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Kündigung aus gesundheitlichen Gründen - wie einige ich mich am besten mit dem Arbeitgeber?

| 29.06.2011 17:19 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Steffan Schwerin


Sehr geehrte Frau Anwältin,
sehr geehrter Herr Anwalt;

Ich bin seit 1991 bei einem einzigen Arbeitgeber beschäftigt. Ich geb zu, öfter mal krank gewesen zu sein, aber sonst hab ich die ca. 48 Wochenstunden gut gemeistert. Es existiert kein vernünftiger Arbeitsvertrag.
Ende letzten Jahres kam es zum Absturz. Ich ließ mich zuoft zu Überstunden überreden. Doch dann hieß es, daß sich die Firma die Zahlung der Extra-Stunden nicht mehr leisten kann. Zudem trennte ich mich leider nach 12 Jahren von meiner Frau und den beiden Töchtern. Der Krieg mit der Ex, Verlust der Kinder, keine klaren Richtlinien in der Firma, Umzug und Alkoholgenuß, all das trug dazu bei, daß ich seit Nov. 2010 krankgeschrieben bin.
Es folgten Entgiftung u. therapeutische Behandlung. Auch aufgrund meiner schweren Kindheit wurden mir fünf Diagnosen zu meinem seelischen Zustand gestellt.
Ich bot meinem Boss sogar mündlich eine Kündigung in beiderseitigem Einvernehmen an.
Der Chef zeigt bis heute keinerlei Reaktion. Ohne Zukunftsaussichten warte ich im Moment auf eine Reha.
Mein Problem ist, daß ich keinesfalls zum alten Arbeitgeber zurück gehen kann. Zu schnell würden alte Verhaltensweisen zurückkehren. In der Firma ist Alkoholgenuß an der Tagesordnung. Sogar ohne Überstunden würde ich mich wieder ausnutzen lassen und außerdem sind in der Firma der Onkel und der Neffe meiner Ex beschäftigt.
Ich frage mich, weil ich die 19 Jahre nicht einfach löschen kann, ob es Sinn macht, doch noch auf eine kleine Abfindung zu hoffen. Ist vielleicht zuviel verlangt, jedoch schiebe ich einige meiner Gesundheitsstörungen definitiv auf den Arbeitgeber. (Auflösung wegen Krankheit?)
Gleichzeitig weis ich jedoch, daß ich in naher Zukunft erstmal von Ämtern abhängig bin. Also hätte ich nichts von irgendwelchen Abfindungen.
Nun komm ich dazu, die Reha abzuwarten und anschließend beim Arbeitsamt vorzusprechen.
Sollte wegen meiner Gesundheit auf eine Sperre verzichtet werden, werde ich wohl selbst kündigen. Ich hoffe nur, daß der Arbeitgeber das dann auch fristlos bestätigt.
Danach kann ich dann, je nach Gesundheitszustand, mit ALG II mein weiteres Leben klären. Umschulung, Wiedereingliederung. Einen Grad auf Schwerbehinderung habe ich gestellt.
Sehen Sie das auch so ? Habe ich etwas vergessen ?
Für Ihren Rat und Ihre Antwort bedanke ich mich bereits im voraus und verbleibe.
Mit freundlichem Gruß
A.B.

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in)

die von Ihnen gestellten Fragen beantworte ich unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie Ihres Einsatzes wie folgt:

Wenn man einen Aufhebungsvertrag erwirken kann, der aussagt, dass damit eine Kündigung umgangen werden soll, kann eine Sperrzeit für das ALG vermieden werden.

Auch wenn der Arbeitgeber betriebsbedingt kündigt, wird eine Sperrzeit nicht verhängt.

Auch kann man in beiden Fällen noch auf eine Abfindung hoffen.

Bei einer Eigenkündigung kommt fast immer eine Sperrzeitverhängung in Betracht. Es sei denn, man kann die Eigenkündigung eben mit gesundheitlichen Gründen untermauern.

In Ihrem Fall sind entsprechende Anhaltspunkte gegeben. Es muss aber auch ein entsprechender ärztlicher Nachweis gegeben sein.

Unter diesen Voraussetzungen können Sie selbst das Arbeitsverhältnis beenden. Der Arbeitgeber muss die Kündigung auch nicht bestätigen.

Dann beantragen Sie ALG. Sind Sie aber noch weiter krankgeschrieben, wird es darauf hinauslaufen, dass eine Erwerbsunfähigkeit zu prüfen ist.

Daher sollte die Krankschreibung ggf. zeitnah nach der Kündigung wieder entfalle. Sie müssen dem Arbeitsmarkt voll zur Verfügung stehen, um den entsprechenden Anspruch auf ALG zu haben.

Anderenfalls würden Sie schon in die Erwerbsunfähigkeit wechseln und ggf. von Rentenleistungen leben.

Sie können aber auch wie schon selbst erwähnt vorgehen und den Weg über die Wiedereingliederung gehen. Am Ende ist dies abhängig davon, wie der gesundheitliche Zustand tatsächlich ist und welchen Weg Sie selbst bevorzugen.

Nachfrage vom Fragesteller 29.06.2011 | 18:27

Einen Aufhebungsvertrag erwirke ich warscheinlich nur, wenn der Arbeitgeber möchte, daß ich gehe, aber mich nicht kündigen will oder kann ?
Lg
A.B.
Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.06.2011 | 18:55

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Nein, es gibt vielmehr Möglichkeiten, einen solchen Vertrag zu erwirken.

Es macht es beiden Seiten einfacher, da man alles regeln kann und nicht an Fristen gebunden ist.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Steffan Schwerin
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 29.06.2011 | 18:24

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FRAGESTELLER 29.06.2011 4,6/5,0
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