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Kündigung eines Mietvertrages bei Körperverletzung/Angriff auf einen anderen Mieter

26.05.2014 23:44 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Zusammenfassung: Fristlose Kündigung des Mieter bei Tätlichkeit gegenüber einem anderen Mieter oder gegenüber dem Vermieter

Meine Fragen:
Kann in diesem Fall dem tätlich gewordenen Mieter (B) gekündigt werden?
Wenn ja: Zu welcher Frist?
Wenn nein: Welche Maßnahmen sind möglich?

Der Fall:

Mieter A hört über mehrere Wochen hinweg, wie das Kind von Mieter B und dessen Frau von beiden geschlagen und angebrüllt wird.
Daraufhin klingelt er bei Mieter B, trifft dort nur dessen Frau an, und bittet sie die Gewalt einzustellen, sonst würde er Polizei und Jugendamt verständigen. Beide gehen freundlich auseinander.

Am Abend klingelt dann Mieter B bei ihm, und nach einem kurzem Gespräch, bei dem sich Mieter A freundlich verhält (keine Beleidigung), springt Mieter B los und schlägt Mieter A ins Gesicht, sowie an den Kopf, auch nachdem er bereits am Boden liegt.

Nach dem Angriff verständigt Mieter A die Polizei und lässt sich ärztlich untersuchen.

Der Arzt protokolliert mehrere verschiedene, konkrete Punkte, an denen Mieter A schwer in ins Gesicht geschlagen wurde. Unter anderem mit voller Wucht und Brutalität auf das Auge. Zudem mehrere Schürfwunden.

Mieter B wurde bereits von mir (Vermieter) einmal abgemahnt, da sich andere Mieter beschwert hatten, dass regelmäßig in der Nacht lauter Streit/Geschrei aus der Wohnung zu vernehmen sei.



Einsatz editiert am 26.05.2014 23:50:40

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Hier können Sie das Mietverhältnis fristlos kündigen wegen Störung des Hausfriedens und die Tätlichkeit gegenüber dem anderen Mieter. Lassen Sie sich eine Versicherung an Eides Statt von dem Mieter, der verletzt worden ist, über den Vorfall aushändigen. Bei einer fristlosen Kündgung müssen Sie keine Frist einhalten. Sie können dem Mieter eine kurze Frist zur Räumung von 14 Tagen gewähren. Rein vorsorglich sollten Sie hilfsweise das Mietverhältnis ordentlich kündigen. Ein Mietverhältnis kann aus wichtigem Grund außerordentlich fristlos gekündigt werden. Ob die Abmahnungen auf ähnlichen Verstößen beruhen ist hier unerheblich, da es keiner Abmahnung bedarf. Der nachhaltige Verstoß des Mieters gegen den Hausfrieden stellt einen solchen wichtigen Grund für eine fristlose Kündigung dar. Gewalttätigkeiten eines Mieters gegenüber einem anderen Mieter sind grundsätzlich geeignet, den Hausfrieden erheblich und nachhaltig zu stören. Sie sind mit dem Erfordernis eines friedlichen Zusammenlebens einer Hausgemeinschaft nicht zu vereinbaren und geeignet, Angst und Schrecken zu verbreiten und die Atmosphäre in einem Miethaus nachhaltig zu vergiften.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 28.05.2014 | 16:50

Vielen Dank für Ihre Antwort Herr Hermes.

Eine kurze Nachfrage zu:
>Lassen Sie sich eine Versicherung an Eides Statt von dem Mieter,
>der verletzt worden ist, über den Vorfall aushändigen.

Meinen Sie hiermit eine Versicherung an Eides Statt von dem Mieter an mich oder muss diese von einer Behörde abgenommen werden?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.05.2014 | 17:06

Eine Versicherung des Mieters an Sie, die bestätigt, dass sich der Vorfall so zu getragen hat, wie er ihn geschildert hat.
Die Versicherung an Eides Statt ist strafbewehrt und dient als Mittel zur Glaubhaftmachung bzw. als Beweismittel in einem etwaigen späteren Prozess.

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