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Kündigung bei mündlichem Arbeitsvertrag


25.12.2007 02:14 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Elmar Dolscius



Ich bin Schüler und arbeite seit dem 1. November 2007 in der Berliner Niederlassung einer Kosmetikfirma mit Hauptitz in Westdeutschland als Aushilfe. Ich wurde von der Filialleiterin als geringfügig Beschäftigter eingestellt und habe kurz nach Arbeitsantritt (1.11.07) sämtliche geforderter Papiere (Krankenversicherung, Arbeitserlaubnis, Kontodaten etc.) persönlich dort abgegeben. Der Arbeitsvertrag sollte mir per Post nach Hause zugestellt werden.
Vor ca. drei Wochen machte mich die Filialleiterin darauf aufmerksam, dass ich nach Angaben der Personalabteilung den Arbeitsvertrag noch nicht unterschrieben zurückgeschickt hätte. Bis dahin hatte ich noch keinerlei Post der Firma erhalten. Daraufhin rief ich im Personalbüro an, wo man sich nicht erklären konnte, wo der Vertrag geblieben sei, auch keine unzustellbaren Brief angekommen seien und mir erneut einen Vertrag zusenden wollte.
Vor zwei Tagen (23.12.07) nun wurde mir mitgeteilt, daß das Arbeitsverhältnis von der Firma bis Ende Dezember 2007 gekündigt wurde, da ich meinen Arbeitsvertrag nicht unterschrieben an die Personalabteilung zurückgeschickt hätte und sie mir daher nicht vertrauen könnten. Ich habe jedoch nie einen Arbeitsvertrag erhalten und auch keine schriftliche Kündigung.

Ich habe bereits einmal Gehalt auf mein Konto überwiesen bekommen für den Monat November.

Meine Frage: Ist die Kündigung zulässig und wie sind die Kündigungsfristen in diesem Fall?

Vielen lieben Dank für jede Hilfe!!
S.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Frage summarisch auf der Basis der mitgeteilten Informationen. Ich weise darauf hin, dass die Frage nur auf dieser Basis beantwortet werden kann. Weitere, nicht mitgeteilte Informationen können eventuell zu einer anderen Antwort führen.

1. Eine Kündigung ist nur wirksam, wenn sie schriftlich erfolgt. Eine mündliche Kündigung ist unwirksam. So auch in Ihrem Fall. Die Mitteilung am Telefon hat keine Wirkung.

2. Es ist Sache desjenigen, der einen Brief verschickt, den Zugang auch zu beweisen. Hier wäre also wiederum der AG gefordert. Zudem muss der AG gem. § 2 Nachweisgesetz einem AN alle wichtigen Daten zu dessen Arbeitsverhältnis schriftlich zukommen lassen. Dies ist hier nicht geschehen. Und die Sache mit der Post ist der zum Scheitern verurteilte Versuch des AG, Ihnen eine Verantwortung zuzuschieben, die eigentlich beim AG liegt. Es wäre ein leichtes gewesen, Ihnen den Arbeitsvertrag während der Arbeitszeit zukommen zu lassen.

3. Die Kündigungsfristen, so denn eine schriftliche Kündigung vorliegt, beträgt auch bei geringfügig Beschäftigten mindestens 4 Wochen. Eine Ausnahme wäre in der Probezeit möglich (2 Wochen). Beide Fristen wären vorliegend nicht eingehalten.

Sie können dementsprechend auf der Fortführung des Arbeitsverhältnisses bestehen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meiner Antwort eine erste rechtliche Orientierung geben und wünsche Ihnen viel Erfolg in der Angelegenheit.

Mit freundlichen Grüßen

Elmar Dolscius
Rechtsanwalt
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