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Kündigung bei Cyberservices

16.07.2008 14:01 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Ich habe im Mai ein Testabo bei der Firma Cyberservices gebucht und innerhalb der 3-Tages-Frist per mail gekündigt. Dies wurde ignoriert und mir wurden 29,90 für ein Monatsabo abgebucht. Mehrmalige Kontaktaufnahme über das Kundenportal Cybilling.com über ein Kontaktformular wurden ebenfalls nicht beantwortet, statt dessen wurde mir auch für Juni ein Betrag von 29,90 abgebucht. Ich ließ diese Beträge von meiner Bank zurückbuchen, woraufhin ich umgehend Post von den Anwälten Fix und Mosebach mit einer Zahlungsaufforderung der Beträge plus Bankrücklastschriftgebühren bekam. Per Einschreiben forderte ich Cyberservices auf, mir eine Kündigungsbestätigung zu schicken und informierte sie über meine unbeantworteten Kontaktversuche und den Sachverhalt, dass ich rechtzeitig gekündigt habe und somit keine Beträge austehen. Ich schrieb ebenfalls an die Rechtsanwälte. Cyberservices schickte mir daraufhin eine Kündigungsbestätigung per mail, nahm aber keine Stellung zu dem Sachverhalt. Heute bekam ich die 2. Mahnung der Rechtsanwälte, nun werden von mir zusätzlich Anwaltskosten von 71,40 gefordert, was den geforderten Betrag von 81,12 € auf 152,72 € erhöht. Auch in diesem Schreiben wird mit keinem Wort mein Einwand und eine Klärung des Sachverhalts erwähnt. Stattdessen wird darauf hingewiesen, dass ich ein Angebot zur Ratenzahlung nicht angenommen hätte, was nicht den Tatsachen entspricht. Ein solches Angebot wurde mir nie unterbreitet. Ich bin nun sehr rat- und hilflos, was ich unternehmen kann. Das Internet ist voll von solchen negativen Berichten über die Firma Cyberservices und die Anwälte Fix und Mosebach.Bin ich im Recht, lohnt es sich, weiter zu streiten, oder soll ich die geforderten Beträge zahlen? Ich wäre einverstanden anzubieten, die beiden Monatsgebühren plus Rücklastschrift- und Mahngebühren zu zahlen, sehe aber nicht ein, die Anwaltskosten zu übernehmen. Mir wurde auch mit einem Gerichtsverfahren gedroht.
Vielen Dank im Voraus!

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Frage auf der Grundlage des von Ihnen angegebenen Sachverhalts wie folgt:

Auch wenn es sich vorliegend bekanntermaßen nicht um eine seriöse Firma handelt, obliegt es grundsätzlich Ihnen, die erfolgte Kündigung zu beweisen. Aus diesem Grund empfiehlt es sich in diesen Fällen eine Kündigung stets schriftlich mit entsprechenden Nachweismöglichkeiten zu versenden.

Da Ihnen aber in der Zwischenzeit nach Ihrer Schilderung eine Kündigungsbestäigung übersendet worden ist, können Sie die erfolgte Kündigung nachweisen.

Ich empfehle Ihnen, eine Kopie der Kündigung sowie eine Kopie der Kündigungsbestätigung (bzw. Ausdruck) an die Rechtsanwälte zu übersenden mit dem Hinweis, dass über den Testzugang keine Vertragsbindung zustande kam. Dananch sollten Sie die
Angelegenheit als erledigt erachten. Hierbei gehe ich davon aus, dass die Kündigungsbestätigung auch den genauen Kündigungszeitpunkt ( Ende Testabo) benennt.
Unabhängig dürften die geltend gemachten Anwaltskosten bei einem Streitwert unter 300 € nicht 71,40 € betragen, sondern nur 30 € (netto).


Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.


Mit freundlichen Grüßen

Florian Günthner
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 16.07.2008 | 14:25

Hallo Herr Günthner,
vieln Dank für die schnelle Beantwortung. Leider ist die Kündigung nicht mehr in meinem PC gespeichert. Und die Kündigungsbestätigung enthält leider keine Angaben über den Kündigungszeitpunkt.
Die Anwaltskosten wurden aufgeteilt auf die Monate Juni und Mai, also 30,- € pro Monat plus 5,70 € Mehrwertssteuer.

Halten Sie es für sinnvoll, telefonisch bei Cyberservices nachzufragen? Und damit eine Kündigungsbestätigung mit Kündigungszeitpunkt anzufordern? Mir wurde eine Frist bis 23. Juli gesetzt, die ich einhalten möchte, da ich auf weitere Kosten verzichten möchte.

Vielen Dank nochmal.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.07.2008 | 14:39

Sehr geehrte Fragestellerin,

grundsätzlich gehe ich davon aus, dass die Firma die "Ansprüche" nicht gerichtlich durchsetzten wird.

Geschieht dies wider Erwarten doch, müssten Sie natürlich in der Lage sein, die erfolgte Kündigung (und den Zugang) zu beweisen.
Ich denke nicht, dass Ihnen die Fa. Cyberservices den Kündigungszeitpunkt ausdrücklich bestätigen wird, wobei Sie dies natürlich versuchen sollten.

Sofern Sie sich für die Zahlung entscheiden und so das nicht ausschließbare Risiko der Klage vermeiden, sollten aber in jedem geklärt werden, ob noch weitere Forderungen gegen Sie gestellt werden oder ob die Fa. Cyberservice die Kündigung erst zu einem späteren Zeitpunkt anerkennt. Ohne Klärung dieser Frage rate ich Ihnen dringend ab, Zahlungen zu leisten.
Erkennen Sie aber die Monatsgebühren an, sind auch die Rechtsanwaltskosten angefallen, da Sie sich in Verzug befunden haben.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, eine vergleichsweise Regelung herbeizuführen, wenn Ihnen das Risko weitere Kosten zu hoch ist. Sio könnten Sie den Rechtsanwälten "ohne Anerkennung einer Rechtspflicht und ohne Präjudiz für einen Rechtsstreit" die Zahlung von (z.B) insgesamt 60 € anbieten und damit die Angelegenheit für endgültig erledigt und abgegolten zu erklären.



Mit freundlichen Grüßen

Florian Günthner
Rechtsanwalt

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