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Kündigung des Mietverhältnisses durch den Untermieter


05.12.2006 13:41 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,

vor 10 Monate bezog ich als Mietbewohner ein Zimmer in einer 2-Zi-Wohnung. Noch vor dem Einzug habe ich den Hauptmieter mündlich (leider ohne Zeugen) darauf hingewiesen, dass ich das Mietverhältnis in einem Vertrag schriftlich festhalten möchte. Dem Hauptmieter habe ich damals frei überlassen, zu entscheiden, ob es einen Untermietervertrag abgeschlossen wird oder ob ich als zweiter Mieter in den Hauptmietvertrag aufgenommen werde. Mein Hauptmieter versprach mir damals, diese Angelegenheit mit dem Vermieter der Wohnung möglichst schnell zu klären. Laut meinem Hauptmieter war der Vermieter zu dem Zeitpunk meines Einzugs in die Wohnung wegen des Urlaubs nicht zu erreichen. Er versprach mir aber, sich darum zu kümmern. Direkt nach meinem Einzug habe ich meiner Bank ein Dauerüberweisungsauftrag über die vereinbarte Miete erteilt. Da mein Hauptmieter auf einer Kautionsbeteiligung meinerseits bestand, wurde diese von mir auf das Konto des Hauptmieters rechzeitig überwiesen. In den ersten zwei Monate bat ich mehrmals den Hauptmieter um die Anfertigung des schriftlichen Mietvertrages. Daraufhin teilte mein Hauptmieter mir mit, dass er sich über die Art des Mietvertrages noch nicht entschieden hat bzw. er hat mit dem Vermieter darüber noch nicht gesprochen, ob es eine Untermiete oder eine Beteiligung am Hauptmietvertrag sein soll. Nachdem ich das Thema 3 mal ohne Erfolg angesprochen habe, habe ich mich entschieden die Situation so zu lassen, wie sie war. Da ich mich direkt nach meinem Einzug selbständig gemacht habe, ist die Wahrscheinlichkeit als Existenzgründer eine eigene Wohnung zu mieten, praktisch gleich null. Dies bedeutet für mich, dass ich im Falle der Kündigung des heutigen Mietverhältnisses das Risiko habe, obdachlos zu werden.

Heute sieht das Mietverhältnis folgendermaßen aus:

Es gibt kein schriftlicher Untermietervertrag. Seit 10 Monate überweise ich rechzeitig auf das Konto vom Hauptmieter die zwischen uns vereinbarte Miete. Meine Beteiligung an der Kaution für die Wohnung wurde von mir auch auf das Konto vom Hauptmieter überwiesen. Das Zimmer wurde mir unmöbelliiert übergeben.

Meine Fragen:

1. Wie sieht in diesem Fall die allgemeine Rechtslage aus? Unterliegt dann unser Mietverhältnis den allgemeinen Regeln nach §§ 549 ff? Welchen Kündigungsfristen muss ich sowie mein Hauptmieter in einer solchen Situation anhalten?
2. Stimmt es, dass ich als Existenzgründer ohne einer Bürgschaft praktisch kaum eine Chance habe, eine eigene Wohnung anzumieten?

Vielen Dank.
Sehr geehrter Ratsuchender,


nach dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt haben Sie einen Untermietvertrag geschlossen.

Die vertraglichen Beziehungen nach §§ 549, 535 BGB bestehen daher allein zwischen Ihnen und dem Hauptmieter, der nun als Ihr Vermieter auftritt.

Der Mietvertrag muss nicht schriftlich geschlossen werden, die mündliche Absprache ist ebenfalls gültig; es handelt sich dann um ein unbefristetes Mietverhältnis.

Sie können den Mietvertrag mit einer Frist von drei Monaten ohne weitere Begründung kündigen. Der Hauptmieter könne dieses auch, muss aber einen Kündigungsgrund nachweisen.



Der zweite Teil der Frage läßt sich nicht pauschal beantworten.

Eine Vielzahl von Vermietern fordern eine Mietsicherheit (Kaution), die der Mieter dann in drei Raten zahlen kann. Dieses muss nicht eine Bürgschaft sein, kann also auch eine Barkaution sein.

Einen allgemeinen Grundsatz, dass ohne Bürgschaft eine Wohnung nicht angemietet werden kann, gibt es daher so nicht. Gerade in der von Ihnen genannten Stadt dürften eine Vielzahl von Wohnungen freistehen, so dass heutzutage die Mieter keine schlechte Möglichkeiten haben, mit dem Vermieter günstige Konditionen auszuhandeln.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
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