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Kündigung der Wohnung

| 09.07.2019 12:44 |
Preis: 52,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Wehle


Ich habe seit 2 Jahren eine neue Partnerin und verbringe viel Zeit in Ihrer Wohnung. Ich habe dort kein eigenes Zimmer. Ich habe meine Wohnung behalten und halte mich auch dort häufig auf. Jetzt droht der Vermieter mit fristloser Kündigung. Wir hätten das der Verwaltung mitteilen müssen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

gern beantworte ich Ihre Frage aufgrund der von Ihnen getätigten Angaben wie folgt.

Da Sie nicht zu Ihrer Partnerin gezogen sind, gibt es auch keinen Grund für diese diesen Umstand der Wohnungsverwaltung mitzuteilen.
Diese darf Besuche empfangen, wie es ihr beliebt.

Sie wäre aus dem Mietverhältnis nur zur Mittelung an den Vermieter verpflichtet gewesen, wenn sich in der Wohnung dauerhaft ein Gast/Mitbewohner mit einer Verweildauer von mehr als 6 Monaten aufhalten wird oder dies beabsichtigt.

Dies sehe ich jedoch nach Ihrer Darstellung nicht, so dass Sie hier der Drohung einer fristlosen Kündigung gelassen entgegensehen würde. Die verschiedenen Amtsgerichte in Ihrer Gemeinde sind zwar recht unbeständig und teilweise auch widersprüchlich, aber bei einem entsprechenden Vortrag in Ihrer Feststellungsklage zur Unwirksamkeit einer eventuell ausgesprochenen fristlosen Kündigung oder aber der Räumungsklage durch den Vermieter, wäre dieser in der Darlegungs- und Beweislast, dass Sie ohne Kenntnis des Vermieters seit mindestens 6 Monaten dort dauerhaft wohnen und dass dieses Verhalten das Vertragsverhältnis so beeinträchtigt, dass eine Fortführung des Vertrages bis zum Ablauf einer ordentlichen Kündigungsfrist nicht mehr zugemutet werden kann.

Das dürfte dem Vermieter schwer fallen oder gar unmöglich sein, da Sie nicht eingezogen sind und der Umstand einer weiteren Person in der an Ihre Partnerin vermieteten Wohnung ohnehin das Mietverhältnis nur in der Art tangiert, dass ggf. einige Verteilungsschlüssel der zu zahlenden Betriebskosten verändert, aber nicht die geschuldete Miete an sich.

Wenn diese immer schön in der vereinbarten Höhe weitergezahlt wird und die regulär vereinbarten Betriebskostenvorauszahlungen und ggf. anfallende Nachzahlungen aufgrund von ordnungsgemäßen Betriebskostenabrechnungen, dann hat eine Kündigung hier keinen reelle Chance bei gerichtlicher Überprüfung.

Ich hoffe Ihre Fragen beantwortet zu haben und verbleibe mit

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Wehle
Rechtsanwalt /Aachen

Nachfrage vom Fragesteller 10.07.2019 | 12:11

Sehr geehrter Herr Wehle.

Was würden Sie empfehlen? Sollen wir eine nachträgliche Mitteilung über sehr häufigem Besuch meinerseits machen? Die 6 Monate in denen das evt. passieren sollte sind bei weitem vorbei. Oder einfach aussitzen? Oder die Verwaltung darauf hinweisen daß ich nur ein häufiger Besuch bin? Natürlich wäre eine Antwort von Ihnen nur eine mögliche Empfehlung, nicht mehr.

mit freundlichen Grüßen.
der Ratsuchende

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.07.2019 | 15:53

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Sprechen Sie es ggü. der Verwaltung direkt an, dass Sie nur Besuch sind und fragen Sie nach dem Grund der abwegigen Annahme.
Ich gehe davon aus, dass ein Mitmieter hier den Grund dafür gesetzt hat, weil dieser den Verteilungsschlüssel für sich und damit die Höhe seiner Nebenkosten verringert sehen wollte. Alles andere macht keinen Sinn.

Stellen Sie ggü. der Verwaltung klar, dass Sie weder in der Vergangenheit, noch gegenwärtig in der Wohnung Ihrer Partnerin wohnen.
Achten Sie darauf Ihre eigene Adresse dort NICHT kundzutun. Das geht die Verwaltung nichts an, wo der Besuch Ihrer Partnerin lebt und auch nicht, dass Sie eine Partnerschaft mit der Mieterin unterhalten. Sie sind nur zu Besuch und das im zulässigen Rahmen. Fertig.

Sollte die Verwaltung hier nicht einlenken, können Sie sich nur gegen eine Kündigung im o.g. Rahmen zur Wehr setzen.

Ich wünsche viel Erfolg.
Mit freundlichen Grüßen aus Aachen
RA Andreas Wehle

Bewertung des Fragestellers 10.07.2019 | 12:15

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