Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kündigung aber nichts schriftlich erhalten

| 05.01.2015 14:33 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler


Ich habe am 19.12. ganz normal gearbeitet,
danach hatte der Betrieb Betriebsferien bis zum 05.01.
Ich bin in Urlaub gefahren kam am 04.01. wieder heim.
Ich bin am 05.01. zur Arbeit erschienen, sollte aber unverzüglich das Betriebsgelände verlassen, die Kündigung wird mir zugestellt, wurde mir mitgeteilt.
Ich durfte nicht mal meine privaten Gegenstände abholen,
sofort das Gelände verlassen.
Und für die Sachen einen Termin machen.
Zu hause angekommen habe ich die Post bearbeitet und habe gesehen, dass mir Lohnabrechnung und Lohnsteuerjahresmeldung gesendet wurden und dort bereits ein Austritt zum 19.12. hinterlegt war. Ich habe also Gehalt nur bis zum 19.12. erhalten.
Ich habe noch über 20 Urlaubstage und etliche Überstunden und vorallem mir wurde kein Kündigungsgrund mitgeteilt.
Ich arbeite über 3 Jahre in dem Betrieb und habe ein unbefristets Arbeitsverhältnis.
Ich weiß nicht, was ich machen soll.
Ich bin nicht rechtschutz versichert.

Sehr geehrter Fragestellerin,

Sie gehen bitte morgen als erstes zu Ihrem örtlichen Arbeitsamt und melden sich arbeitslos.

Weiter fordern Sie Ihren Arbeitgeber schriftlich per EINWURF (nicht: ÜBERGABEEinschreiben) zur Zahlung des ausstehenden Gehaltes für Dezember auf, das offenbar zum Jahresende fällig war. Setzen Sie eine Frist von zwei Wochen. Bieten Sie zudem ausdrücklich Ihre Arbeitskraft an und fragen nach, wann Sie wieder arbeiten dürfen. Läuft die Zahlungsfrist ergebnislos ab, gehen Sie zum örtlichen Arbeitgericht und fragen nach der Rechtsantragsstelle und lassen dort eine Zahlungsklage bezüglich Ihres Dezembergehaltes protokollieren.

Wenn die Kündigung eingeht, können Sie gegen diese innerhalb einer dreiwöchigen Frist ab Zugang Kündigungsschutzklage erheben. Die Aussichten sind meist gut, wenn das Kündigungsschutzgesetz greift, Ihr Arbeitgeber also in der Regel mehr als zehn Arbeitnehmer ohne Auszubildende beschäftigt. Die Kündigungsfrist dürfte einen Monate zum Monatsende betragen, also bis Ende Februar dauern.

Bezüglich des Urlaus könnte es schwierig werden, da dieser im Urlaubsjahr genommen werden muss. Eine Übertragung ist nur möglich, wenn der Arbeitgeber beantragten Urlaub ablehnt oder Sie den Urlaub krankheitsbedingt nicht nehmen konnten. Ihr Überstundenguthaben muss Ihnen ausbezahlt werden, soweit Ihnen nicht noch Freizeit zwecks Abfeiern der Überstunden im Januar erteilt wird.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 06.01.2015 | 16:54

Ja mein Problem ist nur wie ich mich akut verhalten soll, da ich gestern zum Arzt gegangen bin um was zu bekommen, dass ich mich beruhige. Ich habe dann Tabletten verschrieben bekommen und eine AU.
Heute beim Arbeitsamt konnte ich mich dann nich arbeitsuchend melden weil ich krankgeschrieben bin und die Krankenkasse sagt mir, dass ich zum 19.12 abgemeldet worden bin und somit nicht krankenversichert.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.01.2015 | 17:02

Sehr geehrte Fragestellerin,

es ist richtig, dass Sie nicht arbeitssuchend melden können,wenn Sie krank sind, da Sie ja dann dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen. Dies hatten Sie mir gestern nicht mitgeteilt, so dass ich Sie hieraufs nicht hinweisen konnte.

Sie haben mangels Erhalt einer Kündigung Anspruch auf Lohnfortzahlung gegen Ihren Arbeitgeber, der Sie dann auch bei der Krankenkasse anmelden muss. Hierauf müssen Sie diesen dann notfalls eben verklagen.

Aber auch nach Ende Ihres Arbeitsverhältnisses haben Sie bei andauernder Erkrankung Anspruch auf Krankengeld. Wenden Sie sich insofern an Ihre Krankenkasse. Es ist nicht korrekt, dass Sie aktuell nicht krankenversichert sind.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Scheibeler

Bewertung des Fragestellers 06.01.2015 | 17:25

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Sehr freundlich und hilfreich!
Kann ich jedem nur empfehlen!!"
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 06.01.2015 5/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 69659 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Vielen Dank!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Alles super, danke! ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Ich habe mich sehr gefreut so schnell eine klare Aussage zu erhalten. Diese war für das Gespräch mit dem Nachbarn hilfreich, wir könnten uns problemlos einigen. VIELEN DANK ...
FRAGESTELLER