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Kündigung eines Weiter/ ausbildungsseminares


14.03.2006 19:41 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe mich zu einem Weiterbildungsseminar zum Fitnesstrainer angemeldet. Dieses Seminar findet an 4 Wochenenden Sa/So a 6,5h statt. Am Ende dieser Seminarreihe kann mit Ablegen der Prüfung ein Abschlussdiplom erlangt werden. Die Kosten für dieses Seminar können in Raten für jedes Wochenende beglichen werden, hinzu kommt eine Prüfungsgebühr.
Ich bin sportlich fit und nehme regelmäßig an Kursangeboten im hiesiegen Fitnessstudio teil. Angeregt durch die Kursleiter im Fitnessstudio und dem Hintergrund Nebeneinkünfte aus der Tätigkeit als Fitnesstrainer zu erzielen, habe ich mich entschlossen den o.g. Kurs mitzumachen. Nach dem ersten Tag stellte ich jedoch fest, dass mir das Auftreten vor einer Gruppe schwerfällt und zuviel Überwindung kostet. Daher möchte ich den Kurs nicht weiter fortsetzten, da mir die Tätigkeit eigentlich auch Spaß bereiten sollte. Die Kursleitung besteht jetzt aber darauf, dass ich das angetretene Seminar auch komplett bezahle, oder einen anderen Teilnehmer auftreibe, der den Kurs an meiner Stelle weiterführt.
Ich fände es eher für angemessen, die enstandene Unkosten (z.B. 1. Rate, enspricht 1/5 der Gesamtkosten) zu begleichen. Welche Möglichkeiten habe ich darauf zu bestehen, welche Forderungen können die Kursleiter durchsetzen?
Anbei die AGBs des Anbieters:

Ich nehme an dem/den von mir gewählten Seminar/en gemäß den folgenden und von mir gelesenen allgemeinen Geschäftsbedingungen teil:
Mit Eingang der vom Teilnehmer unterzeichneten Anmeldebestätigung erfolgt die Einbuchung in der Reihenfolge der eingegangenen Anmeldungen.
Bei Abmeldung bis zu 14 Tagen vor Beginn des jeweiligen Seminars wird eine Bearbeitungsgebühr von EUR 25,00 fällig.
Bei Krankheit (Nachweis durch Attest) kann das Seminar innerhalb von 6 Monaten nachgeholt werden.
Die Anmeldung zur gesamten Seminarreihe gilt mit Eingang der schriftlichen Anmeldung als verbindlich.
Die FitnessAkademie behält sich das Recht vor, Veranstaltungen aus triftigen Gründen abzusagen. Bei Ausfall des Kurses wird die Seminargebühr erstattet. Weitere Ansprüche bestehen nicht.
Zur Prüfung wird nur zugelassen, wer an allen Ausbildungsteilen teilgenommen hat. Nach erfolgreich absolvierter Prüfung erhält der Teilnehmer ein Abschlussdiplom
Die Teilnahme an den Veranstaltungen geschieht auf eigene Gefahr. Schadenersatzansprüche jeder Art bestehen nicht, es sei denn, der Schaden beruht auf grob fahrlässigem oder vorsätzlichem Verhalten des Veranstalters oder seiner Mitarbeiter.
Falls einzelne Bestimmungen unwirksam sind oder werden sollten, wird die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen dadurch nicht berührt. Die unwirksame Bestimmung wird durch eine gültige ersetzt, die dem angestrebten Ziel möglichst nahe kommt.


Ich freue mich, wenn ich eine hilfreiche Antwort bekommen würde.

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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf den vorliegenden Informationen gerne summarisch beantworte.

Im deutschen Recht gilt der Grundsatz, dass Verträge zu erfüllen sind. Aus Ihrer Sachverhaltsschilderung und den von Ihnen zitierten AGB geht hervor, dass Sie sich verbindlich zu dem gesamten Seminar angemeldet haben.
Zwar gilt bei einem Dienstvertrag nach § 611 BGB auch die Regel, dass ohne Leistung auch kein Entgelt zu zahlen ist, kommen Sie allerdings zu den weiteren Seminarveranstaltungen nicht, so kommen Sie in Annahmeverzug und haften dem Veranstalter auf Schadensersatz nach §§ 293, 280 BGB. Dieser Schadensersatz dürfte sich auf die Höhe der weiteren Seminarkosten belaufen.

Eine ordentliche Kündigung des Vertrages kommt nur in Betracht, bei Dienstverhältnissen, die auf unbestimmte Zeit eingegangen wurden. Dies ist hier nicht der Fall.

Eine außerordentliche Kündigung nach § 626 BGB kann immer erklärt werden. Sie setzt neben einer schriftlichen Kündigungserklärung auch und vor allem das Vorliegen eines wichtigen Grundes voraus. Dieser Grund muss so schwerwiegend sein, dass die Weiterführung des Dienstverhältnisses unzumutbar erscheint.
Ob dafür die Tatsache ausreicht, dass Ihnen das Auftreten vor der Gruppe schwer fällt, ist m.E. zweifelhaft, kann aber abschließend nicht von mir beurteilt werden.

Insoweit sehen ich leider keine Möglichkeit, wie Sie von dem geschlossenen Vertrag wieder loskommen ohne zahlen zu müssen oder einen Ersatzmann zu stellen.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit dieser Einschätzung weiterhelfen.


Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann. Sie kann nur dazu dienen, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres rechtlichen Problems zu erhalten.
Sofern Sie eine abschließende Beurteilung Ihres Sachverhaltes wünschen, stehe ich Ihnen gerne für eine weitere Beratung oder Vertretung zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüssen

Stephan Weingart
Rechtsanwalt
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