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Kündigung der Gesellschaft


23.02.2007 18:08 |
Preis: ***,00 € |

Gesellschaftsrecht



Ich bin 50%iger Gesellschafter und GF einer GmbH.Mein Partner dito.Ich möchte fristgerecht die Gesllschaft kündigen.Fragen:Kann der verbleibende Gesllschafter ebenfalls im Anschluß meiner Kündigung, sozusagen als Reaktion, auch kündigen und muß er,wenn ja,dann die vertragliche Frist auch einhalten oder entsteht ein außerordentliches Kündigungsrecht für ihn,weil er den fristgerechten Termin nicht einhalten kann,weil genau zum Ultimo die Kündigung mit Einschreiben,wie vereinbart,von mir einging oder weil eben eine besondere Situation entstanden ist?
Kann man eine Kündigung zurückziehen?
Was geschieht mit der GmbH,wenn beide zum gleichen Termin gekündigt haben oder versetzt um 1Jahr der zweite Gesellschafter auch kündigt? Kündigungsfrist ist 6 Monate zum 01.01.
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben beantworten möchte.

Nachdem Sie wohl von Ihrem im Gesellschaftsvertrag verankerten Kündigungsrecht als Gesellschafter mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten zum jeweiligen Kalenderjahresende wahrnehmen wollen, werden wohl Ihre Gesellschaftsanteile der GmbH „zufließen“ bzw. bei dieser verbleiben.
Einer Veräußerung der Gesellschaftsanteile an eine Dritten ist diese Kündigung der Gesellschafterstellung nicht gleichzusetzen.
Da eine GmbH durch eine Person gegründet werden kann, ist es auch möglich, diese durch eine Person weiterzuführen.
Ggf. ist der etwaige Geschäftsführervertrag Ihrerseits noch gesondert zu kündigen.
Sollte Ihr Mitgesellschafter - wie Sie vortragen – als Trotzreaktion ebenfalls kündigen, hat dieser ebenfalls die Kündigungsfrist einzuhalten, es sei denn der Gesellschaftsvertrag bringt in diesem Zusammenhang eine außerordentliche Kündigung aus wichtigem Grund zum Ausdruck.
Im Ergebnis müsste der Mitgesellschafter, wenn dessen „Kündigungsfrist“ wohl nach der Ihrigen auslaufen würde, die Gesellschaft auflösen, da ja dann kein Gesellschafter mehr vorhanden wäre. Als andere Möglichkeit, um die GmbH zumindest als „Mantel“ zu erhalten, wäre die Veräußerung der Gesellschaftsanteile an eine oder mehrere natürliche Personen oder eine andere Kapitalgesellschaft.
Da eine Kündigung eine einseitige empfangsbedürftige Willenserklärung ist eine solche ohne Mitwirkung des Mitgesellschafters eigentlich nicht rücknehmbar.
Bei gleichzeitigem „Auslaufen“ der jeweiligen Kündigungsfristen wird man von der Auflösung der GmbH ausgehen und sich an den diesbezüglichen Regeln orientieren müssen.


Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen
Bernd Zahn
Rechtsanwalt

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