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Kündigung aufgrund Jobwechsel mit Umzug ins Ausland

| 16.03.2017 19:44 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Wilking


Guten Tag,

In Februar erhielte ich die Nahcricht, dass ich von meinem Arbeitsgeber zum 01.04. ins Ausland versetzt werde. In meinem Mietvertrag ist eine ordentliche Kündigung bis 2018 ausgeschlossen. Ich habe meinem Vermieter die Kündigung des Vertrages durch einen Kündigungsbrief Bescheid gegeben. Als Ende des Mietverhältnisses habe ich den 30.04. angegeben. Ich habe angeboten, einen Nachmieter vorzuschlagen, was aber abgelehnt wurde.

Der Vermieter will aber die Kündigung nur zum 30.06. (gemäß des Mietvertrages) annehmen. Die Versetzung auf meinem neuen Posten ist auch mit einem erheblichen Einkommensverlust gebunden und ich kann die Miete (geschweige eine doppelte Miete) nicht bis Juni bezahlen.

Kann ich eine außerordentliche, fristlose Kündigung gelten lassen?


mfG,

P.M.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Eine außerordentliche fristlose Kündigung kommt nur in Betracht, wenn die Umstände, die Anlass zur Kündigung geben, überwiegend aus dem Einflussbereich der jeweils anderen Vertragspartei stammen und dieser zurechenbar sind. Die Versetzung ins Ausland stammt aber aus Ihrer Interessensphäre. Der Vermieter hat damit nichts zu tun und auch keinen Einfluss darauf.

Insofern ist es schon ein Entgegenkommen des Vermieters, dass er Sie früher aus dem Mietvertrag entlässt. Aufgrund der für Sie unvorhersehbaren Situation kann der Vermieter aber verpflichtet sein, einen von Ihnen vorgeschlagenen und zumutbaren Nachmieter zu akzeptieren.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 16.03.2017 | 21:01

"Aufgrund der für Sie unvorhersehbaren Situation kann der Vermieter aber verpflichtet sein, einen von Ihnen vorgeschlagenen und zumutbaren Nachmieter zu akzeptieren."

Wie könnte ich es gelten lassen? Der Vermieter hat schon einen von mir vorgeschlagenen Nachmieter abgelehnt, aber ich hatte ihn nur namentlich erwähnt, ohne Unterlagen, die seine Eignung bewiesen hätten.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.03.2017 | 06:28

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Der Vermieter ist bei berufsbedingtem Wohnungswechsel des Mieters nach Treu und Glauben (§ 242 BGB) verpflichtet, diesen vorzeitig aus dem Mietverhältnis zu entlassen, wenn mindestens ein geeigneter und zumutbarer Nachmieter angeboten wird (Landgericht Berlin, Urteil vom 19. August 1988 , Az: 29 S 2/88). Daher sollten Sie Ihrem Vermieter den Nachmieter noch einmal unter Beifügung aller wichtigen Unterlagen (Gehaltsnachweise, Mietschuldenfreiheit etc.) schriftlich und nachweisbar vorschlagen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 16.03.2017 | 20:40

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