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Kündigung eines Mietverhältnisses vor Antritt


01.07.2007 16:11 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Am 25.04.07 habe ich mit einem Mieter einen Zeitmietvertrag über 5 Jahre über die Anmietung eines Einfamilienhauses abgeschlossen. Mietbeginn sollte heute der 01.07.2007 sein. Am 30.06.07 habe ich ein Schreiben erhalten, dass mein Mieter sein Mietverhältnis nicht antreten möchte.
Welchen Rechtsanspruch auf Schadensersatz habe ich. Welches Risiko gehe ich bei einer Klage ein? Gibt es RA-Kanzleien die eine solche Klage führen, wenn das Honorar auf Erfolgsbasis vereinbart wird?
Sehr geehrter Fragesteller,


vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich - die Richtigkeit Ihrer Angaben vorausgesetzt - anhand der von Ihnen gemachten Angaben gerne wie folgt summarisch beantworten möchte:


Ihr Mieter ist bei einem Zeitmietvertrag nicht ohne Weiteres berechtigt, das Mietverhältnis ordentlich zu kündigen.

Sie können das Mietverhältnis nach § 543 BGB fristlos kündigen, wenn der Mieter für zwei aufeinander folgende Termine mit der Entrichtung der Miete oder eines nicht unerheblichen Teils der Miete in Verzug ist oder in einem Zeitraum, der sich über mehr als zwei Termine erstreckt, mit der Entrichtung der Miete in Höhe eines Betrages in Verzug ist, der die Miete für zwei Monate erreicht.

Bei einer berechtigten außerordentlichen Kündigung können Sie vom Mieter Schadensersatz verlangen. Die Höhe des Schadensersatzes bemisst sich danach, welchen Schaden Sie tatsächlich erlitten haben (z.B. Mietausfall, wenn Sie das Haus nicht an einen anderen Mieter weitervermieten können und einen Mietausfall haben). Im Zweifel erreicht dieser Betrag die Summe, die Ihr Mieter in den fünf Jahren an Miete an Sie hätte zahlen müssen.

Bei einer Klage gehen Sie das Risiko ein, dass Sie die Anwalts- und Gerichtskosten vorstrecken und diese dann im Erfolgsfalle beim Mieter gerichtlich eintreiben müssen. Wenn der Mieter in Insolvenz fällt, kann es sein, dass diese Forderung nicht beitreibbar ist. Das Risiko einer Insolvenz lässt sich jedoch bei ausreichender Vermögensrecherche minimieren.

Sie werden keinen seriösen Rechtsanwalt finden, der eine Vertretung auf Basis eines Erfolgshonorars vornimmt. Anwälte dürfen - mit wenigen Ausnahmen, wie das BVerfG gerade erst festgestellt hat - ein Erfolgshonorar auch gar nicht vereinbaren.


Ich hoffe, Ihnen mit meiner Prüfung der Rechtslage eine erste rechtliche Orientierung vermittelt zu haben. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems von einem Rechtsanwalt zu erhalten.

Sofern Sie eine abschließende Beurteilung Ihres Sachverhaltes wünschen, empfehle ich, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu kontaktieren und die Sachlage mit diesem konkret zu erörtern. Gerne bin ich bereit, diese Aufgabe für Sie zu übernehmen. Hierfür bin ich jederzeit für Sie telefonisch und per E-Mail erreichbar.



Mit freundlichen Grüßen



Philipp Achilles
Rechtsanwalt
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Gisselberger Straße 31
35037 Marburg

Telefon: 06421 - 167129
Fax: 06421 - 167132

achilles@haftungsrecht.com
www.haftungsrecht.com

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