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Kündigung bei Verspäteten Arbeitsantritt

24.11.2015 22:02 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


09:31
Ich bin GF eines Unternehmens mit 25 Mitarbeitern.
Mitarbeiter A ist seit knapp 10 Jahren bei uns angestellt.
Es gab häufiger Probleme mit ihm.
Vor ca 12 Monaten bekam er eine ersten Abmahnung (wegen unpässlicher Kundenbetreuung und wiederholtem verspäteten Arbeitsantritt).
Vor ca 3 Monaten erteile ich eine zweite Abmahnung. Erneut wegen verspäteten Arbeitsantritt. In dieser Abmahnung heißt es klar und eindeutig, dass das Arbeitsverhältnis im Falle eines weiteren Fehlverhaltens gekündigt wird. Nun kam der betreffende Mitarbeiter heute erneut um 35 Min. zu spät.
Kann ich problemlos die fristlose Kündigung aussprechen?`Hätte der AN Chancen dagegen zu klagen?
24.11.2015 | 22:20

Antwort

von


(932)
Golmsdorfer Str. 11
07749 Jena
Tel: 036412692037
Web: http://www.jena-rechtsberatung.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Es findet das KSchG Anwendung.

Vorliegend kommt ein verhaltensbedingter Kündigungsgrund in Betracht.

Abmahnungen liegen schon vor.

Dieses wiederholte Zuspätkommen kann auf jeden Fall eine ordentliche Kündigung rechtfertigen, BAG Urteil vom 13. März 1987 – 7 AZR 601/85 .

Für eine fristlose Kündigung wird es im Zweifel nicht reichen.

Insoweit sollte man erwägen, den Mitarbeiter - wenn man ihn denn gern halten möchte - letztmalig abzumahnen und zum Gespräch zu bitten.

Anderenfalls kündigt man ordentlich, also unter Wahrung der Frist, aber eben verhaltensbedingt aufgrund der Wiederholungen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Steffan Schwerin

Rückfrage vom Fragesteller 25.11.2015 | 09:26

Sehr geehrter Herr Schwerin,
besten Dank für Ihre Antwort. Kann ich die ordentliche Kündigung auch noch in 2 Wochen aussprechen und muss dies unmittelbar oder unter Wahrung einer Frist erfolgen?
Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 25.11.2015 | 09:31

Guten Morgen,

die Kündigung muss in einem engen zeitlichen Zusammenhang zu dem Grund erfolgen.

Man sollte also insgesamt nicht länger als 2 Wochen nach dem Zuspätkommen die Kündigung aussprechen.

Mit freundlichen Grüßen

Schwerin

ANTWORT VON

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