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Kündigung bei Krankheit befristeter Arbeitsvertrag?


| 12.02.2006 10:38 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim



Sehr geehrte Damen und Herren,

seit 01.02.2006 stehe ich im Arbeitsverhältnis und bin seit Freitag erkrankt. Laut Arbeitsvertrag muss die Krankmeldung vom ersten bis spätestens dritten Tag beim Arbeitgeber vorliegen, jedoch auch bis 10 Uhr bescheid gegeben werden ab dem Krankheitstag.
Da mein zu Hause und die Arbeitsstelle 300 km auseinander liegen, habe ich nach meiner nach hause Fahrt meinen Hausarzt aufgesucht und dann die Krankmeldung erst nachmittags gefaxt, ohne die 10 Uhr Frist eingehalten zu haben. Montag werde ich das Original versenden der Krankmeldung.

Reicht dies aus oder habe ich da schon gegen den Vertrag verstoßen, so dass ich gekündigt werden kann?

Mein Arbeitsvertrag ist zunächst auf ein halbes Jahr befristet laut § 14 Abs. 2 TzBFG – dies ist darin beschrieben als, die ersten sechs Monate gelten als Probezeit und kann von beiden Seiten mit einer Frist von 2 Wochen zum 15. oder letzten eines Monats ohne Angabe von Gründen gekündigt werden.

Wenn er mir jetzt kündigen würde, ist es richtig, dass ich somit zum 28. Feb. Nicht mehr beschäftigt wäre?

Auf welchem Weg und bis wann muss mir die Kündigung zugestellt werden?

Bin ich während der 14 Tage Kündigungszeit Pflichtversichert?

Mit freundlichen Grüßen

Per

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Sehr geehrter Fragesteller,

die um wenige Stunden verspätete Krankmeldung dürfte keinen ausreichenden Grund darstellen, das Arbeitsverhältnis zu kündigen. Zumal hiervor in solchen Fällen eine Abmahnung erforderlich sein dürfte.

Trotzdem besteht die Möglichkeit einer Kündigung in der von Ihnen angegebenen Frist, da es sich um ein Probearbeitsverhältnis handelt. In einem solchen ist eine Kündigung grds. auch ohne Angabe von Gründen möglich.

Eine Kündigung muß grds. schriftlich erfolgen und muß in Ihren Herrschaftsbereich (persönliche Übergabe oder Übersendung per Post) gelangen.

Bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses nach einer Kündigung sind sie weiterhin pflichtversichert.

Ich hoffe, dass ich Ihre Fragen hinreichend und hilfreich beantwortet habe und verbleibe mit freundlichen Grüßen


Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

Nachfrage vom Fragesteller 12.02.2006 | 11:38

Sehr geehrter Herr Joachim,

vielen Dank für Ihre Antwort. Können Sie mir sagen wann Kündigungstermine anstehen würden nach meinen Schilderungen und ab wann ich nicht mehr im Arbeitsverhältnis stehen würde.

Vielen Dank und einen schönen Sonntag

MfG Per

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.02.2006 | 11:45

Die Kündigungstermine haben Sie schon selbst benannt. Es besteht eine Kündigungsfrist von 14 Tagen entweder ab dem 15. eines Monats oder ab dem Monatsende. Nach Ablauf der Probezeit richten sich dann die Kündigungsfristen nach § 662 BGB, den ich Ihnen im Anhang bereitsgestellt habe. Sofern zum 15. Februar gekündigt würde, würde das Arbeitsverhältnis 14 Tage später, hier am 01.03.2006 enden. Zum 28.02.2006 würde das Arbeitsverhältnis zum 14.03.2006 enden, usw.

Ich hoffe, nunmehr keine Fragen offen gelassen zu haben und wünsche Ihnen ebenfalls einen angenehmen Sonntag.

Mit freundlichen Grüßen


Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

..............
BGB § 622 Kündigungsfristen bei Arbeitsverhältnissen
(1) Das Arbeitsverhältnis eines Arbeiters oder eines Angestellten (Arbeitnehmers)
kann mit einer Frist von vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines
Kalendermonats gekündigt werden.
(2) Für eine Kündigung durch den Arbeitgeber beträgt die Kündigungsfrist, wenn das
Arbeitsverhältnis in dem Betrieb oder Unternehmen
1. zwei Jahre bestanden hat, einen Monat zum Ende eines Kalendermonats,
2. fünf Jahre bestanden hat, zwei Monate zum Ende eines Kalendermonats,
3. acht Jahre bestanden hat, drei Monate zum Ende eines Kalendermonats,
4. zehn Jahre bestanden hat, vier Monate zum Ende eines Kalendermonats,
5. zwölf Jahre bestanden hat, fünf Monate zum Ende eines Kalendermonats,
6. 15 Jahre bestanden hat, sechs Monate zum Ende eines Kalendermonats,
7. 20 Jahre bestanden hat, sieben Monate zum Ende eines Kalendermonats.
Bei der Berechnung der Beschäftigungsdauer werden Zeiten, die vor der Vollendung des
25. Lebensjahrs des Arbeitnehmers liegen, nicht berücksichtigt.
(3) Während einer vereinbarten Probezeit, längstens für die Dauer von sechs Monaten,
kann das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt werden.
(4) Von den Absätzen 1 bis 3 abweichende Regelungen können durch Tarifvertrag
vereinbart werden. Im Geltungsbereich eines solchen Tarifvertrags gelten die
abweichenden tarifvertraglichen Bestimmungen zwischen nicht tarifgebundenen
Arbeitgebern und Arbeitnehmern, wenn ihre Anwendung zwischen ihnen vereinbart ist.
(5) Einzelvertraglich kann eine kürzere als die in Absatz 1 genannte Kündigungsfrist
nur vereinbart werden,
1. wenn ein Arbeitnehmer zur vorübergehenden Aushilfe eingestellt ist; dies
gilt nicht, wenn das Arbeitsverhältnis über die Zeit von drei Monaten
hinaus fortgesetzt wird;
2. wenn der Arbeitgeber in der Regel nicht mehr als 20 Arbeitnehmer
ausschließlich der zu ihrer Berufsbildung Beschäftigten beschäftigt und
die Kündigungsfrist vier Wochen nicht unterschreitet.
Bei der Feststellung der Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer sind
teilzeitbeschäftigte Arbeitnehmer mit einer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit
von nicht mehr als 20 Stunden mit 0,5 und nicht mehr als 30 Stunden mit 0,75 zu
berücksichtigen. Die einzelvertragliche Vereinbarung längerer als der in den Absätzen
1 bis 3 genannten Kündigungsfristen bleibt hiervon unberührt.
(6) Für die Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitnehmer darf keine
längere Frist vereinbart werden als für die Kündigung durch den Arbeitgeber.

Bewertung des Fragestellers |


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