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Kündigung Werkvertrag durch Besteller vor Baubeginn.

24.08.2021 21:04 |
Preis: 55,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


Hallo...:-)

Meine Frage bezieht sich auf einen Vertrag, der zwischen meiner Firma und einem Kunden nach ausführlicher Beratung und Planung mündlich geschlossen und mehrfach telefonisch bestätigt wurde.
Auch unter Zeugen.
Vertragsgegenstand ist die Neugestaltung einer Außenanlage, für die von uns Pläne und Leistungsverzeichnis erstellt wurden.
Der Kunde hat Angebot und Vorauszahlung akzeptiert, alles zum Baubeginn vorbereitet und am Telefon unter Zeugen die Materialbestellung beauftragt mit dem Hinweis, dass in Wochenfrist der Vorkassebetrag bei uns eingehen würde.
Baubeginn wäre jederzeit möglich, lediglich wegen Strom und Wasser sollte einen Tag vorher informiert werden dass wir kommen.
Es handelt sich um ein Volumen von rund 40000€, was für eine 3-Mann Firma unter guten Voraussetzungen gute 6 Wochen Arbeit bedeutet.
Eigentlicher Baubeginn war geplant für Anfang / Mitte September, d.h das letzte größere Projekt vor dem Winter und auch ein guter Teil des Polsters das je nach Witterung über den Jahreswechsel gebraucht wird. ( Fertigstellung Ende Oktober/ Anfang November ).
Der Kunde hat den Vertrag ohne Angabe wichtiger Gründe gekündigt.
Für uns ist das erst einmal eine wirkliche Katastrophe, da wir wohl ab in 2-3 Wochen eine wesentlich dünnere Einnahmesituation haben werden als eingeplant.
Und ich habe auch nicht vor die Kündigung in dieser Form zu akzeptieren, da der Kunde offensichtlich davon ausgeht , dass er gar keinen wirklichen Vertrag geschlossen hat, da nichts unterschrieben wurde.
Was habe ich für Möglichkeiten mit der Situation umzugehen?

24.08.2021 | 23:03

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

gemäß § 648 BGB kann der Besteller leider durchaus jederzeit, also auch vor Beginn der Arbeiten kündigen. Allerdings können Sie im Gegenzug 5 % der Vergütung verlangen.

Grundsätzlich können Sie 100 % verlangen, müssen sich aber die ersparte Aufwendung anrechnen lassen. Da das oft sehr schwierig ist, vermutet das Gesetz, dass nach der Anrechnung eben jene 5 % übrig bleiben.

Das Hauptproblem ist aber, die vereinbarten Leistungen und den vereinbarten Preis zu beweisen. Wenn Sie nur die vereinbarten Leistungen beweisen können, müßten Sie die marktüblichen Preise zugrunde liegen

Bitte nutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen,
Robert Weber
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 24.08.2021 | 23:12

Vielen Dank für Ihre Einschätzung...

Der Kunde hat den Auftrag auf Basis eines detaillierten Angebotes erteilt und von uns eine Auftragsbestätigung
erhalten. Leistungen, Positionen, Einzel und Gesamtpreis waren detailliert enthalten.
Sehe ich das richtig, dass nach Abzug der ersparten Aufwendungen im Prinzip der kalkulierte Gewinn des Auftrages als Forderung übrig bleibt ?.


Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 25.08.2021 | 11:14

Sehr geehrter Ratsuchender,

das ist grundsätzlich korrekt. Der Teufel steckt aber im Detail, d.h. Sie müssen die ersparten Aufwendungen nachweisen, die Gegenseite kann dann den Gegenbeweis antreten. Das artet schnell in aufwendige Gutachterschlachten aus, bei dem dann die Prozeßkosten höher sind als der Gewinn. Ich empfehle daher dringend, gleich von Anfang an einen fachkundigen Anwalt einzuschalten, gerade bei der Forderungshöhe, um teure Mißverständnisse/Fehler zu vermeiden.

Mit freundlichen Grüßen,
Robert Weber
Rechtsanwalt

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