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Kündigung d. Mietvertrages der Schwester aus geerbten Haus möglich ?

| 09.01.2015 19:16 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Mein verwitweter Vater hat mir und meiner Schwester, je zu 1/2, ein Einfamilienhaus vererbt.

Problem: Meine Schwester wohnt in diesem Haus zur Miete.

Sie zahlt nicht die ortsübliche Miete, sondern rund 300 Euro / Monat weniger (Tochterbonus).

Ich möchte, dass das Haus baldmöglich verkauft wird und mir mein hälftiger Anteil ausbezahlt wird.

Meine Schwester möchte zunächst einmal dort wohnen bleiben.
Sie verfügt nicht über die finanziellen Möglichkeiten mich auszubezahlen und weiß das auch.

Sie geht davon aus, dass sie sich mit der Räumung so lange Zeit lassen kann, bis sich ein ihr genehmes neues Zuhause finden lässt, auch wenn das womöglich Jahre dauert.

Wie erreiche ich, dass sie einem zeitnahen Verkauf zustimmt und damit beginnt, sich ein neues Zuhause zu suchen ? Kann ich sie hierzu rechtlich zwingen ?
(Das Anwesen ist grundbuchlich nicht belastet.)

Schon hier vorab, vielen Dank fürs Lesen und Antworten !







Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Hier liegt eine Erbengemeinschaft, bestehend aus Ihnen und Ihrer Schwester, vor. D. h., durch den Erbfall sind Sie und Ihre Schwester Eigentümer des Hausgrundstücks geworden.


2.

Ihr Ziel ist die Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft. Nach § 2042 BGB kann jeder Miterbe verlangen, daß die Erbengemeinschaft auseinandergesetzt wird.

Der einfachste Weg wäre der Verkauf der Immobilie, wobei Ihre Schwester nach der Sachverhaltsschilderung wohl nicht bereit ist, daran zeitnah mitzuwirken.

Ist eine Einigung mit der Schwester nicht möglich, können Sie das Nachlaßgericht als vermittelnde Stelle anrufen. Das Gericht versucht dann eine Einigung unter den Erben zu erreichen. Allerdings besitzt das Gericht keine Zwangsmittel. Widersetzt sich Ihre Schwester den Vermittlungsbemühungen des Gerichts, ist dieser Versuch einer Einigung gescheitert.

Dann bleibt Ihnen bleibt nur die Auseinandersetzungsklage.

Hier sollten Sie anwaltliche Hilfe vor Ort in Anspruch nehmen.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 09.01.2015 | 19:52

Sehr geehrter Herr RA Raab,

vielen Dank für Ihre schnelle und hilfreiche Antwort.

Eine kurze Nachfrage sei mir gestattet:

Kann ich von meiner Schwester, bis zum Abverkauf des Hauses, eine (hälftige) ortsübliche Mietzahlung einfordern oder behält der seinerzeit mit den Eltern geschlossene Mietvertrag auch weiterhin Gültigkeit ?

Freundliche Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.01.2015 | 20:44

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:


Da die Schwester in dem Haus wohnt, hat Sie Ihnen eine Nutzungsentschädigung zu zahlen. Diese ist der Miete vergleichbar.

Grundsätzlich können Sie eine höhere Nutzungsentschädigung verlangen und zwar vergleichbar der ortsüblichen Miete.

Zahlt die Schwester die verlangte erhöhte Nutzungsentschädigung nicht, müßten Sie den gewünschten höheren Betrag einklagen. Ob das letztlich lohnt, muß sorgfältig wegen des Kostenrisikos eines Prozesses abgewogen werden.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 10.01.2015 | 00:40

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Stellungnahme vom Anwalt:
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