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Kündigung des Untermieter


| 19.12.2008 13:01 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



wir (3er WG, 2 hauptmieter + 1 Untermieter) haben unserem untermieter mündlich am 14.11. gekündigt, da das zusammenleben mit ihm unmöglich wurde. diese kündigung haben wir schriftlich am 14.11. nachgereicht, allerdings mit einer falschen kündigungsfrist von 14 tagen. jetzt möchten wir die erforderliche ordentliche kündigung nachreichen. wie muss diese kündigung aussehen? wichtig wäre mir ob ein kündigungsgrund hinein muss oder nicht? was für gründe müssen das sein? ausserdem möchten wir wissen ob wir die neue kündigung auf den 14.11. zurück datieren dürfen oder das heutige datum nehmen müssen? muss der untermieter die kündigung bestätigen? wenn er das nicht macht, was können wir tun?

wir haben unseren untermieter folgende vereinbarung (ist eigentlich die vereinbarung für hauptmieter in ermangelung eines anderen vertrages) vorgelegt und unterschreiben lassen. kann er uns daraus einen strick drehen, obwohl er nicht im mietvertrag steht und auch nicht die person vor ihm und er keine kaution bezahlt hat?
anbei der text:

vereinbarung
herr... tritt hiermit zum (datum) an stelle von herrn.... in den mietvertrag vom (datum) bezüglich der wohnung ...straße in (ort) mit allen rechten und pflichten hieraus ein.
die anteilige kaution in höhe von ... Euro ist mit der unterzeichnung dieser vereinbarung von der mietnachfolgeperson in bar an die vormieterin fällig.
den von der vormieterin in gleicher höhe gegenüber der vermieterin hinterlegten betrag tritt die vormieterin nach erhaltener kaution von der mietnachfolgeperson mit der unterzeichnung dieser vereinbarung an diese person ab.
Datum, Ort
anschließend erfolgt die unterschrift von herrn ... und dann im auftrag von herrn ... die unterschrift von frau ... (eine hauptmieterin).

zusammenfassend gibt es keinen richtigen vertrag, auch wurde mündlich nur eine zusage für das zimmer erteilt, aber keine weiteren vereinbarungen ausgehandelt (kündigungsfrist etc.). welche kündigungsfrist ist geltend? was können wir machen wenn er nicht auszieht?

Sehr geehrte Ratsuchende,


da nur ein Teil der Wohnung untervermietet worden ist, brauchen Sie zwar keinen Grund angeben (KG Berlin, RE WM 1981, 154), allerdings verlängert sich dann die Kündigungsfrist um drei Monate, beträgt dann also insgesamt sechs Monate.

Wollen Sie diese Verlängerung nicht, müssten sie ein berechtigtes Interesse als Grund schriftlich nennen, die Kündigung mit heutigem Tage versehen und die dreimonatige Kündigungsfrist einhalten. Der Grund muss dieses berechtigte Interesse, z.B. Eigenbedarf nachweisen.

Zieht der Untermieter nicht aus, müüsen Sie auf Räumung klagen.

Das der Untermietvertrag mündlich vorliegt, ist dabei irrelevant, da der Vertrag auch mündlich geschlossen werden kann; anders die Kündigung - die muss schriftlich erfolgen.



Möglich wäre es auch, einen Aufhebungsvertrag zu schließen, was dann anzuraten ist, wenn mit Widerspruch seitens des Untermieters zu rechnen wäre. Denn ein Räumungsverfahren kostet sicherlich viel Geld und Zeit, so dass es manchmal ratsam ist, im Wege des Aufhebungsvertrages Zugeständnisse zu machen, um das Vertragsverhältnis schnell und kostengünstig zu beenden.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
Bewertung des Fragestellers 22.12.2008 | 12:30


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Stellungnahme vom Anwalt:
Mangels Nachfrage ist es nicht nachvollziehbar, was noch unklar sein sollte. Daher ist die Bewertung zur Ausführlichkeit, gemessen am Einsatz, nicht nachvollziehbar.