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Kündigung eines Gesellschaftervertages GmbH wegen neuem Geschäftsführer

| 19.06.2016 18:33 |
Preis: ***,00 € |

Gesellschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Kündigung und Kündigungsfrist eines Gesellschafterdarlehens gegenüber einer GmbH.
Nachhaftung eines Gesellschafters.

Hallo, vor 15 Jahren gründete ich eine GmbH Textilhandel mit 25000€ voll eingezahltem Kapital. Im Laufe der Jahre wurde von mir ein Darlehen von 150000€ gewährt.
Mein Geschäftsführer ist plötzlich und unerwartet verstorben. Er hatte langjährige Geschäftsbeziehungen zu einem Chinesen, der auch erhebliche Darlehen gewährt hat.
Nachdem ich sofort einen neuen Geschäftsführer bestellen mußte, bot sich der Chinese an.
Ich habe mit ihm einen Geschäftsführungsvertrag abgeschlossen und er wurde im HR eingetragen.
Nach meinem Kenntnisstand hat die GmbH keinerlei Kapital, nur die Ware am Lager.
Nun möchte der Chinese die gesamte GmbH auch als Gesellschafter übernehmen. Er ist bereit, das Stammkapital von 25000€ zu zahlen, aber nicht das Darlehen von 150000€ zu begleichen.
Wie kann ich diesen Anspruch durchsetzen?
Wie lange muß ich wofür haften, wenn ich als Gesellschafter aussteige?
Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Wenn in den gewährten Gesellschafterdarlehen keine Frist zur Fälligkeit bestimmt ist, bedarf es einer Kündigung des Darlehensbetrages unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Monaten, § 488 BGB. Soweit keine Zinsen für die Gewährung des Darlehens vereinbart wurden, kann der Darlehensbetrag auch ohne Kündigung zur Rückzahlung fällig gestellt werden.

2. Der Geschäftsführer hat, wenn die GmbH den Darlehensbetrag nicht zurückzahlen kann, die Beantragung eines Insolvenzverfahrens zu prüfen. Liegt eine Zahlungsunfähigkeit oder eine Überschuldung vor, muss der Geschäftsführung einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens stellen. Ansonsten macht er sich der Insolvenzverschleppung strafbar.

3. Im Falle einer Insolvenz müssen Sie aber damit rechnen, dass die Darlehensrückzahlung, wenn eine Insolvenzquote vorhanden ist, diese gering ausfällt. Auf das Eigenkapital werden Sie keine Rückzahlung erhalten.

4. Eine Haftung von Ihnen als Gesellschafter der GmbH besteht nur hinsichtlich der Einzahlung des Eigenkapitals. Hier müßten Sie im Insolvenzverfahren einen Nachweis bringen, dass das Stammkapital in voller Höhe eingezahlt wurde, im Zweifel durch Vorlage eines Kontoauszuges.

5. Zur weiteren Vorgehensweise sollten Sie daher zunächst die bestehenden Darlehen zur Rückzahlung kündigen. Hilfreich ist sicherlich auch die letzten Bilanzen einzusehen, um die finanzielle Situation der GmbH einschätzen zu können. Ggfs. bestehen noch Kontoguthaben. Lassen Sie sich von dem Steuerberater der GmbH den letzten Jahresabschluss vorlegen.

6. Lassen Sie sich bei der Vorgehensweise anwaltlich beraten, um einen genauen einblick in die Verhältnisse der GmbH zu erlangen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Ergänzung vom Anwalt 25.08.2016 | 01:39

Sie haften als Gesellschafter für die Stammeinlage. Ist diese nachweislich eingezahlt, besteht keine weitergehende Haftung. Ein Aussteigen als Gesellschafter ist möglich wenn Sie Ihre Gesellschaftsanteile verkaufen bzw. übertragen. Eine weitergehende Haftung besteht auch hier nicht. Wird die Gesellschaft liquidiert gilt für den Gesellschafter das Gleiche.

Im Ergebnis ist die Haftung als Gesellschafter auf das Stammkapital begrenzt, ob Sie aus der Gesellschaft ausscheiden oder nicht. Können Sie die Einzahlung des vollen Stammkapitals nachweisen, besteht keine weitergehende Haftung.

Mit besten Grüßen

Bewertung des Fragestellers 03.08.2016 | 21:29

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"Leider kann ich das nicht bewerten, weil ich noch keine Antwort erhalten habe, bitte lassen Sie mich per mail wissen, wo ich die ANTWORTEN FINDEN KANN. Wenn die Antwort dieser alte Fall sein soll, so geht das völlig daneben. Die GmbH soll nicht aufgelöst nur der Gesellschafter wollte aus jeglicher Haftung entlassen sein und wissen ob bei seinem Austritt irgendwelche Verpflichtungen noch aufkommen könnten. Bitte überweisen Sie die € 71,-- zurück auf mein Konto
DE 02 2139 0008 0000 310549, Ihre Antwort ist nur die Abschrift eines alten Falles ohne Bezug zu unserer Frage"
Stellungnahme vom Anwalt:
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Eine Erstattung des Einsatzes ist leider nicht möglich. Ihre Anfrage wurde zutreffend beantwortet. Ich habe bei meiner Antwort auch keine anderen oder alten Fall herangezogen.

Mit besten Grüßen