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Kündigung als Geschäftsführer

| 14.11.2010 12:31 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin Geschäfstführer und Gesellschafter (85%) einer GmbH, die im Oktober Insolvenzantrag stellen musste. Zum 01.11 wurde das Verfahren eröffnet. Insgesamt gibt es zwei Gesellschafter.

Nun will der Inso-Verwalter die Asset´s verkaufen und hat einige Käufer an der Hand, die dazu umfangreiche Unterlagen verlangen.

Wie weit geht meine Pflicht dem Insolvenzverwalter Informationen zu liefern? Die Kaufinteressenten wollen Daten, deren Erstellung mehrere Tage in Anspruch nehmen würden. Diese Daten hat aber der Inso-Verwalter ebenso zugänglich. Er müsste sie zu aufbereiten.
Der §97,1 INSO spricht von Auskunhftspflicht und nicht von Arbeit. Der Satz 2 ist eine m.E. sehr dehnbare Definition.
Macht es für mich Sinn, meinen Arbeitsvertrag als Geschäftsführer fristlos zu kündigen, da ich auch bereits seit Monaten kein Gehalt mehr erhalten habe (wäre dies ja daher auch berechtigt) ?
Wenn es dann keinen GF mehr geben würde - wären dann alle Gesellschafter zur Unterstützung des Inso-Verwalters verpflichtet ?
Danke für eine Ausführung hierzu.
14.11.2010 | 15:50

Antwort

von


(1389)
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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Auch wenn der Insolvenzverwalter für die Insovlenzmasse die Assets verkauft und den Kaufvertrag abschließt, bleiben Sie weiterhin als Geschäftsführer verpflichtet, da Sie auch mit der GmbH i.I. einen bestehenden.

Insoweit haben Sie Ihren Aufgabenbereich als Geschäftsführer zu erfüllen, solange der Dienstvertrag mit der GmbH weiter fortbesteht. Da die GmbH infolge der Insovlenz Ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann, durch die Zahlung der Dienstbezüge, haben Sie die Möglichkeit den bestehenden Dienstvertrag fristlos zu kündigen. Erst dann können auf die Auskunftspflicht nach § 97 InsO verweisen.

Der Insolvenzverwalter ist auch durch die eröffnete Insolvenz nicht Rechtsnachfolger von Ihnen, sondern erlangt eine ihm eigene Rechtsstellung als Verwalter durch den gerichtlichen Bestellungsbeschluss.

Die Rechtsstellung von Ihnen als Geschäftsführer bleibt nach §§ 69 , 35 GmbHG auch in der Abwicklung erhalten, auch wenn Ihnen keine Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis hinsichtlich des Gesellschaftsvermögens mehr zusteht.

Aus meiner Sicht haben Sie daher zwei Möglichkeiten. Sie kündigen den Dienstvertrag gegenüber der GmbH i.I. fristlos und kommen lediglich den Auskunftspflichten nach, so dass der Insovlenzverwalter in der Pflicht ist entsprechende Daten aufzuarbeiten.

Eine weitere Möglichkeit ist, dass Sie sich mit dem Insolvenzverwalter über eine Vergütung für die Bearbeitung der Daten einigen und diese im Rahmen des Dienstvertrages abgerechnet wird.

Daher sollten Sie zunächst mit dem Insolvenzverwalter das Gespräch suchen und versuchen zu ermitteln, ob diese eine Aufwandsentschädigung zahlt.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und stehe im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion weiter zur Verfügung.

Mit besten Grüßen


Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA

Rückfrage vom Fragesteller 14.11.2010 | 21:52

Vielen Dank für die ausführliche Antwort.
Wenn ich kündige, wer ist dann Schuldner, der zur Auskunftsplicht herangezogen werden kann.
Ich meine doch alle Gesellschafter und damit nicht nur ich allein, sondern auch der zweite Gesellschafter, oder ?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 14.11.2010 | 21:58

Wenn kein Geschäftsführer mehr vorhanden ist, sind die Gesellschafter als Eigentümer der insovlenten Gesellschaft in der Pflicht zur Auskunfterteilung und damit auch der Minderheitsgesellschafter.

Mit besten Grüßen

Bewertung des Fragestellers 14.11.2010 | 16:29

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