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Kündigung eines freiwilligen, befristeten Praktikums


08.12.2010 09:32 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes



Schönen Tag,
vor kurzem begann ich ein c.a 8 Monatiges befristetes freiwilliges Praktikum in einem Unternehmen der Finanzbranche. Nun habe ich bemerkt, dass mir dieser Bereicht nicht gefällt, und ich mich auch zu unterfordert fühle bzw nicht das lerne, was ich erwartet habe. Ich habe ausserdem den Eindruck, dass ich als günstige Arbeitskraft gebraucht werde. Ich bin zur Zeit des Praktikums an keiner Universität eingeschrieben.
Deshalb würde ich gern mein Praktikum kündigen.
Im Vertrag steht:
a) Für die ordentliche Kündigung gelten die gesetzlichen Vorschriften.

b)Die Bank ist im Falle der Kündigung berechtigt, den Mitarbeiter unter Fortzahlung der Bezüge von seiner Diensttätigkeit freizustellen.

c)Das Recht zur firstlosen Kündigung bleibt jederzeit unberührt


Es steht aber nichts zur Kündigungsfrist.
Könnten Sie mich bitte diesbezüglich informieren, welche Möglichkeiten oder Gründe es gäbe, das Praktikum vorzeitig abzubrechen. Und wie es mit einer Kündigunsfrist aussehen würde, wenn keine erwähnt wird.

Das wäre wirklich sehr hilfreich, denn ich kann mir nicht vorstellen 8 Monate meines Lebens durch wenig Arbeitsaufwand zu verschwenden, und nicht sinnvollere Sachen stattdessen zu machen.

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre gestellte Frage beantworte ich wie folgt:

Die einfachste und voraussichtlich schnellste Lösung besteht darin, dass Sie sich mit der Bank im Rahmen eines Aufhebungsvertrages über die Beendigung des Praktikums einigen. Die Bank dürfte sicherlich auch kein Interesse daran haben, einen unwilligen Praktikanten weiter zu beschäftigen.

Scheidet eine einvernehmliche Lösung aus, gelten die vertraglichen und gesetzlichen Regelungen. Sofern es sich um ein echtes Praktikum außerhalb der universitären Ausbildung handelt, gelten gem. § 26 BBiG die §§ 10 - 23 BBiG und § 25 BBiG für das Praktikum. Eine Kündigung ist dann unter den Voraussetzungen des § 22 BBiG möglich.

Innerhalb der Probezeit benötigen Sie dann keinen Kündigungsgrund und können jederzeit kündigen. Nach der Probezeit müssen Sie einen der genannten Kündigungsgründe darlegen und eine Kündigungsfrist von vier Wochen einhalten.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten hilfreichen Überblick in der Sache verschafft zu haben. Ich weise darauf hin, dass die Beantwortung Ihrer Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung erfolgt. Die Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Einschätzung, die eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in den seltensten Fällen ersetzen kann. Das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben kann möglicherweise zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 08.12.2010 | 11:23

Besten Dank für Ihre professionelle Antwort, Herr Matthes.
Es steht im Vertrag nichts über eine Probezeit.
Deshalb habe ich mich auch an Sie gewendet.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.12.2010 | 11:41

Nach § 20 BBiG beträgt die Probezeit mindestens einen Monat. Sollten Sie noch in diesem Zeitraum sein ("vor kurzem"), ist eine sofortige Kündigung schriftlich möglich.

Sofern der Arbeitsvertrag keine abweichende Regelung enthält, gilt gesetzlich die Mindestprobezeit für beide Seiten.

Mit freundlichen Grüßen

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