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Kündigung durch Arbeitnehmer während Elternzeit

16.12.2014 16:39 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,

ich bin seit mehreren Jahren Angestellter in einem Unternehmen, meine vertragliche Kündigungsfrist beträgt 4 Wochen zum Monatsende. Momentan befinde ich mich in Elternzeit, diese endet am 25. Januar 2015, erster Arbeitstag ist somit der 26. Januar 2015.

Ich plane jedoch, zum 1. Februar eine berufliche Veränderung, die sich dieser Tage konkretisiert hat.

Meine Fragen:
1) In §19 BEEG heißt es, dass eine Kündigung nur mit Frist von drei Monaten zum Ende der Elternzeit möglich ist (durch AG oder AN).
Bezieht sich dies lediglich auf die taggenaue Kündigung? Oder könnte ich somit gar nicht mehr mit einer Frist von 4 Wochen zum 31. Januar 2015 kündigen?

2a) Da ich derzeit nicht im Betrieb bin: Wäre eine Küdigung per E-Mail (zusätzlich postalisch) sinnvoll und rechtlich zulässig? Oder sollte ich um rechtskräftig zu kündigen in jedem Fall postalisch per Einschreiben kündigen? Wegen der Feiertage bin ich unsicher, wann das Schreiben zugestellt würde und ob Chef (=Perso) nicht schon im Urlaub ist.

2b) Wenn im Falle der postalischen Kündigung der richtige (=fachlich zuständige) Empfänger im Urlaub ist und ein Kollege das Schreiben annimmt, gilt es dann trotzdem als fristgerecht eingereicht oder könnte dies ein Problem werden?

Danke füre Ihre Antwort.

16.12.2014 | 17:16

Antwort

von


(752)
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44145 Dortmund
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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworte:




Frage 1:
"Bezieht sich dies lediglich auf die taggenaue Kündigung? Oder könnte ich somit gar nicht mehr mit einer Frist von 4 Wochen zum 31. Januar 2015 kündigen?".


So sieht es aus, denn während der Elternzeit kann grundsätzlich - mit Ausnahme des § 19 BEEG - von beiden Seiten nicht gekündigt werden.




Frage 2:
"Wäre eine Küdigung per E-Mail (zusätzlich postalisch) sinnvoll und rechtlich zulässig?"


Nein.

Dies ergibt sich schon aus § 623 BGB .

Man kann natürlich schon per Email darauf hinweisen, dass man an einer einvernehmlichen Aufhebung zum 31.01.2015 interessiert ist.




Frage 3:
"Oder sollte ich um rechtskräftig zu kündigen in jedem Fall postalisch per Einschreiben kündigen?"


Ja, ganz genau so.



Frage 4:
"Wenn im Falle der postalischen Kündigung der richtige (=fachlich zuständige) Empfänger im Urlaub ist und ein Kollege das Schreiben annimmt, gilt es dann trotzdem als fristgerecht eingereicht oder könnte dies ein Problem werden?"


Ja.

Das könnte kein Problem werden, weil das Schreiben dem Betrieb/ der Firma in dem Moment zugeht wo es durch den Postboten zugestellt wird.







Mit freundlichen Grüßen


Raphael Fork
-Rechtsanwalt-


Rechtsanwalt Raphael Fork

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