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Kündigung des Arbeitsverhältnisses seitens AG


27.09.2005 21:03 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Sehr geehrter Rechtsanwalt,

meine Anstellung als Key Account Manager bei einem großen ausländischen Automobilzulieferer welcher ein Vertriebsbüro in Deutschland unterhält (Größe 7 - 10 Angestellte), besteht seit dem März 2000. Die Anstellung ist unbefristet. Die Kündigungsfrist im Arbeitsvertrag beträgt 3 Monate zum Monatsende. (Es besteht deutsches Arbeitsrecht) Heute wurde mir schriftlich ohne Nennung eines Kündigungsgrundes fristgerecht gekündigt.

Hier der Wortlaut des sehr knapp formulierten Kündigungsschreibens:

Kündigung Ihres Arbeitsverhältnisses

Sehr geehrter Herr ....

hiermit kündigen wir das mit Ihnen bestehende Arbeitsverhältnis unter Einhaltung der ordentliches Kündigungsfrist zum 31.12.2005.

Wir weisen darauf hin, dass Sie sich unverzüglich beim Arbeitsamt arbeitssuchend zu melden haben... usw.

Mit freundlichen Grüßen

Unterschrift

Mitte Juni 05 kündigte mein Vorgesetzter mündlich an, daß man mein Arbeitsverhältniss beenden möchte. Grund: Meine "Softskills" seien für andere Aufgaben geeigneter.
Noch im Juni bat ich um die Ausstellung eines Zwischenzeugnisses sowie um eine Chance mein Arbeitsverhältniss im Unternehmen fortzusetzen. Trotz widerholtem Nachfragen habe kein Zwischenzeugnis erhalten. Vom Arbeitgeber wurde außerdem wärend der Beschäftigzunbgszeit versäumt eine Leistungsbewertung zu erstellen.

Ich bin über 40. Mein Familienstand ist verheiratet mit 2 Kindern. Sie können sich vorstellen, daß mich nun Existenzängste plagen.

Es gab bis heute zu keinem Zeitpunkt wärend meines Arbeitsverhältnisses einen Grund der Beanstandung. Darüber hinaus kann ich wärend der 5 Jahre Beschäftigung durchaus Vertriebserfolge vorweisen. Meine Aufgaben erfüllte ich immer sehr gewissenhaft und verantwortungsbewusst.

Meine Frage lautet:

Ist diese Kündigung rechtmäßig bzw. wie muß ich mich verhalten um diese Kündigung anzufechten?

Mein Ziel ist es, das Arbeitsverhltniss möglichst so lange über den 31.12.2005 hinaus aufrecht zu erhalten, bis ein neuer Job gefunden ist und ich mich möglichst aus einer ungekündigten Stellung heraus bewerben kann.

Besteht außerdem ein Anspruch auf eine Abfindung und falls ja in welcher Höhe?

Vielen Dank für Ihren Rat im Voraus.




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Sehr geehrter Ratsuchender,

da in dem Betrieb, in dem Sie beschäftigt sind, nach Ihrer Mitteilung regelmäßig nicht mehr als zehn Arbeitnehmer beschäftigt sind, gilt für diesen Betrieb das Kündigungsschutzgesetz nicht. Daher ist eine Kündigung nicht an die Beschränkungen dieses Gesetzes gebunden und daher eine Kündigung ohne Angabe von Gründen jederzeit möglich.

Allerdings teilen Sie leider nur einen sehr knappen Sachverhalt mit. Daher kann ich Ihnen nur den dringenden Rat erteilen, unverzüglich einen Kollegen vor Ort aufzusuchen. Denn es ist geboten, die genaue rechtliche Konstruktion dieses Vertriebsbüros zu ermitteln um festzustellen, ob nicht möglicherweise doch eine Anwendbarkeit des Kündigungsschutzgesetzes in Betracht kommt. Die genauen Hintergründe hier zu erläutern, würde den Rahmen sprengen. Für den Fall, dass dies in Betracht kommt, ist aber im nächsten Schritt zu klären, ob Sie möglicherweise als leitender Angestellter gelten und deswegen wieder etwas anderes gilt.

Es ist unbedingt notwenig, die zeitnah zu tun, da ggf. eine Kündigungschutzklage zum Arbeitsgericht erhoben werden kann, was aber zwingend binnen drei Wochen ab Zugang der Kündigung erfolgen muss.

Ein Anspruch auf Abfindung besteht nach dem Gesetz nicht; dies ist vom hier nicht einschlägigen Ausnahmefall des § 1 a KSchG abgesehen dem deutschen Recht fremd.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt
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