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Kündigung eines Beamten

| 29.08.2018 10:49 |
Preis: 48,00 € |

Verwaltungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Brigitte Draudt


Sehr geehrter Anwalt!

Gerne würde ich mein Beamtenverhältnis nach ungefähr 35 Dienstjahren, davon 12 im höheren Dienst, kündigen. Ich werde in diesem Jahr 59.
In einem Ihrer Beiträge habe ich gelesen, dass Baden Württemberg die Pension erhält, während die ansonsten ja in die Rentenversicherung eingezahlt wird, mit großen Verlusten für den Betroffenen, in dem Fall für mich.
Stimmt das?
Was bedeutete eine Kündigung also für mich?
Danke für die Antwort
SH

Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage gerne wie folgt:

Früher war es so, dass bei einem freiwilligen Ausscheiden aus dem Beamtenverhältnis man in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert worden ist und so mit erheblichen finanziellen Einbußen zu rechnen hatte. Es gab dann aber 2013 eine Gesetzesänderung für Bundesbeamte und 2016 eine Entscheidung des EUGH, was auch Auswirkungen auf die Vorschriften der Landesgesetze für Beamten hatte.

Nun gilt für Sie das Landesbeamtenversorgungsgesetz Baden-Württemberg und das Altersgeldgesetz. Anhand Ihres Wohnortes gehe ich davon aus, dass Sie Landesbeamter in Baden-Würtemberg sind. Sie können demnach gemäß § 84 des gen. Gesetzes statt der Nachversicherung das Altersgeld wählen.

Hier sind aber immer die Umstände des Einzelfalls zu beachten, die ich im Rahmen einer online Beratung aber nicht kennen kann und die auch den Rahmen dieser Ersteinschätzung sprengen würden. Bevor Sie die Kündigung durchführen, rate ich Ihnen, dass Sie sich bei Ihrem Dienstherren entsprechend erkundigen und sich ggf. schriftliche Bestätigungen geben lassen. Dies betrifft auch eine genaue Berechnung der Höhe der für Sie zu erwartenden Bezüge.

Ich hoffe, Ihnen im Rahmen dieser online- Ersteinschätzung weitergeholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen.

Draudt
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 31.08.2018 | 07:57

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