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Kündigung eines gemieteten Zimmers


25.12.2007 20:01 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Hallo,

Ich bin Student und habe im Oktober diesen Jahres mit meinem Studium angefangen. Zu diesem Zweck habe ich ein möbliertes Zimmer mit Mitbenutzungsrecht von Küche und Bad gemietet und einen unbefristeten Mietvertrag unterschrieben. Die Wohnung sowie einige Wohnungen des restlichen Hauses sind Eigentum einer Erbengemeinschaft. Mit Einverständnis der Vermieter habe ich deren Möbel durch meine eigenen ersetzt. Ein anderer Student hat ein anderes Zimmer der Wohnung gemietet. Als ich mein Zimmer gemietet habe wurde mir gesagt, dass eines der anderen beiden noch freien Zimmer von einem Familiemitglied benutzt wird(Person A). Den Vertrag habe ich wie der andere Mieter mit einer anderen Person unterschrieben (Person B). Anfang November, mit dem Vorwand einer Verteilung innerhalb der Erbengemeinschaft mußte ich einen Zusatz zu dem alten Vertrag unterschreiben, dass Person A meinen Vertrag übernimmt und jetzt mein Vermieter ist. Habe ich blauäugig getan. Ende November bekomme ich plötzlich eine Kündigung "ihr Zimmer in meiner Wohnung" zum 31.12.07 mit hilfsweise Kündidgung zum 29.2.07 wegen Eigenbedarf zu verlassen.
Für mich ist dies eine Katastrophe da ich ständig Prüfungen habe, auch die Semesterferien auf Grund diverser Pflichtpraktika ausfallen und ich absolut nicht vor Juni ein anderes Zimmer suchen kann.

Meine Fragen: Muß ich vor dem 31.12 schriftlich widersprechen oder einfach warten, dass von Vermieterseite eine Reaktion kommt? Können die mich am 31.12. mit Möbeln usw. vor die Tür setzen?
Und wie stehen meine Chancen das Zimmer zu behalten (wenigstens bis Juni)?

Sehr geehrter Ratsuchender,

nach § 549 II Nr. 2 BGB unterfällt der möblierte Wohnraum nicht unter die Mieterschutzvorschriften des Wohnraummietrechts, wenn folgende Voraussetzungen vorliegen:

- Die Mietsache ist Teil der vom Vermieter selbst bewohnten Wohnung,
- die Mietsache dient nicht zum dauernden Gebrauch für eine Familie und
- die Wohnungseinrichtung ist ganz oder überwiegend vom Vermieter zu stellen.

Beim letzten Punkt kann in Ihrem Fall angesetzt werden, da Sie die Mietsache mit eigenen Möbeln bestückt haben. Enthält der Mietvertrag keine Regelungen über die Möblierung, kommt es darauf an, mit welcher Ausstattung der Wohnraum überlassen wurde. Waren bei Beginn der Anmietung einvernehmlich keine Möbel des Vermieters in der Mietsache, greift § 549 II Nr. 2 BGB nicht zugunsten des Vermieters.

Nach Ihrer Schilderung beruft sich der Vermieter hilfsweise auf sein Kündigungsrecht aus § 573 II Nr. 2 BGB. Ob tatsächlich Eigenbedarf besteht, kann hier nicht beurteilt werden. Gegen eine Eigenbedarfskündigung kann ein Widerspruch gem. § 574 BGB durch den Mieter erhoben werden. Die Aussichten, allein aufgrund der zeitlichen Belastung für das Studium mit einem Widerspruch durch zu dringen, halte ich aber für gering.

Da es Ihnen insgesamt nur um eine kurzfristige Aufrechterhaltung des Mietverhältnis zu gehen scheint, rate ich Ihnen, die Sache an einen Rechtsanwalt zu übergeben, der zum einen die Förmlichkeiten prüfen kann und ggfls. den Vermieter in Verhandlungen zwingen und dadurch Zeit gewinnen kann.

Mit freundlichem Gruß

Kaussen
Rechtsanwalt
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