standortzulage. Erfolgt der Eintritt im Laufe eines Kalenderjahres, so hat er Anspruch auf ein Zwölftel pro angefangenen Monat der Beschäftigung"

Können Sie mir trotzdem noch Hoffnung auf ein Weihnachtsgeld machen und wie argumentiere ich am besten schriftlich gegenüber dem Unternehmen?

Vielen Dank für Ihre geschätzte Antwort.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Bei dem erwähnten Weihnachtsgeld handelt es sich ausweislich der von Ihnen zitierten Klausel nicht um eine erfolgsabhängige Vergütung, die an bestimmten Verkaufserfolgen o.ä. festgemacht wird, sondern um eine Zahlung in fester Höhe, die Ihre erhöhten Aufwendungen anlässlich des Weihnachtsfestes und Ihre Betriebstreue belohnen soll. Grundsätzlich sind solche Klauseln wirksam, ab einer bestimmten Höhe der Zahlung wird sogar eine Bindung bis in das nächste Jahr hinein für zulässig erachtet.

Lediglich in Fällen, in denen die Arbeitnehmer betriebsbedingt vom Arbeitgeber gekündigt wurden, sprachen die Gerichte bisher den Arbeitnehmer gleichwohl das Weihnachtsgeld zu, da die Arbeitgeber den Eintritt der Bedingung, nämlich das ungekündigte Arbeitsverhältnis, selbst vereitelt haben.

In Ihrem Fall haben Sie jedoch selbst gekündigt. Man könnte hier allenfalls noch argumetieren, dass Ihre befristete Anstellung Ende März 2012 geendet hätte. Dies ist letztlich Ihr einziges Argument, was Sie anführen könnten, insbesondere wenn Ihnen auch bereits mitgeteilt wurde, dass eine Verlängerung Ihrer Anstellung nicht in Frage kommt. Denn man kann wohl von niemanden mehr Betriebstreue verlangen, wer damit rechnen muss, in einigen Monaten seinen Arbeitsplatz zu verlieren. Man könnte argumentieren, dass Ihr Fall mit dem vergleichbar ist, in dem der Arbeitgeber selbst gekündigt hat. Ihr Arbeitgeber könnte aber entgegenhalten, ein besonderes Interesse an Ihrer Beschäftigung bis dahin, etwa auch wegen besonders hohem Arbeitsanfall im Winter zu haben.

Insgesamt bin ich allerdings eher zurückhaltend, dass Sie die Zahlung des Weihnachsgeldes noch erreichen werden.

Abschließend weise ich noch auf Folgendes hin: Dieser Dienst soll Ihnen lediglich eine erste Einschätzung geben und den Gang zu einem örtlichen Rechtsanwalt nicht ersetzen. Oft stellt sich erst dort ein bestimmtes Detail heraus, das zu einer ganz anderen rechtlichen Bewertung des Falles führt.


Wir
empfehlen

Die Anwalt Flatrate

Sie müssen sich neben Ihrer Arbeit auch noch um rechtliche Fragen und Belange kümmern? Das raubt Zeit und Nerven. Für Sie haben wir die Flatrate für Rechtsberatung entwickelt.

Mehr Informationen
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 63724 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,2/5,0
Danke, alle Fragen wurden ausreichend beantwortet und ebenfalls eine Empfehlung, wie weiter vorgegangen werden sollte. Danke dafür !. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen dank fuer die ausfuehrliche und gute beantwortung. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Für die Formulierung eines RA sehr konkret und verbindlich. Richtig bereichert haben die kleinen Beispiele unter den allgemeingültigen Regelungen im betroffenen Rechtsgebiet. Denn allgemeingültige Regelungen findet man auch im ... ...
FRAGESTELLER