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Kündigung eines Ausbildungsplatzes in der Probezeit


28.10.2014 18:43 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,
Mein Sohn hat im September 2013 eine Ausbildung über das Förderzentrum des Arbeitsamtes bekommen und wurde auch von dort bezahlt.
Den praktischen Teil absolvierter er in einem Betrieb, der ihn nach einem Jahr als Azubi übernommen hat.
Auf seinen Urlaub hat er verzichtet, da Not am Mann war.
Nun ist er 14 Tage krank gewesen, einen Tag davon ohne Krankenschein und hat darauf hin eine fristlose Kündigung innerhalb der 4 montägigen Probezeit bekommen?
Meine Frage: ist eine 4 montägige Probezeit rechtmäßig obwohl er schon 1 Jahr Ausbildung in der Firma, wenn auch über einen anderen Träger, hinter sich hat.
Wenn nein, sind oben genannte Gründe ein Kündigungsgrund für das Ausbildungsverhältnis?
Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Fragesteller,

ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Der Arbeitgeber konnte Ihren Sohn nach Abschluss der Ausbildung übernehmen. Dem Arbeitgeber stand auch die Möglichkeit offen, eine Probezeit gem. § 622 Abs. 3 BGB zu vereinbaren. Die Probezeit darf gem. § 622 Abs. 3 BGB die Dauer von sechs Monaten nicht überschreiten.

Innerhalb der Probezeit kann der Arbeitgeber aber ohne Angeben von Gründen das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von zwei Wochen kündigen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 28.10.2014 | 19:40

Hier besteht ein Mißverständnis.
Mein Sohn befindet sich noch in der Ausbildung im 2. Lehrjahr.
Das erste Lehrjahr fand in der gleichen Firma statt aber über einen anderen Träger( Ausbildungszentrum) . Danach wurde er als Azubi übernommen und trotz des vorangegangenen Lehrjahres mit einer Probezeit von 4 Monaten . Ist hier nicht eine maximale Probezeit von 2 Monat rechtmäßig?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.10.2014 | 20:36

Sehr geehrter Fragesteller,

gem. § 10 des Berufsausbildungsgesetzes hat der Arbeitgeber mit dem Auszubildenden einen Ausbildungsvertrag abzuschließen. Soweit dieser Vertragsschluss nach Ablauf des 1 Lehrjahres erfolgte, gelten für den Ausbildungsvertrag die Regelungen des Berufsausbildungsgesetzes.

Gem. § 20 Berufsausbildungsgesetz muss die Probezeit mindestens einen Monat und höchstens vier Monate betragen.

In der Probezeit hat jede Partei die Möglichkeit, das Ausbildungsverhältnis erleichtert zu kündigen. Dies bedeutet konkret, dass der Arbeitgeber ohne die Einhaltung einer Kündigungsfrist und ohne die Angabe eines Kündigungsgrundes kündigen konnte.

Die Kündigung könnte jedoch dann unwirksam sein, wenn sie gegen das sog. Maßregelungsverbot verstößt. Das wäre grundsätzlich dann der Fall, wenn der Arbeitgeber den Auszubildenden deswegen benachteiligt, weil dieser in zulässiger Weise seine Rechte ausübt.
Allerdings muss der Auszubildende den Verstoß vor Gericht beweisen.

Oft wird es aber so sein, dass dieser Verstoß dem Arbeitgeber jedoch nicht nachzuweisen sein wird.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Ergänzung vom Anwalt 28.10.2014 | 20:11

Sehr geehrter Fragesteller,

meine Antwort möchte ich etwas präzisieren:

Die obigen Ausführungen würden nur dann gelten, wenn Ihr Sohn nach der Ausbildung per Arbeitsvertrag übernommen wurde.

Soweit sich der Sohn noch in der Ausbildung befindet, gilt Folgendes:

Das Ausbildungsverhältnis wird durch das Berufsbildungsgesetz maßgeblich bestimmt. Demnach kann im Berufsausbildungsvertrag eine Probezeit von mindestens einem Monat und höchstens vier Monaten vereinbart werden. In der Probezeit hat jede Partei die Möglichkeit, das Ausbildungsverhältnis erleichtert zu kündigen. Dies bedeutet konkret, dass der Arbeitgeber ohne die Einhaltung einer Kündigungsfrist und ohne die Angabe eines Kündigungsgrundes kündigen konnte.

Die Kündigung könnte jedoch dann unwirksam sein, wenn sie gegen das sog. Maßregelungsverbot verstößt. Das wäre grundsätzlich dann der Fall, wenn der Arbeitgeber den Auszubildenden deswegen benachteiligt, weil dieser in zulässiger Weise seine Rechte ausübt. Allerdings muss der Auszubildende den Verstoß vor Gericht beweisen. Oft wird es so sein, dass dieser Verstoß dem Arbeitgeber jedoch nicht nachzuweisen sein wird.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.
Mit freundlichen Grüßen
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