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Kündigung / Urlaub verweigert

08.07.2015 18:30 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


19:56

Zusammenfassung:

Abgeltung von Urlaubsansprüchen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses in der zweiten Jahreshälfte infolge Kündigung

Hallo zusammen,

folgender Sachverhalt steht zur Debatte.

Ich habe am 27. Juni ordentlich und fristgerecht zum 31.07 gekündigt. Angefangen habe ich in der Firma im Jahre 2012.

Vertraglich vereinbart im AV sind 30 Urlaubstage.

Bisher habe ich davon 18 genommen.

Als ich heute meinen Urlaubsantrag für den Resturlaub (12 Tage) abgesendet habe, bekam ich die Antwort, dass der Urlaub mit den 18 Tagen bereits abgegolten sei.

Darauf hin schaute ich in meinen Arbeitsvertrag.
Dort steht wort wörtlich:

"Der kalenderjährlich zu gewährende Urlaub beträgt 30 Arbeitstage.Im Kalenderjahr des Beginns und des Endes des Arbeitsverhältnisses wird für jeden Monat, in dem das AV mindestens 15 Kalendertage bestandet hat, 1/12 des Jahresurlaubes gewährt."


Ich bräuchte jetzt mal einen Rat zur Rechtslage und auch ob mir der volle Urlaub (30 Tage) oder nur der gesetzliche Mindesturlaub zusteht...

Desweiteren würde ich gerne wissen, wie ich denn die Lage recht schnell lösen könnte (Urlaubsantritt wäre Ende nächster Woche und wie die Erfolgsaussichten stehen.

Vielen Dank

08.07.2015 | 19:39

Antwort

von


(1778)
Marktstraße 17/19
70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Antwort, dass der Urlaub mit den 18 Tagen bereits abgegolten sei, ist so nicht richtig, wenn man in das Bundesurlaubsgesetz sieht, § 7 Abs. 4:
"Kann der [vertragliche gewährte] Urlaub wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses ganz oder teilweise nicht mehr gewährt werden, so ist er abzugelten."

§ 11 bestimmt das dafür maßgebliche, auszurechende Urlaubsentgelt

"(1) Das Urlaubsentgelt bemisst sich nach dem durchschnittlichen Arbeitsverdienst, das der Arbeitnehmer in den letzten dreizehn Wochen vor dem Beginn des Urlaubs erhalten hat, mit Ausnahme des zusätzlich für Überstunden gezahlten Arbeitsverdienstes. Bei Verdiensterhöhungen nicht nur vorübergehender Natur, die während des Berechnungszeitraums oder des Urlaubs eintreten, ist von dem erhöhten Verdienst auszugehen.
Verdienstkürzungen, die im Berechnungszeitraum infolge von Kurzarbeit, Arbeitsausfällen oder unverschuldeter Arbeitsversäumnis eintreten, bleiben für die Berechnung des Urlaubsentgelts außer Betracht."

Aber § 5 Teilurlaub berücksichtigt das Ausscheiden nämlich nur für die erste Jahreshälfte:

"(1) Anspruch auf ein Zwölftel des Jahresurlaubs für jeden vollen Monat des Bestehens des Arbeitsverhältnisses hat der Arbeitnehmer

c)
wenn er nach erfüllter Wartezeit in der ersten Hälfte eines Kalenderjahrs aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet."

Hier endet aber das Arbeitsverhältnis erst nach sieben Monaten, womit der volle Urlaubsanspruch erworben wird.

Hier kommt somit eine bezahlte Freistellung zur Urlaubsabgeltung oder eine finanzielle Urlaubsabgeltung in Betracht, was ich einfordern würde.

Abweichungen sind nur in einem Tarifvertrag möglich.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Rückfrage vom Fragesteller 08.07.2015 | 19:45

Vielen Dank für die Nachricht,

bedeutet das, dass mir die 12 Tage Urlaub (die ich dringend brauche) noch zustehen und ich meinen Anwalt beauftragen kann, ein Schreiben an meinen Arbeitgeber zu schicken und den Urlub nochmals zu beantragen?

Vielen Dank

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 08.07.2015 | 19:56

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage möchte ich Ihnen gerne wie folgt beantworten:

Ja, das ist richtig, die 12 Tage stehen Ihnen noch zu - als Urlaubstage oder zur Abgeltung. Ihr Anwalt kann das geltend machen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg, Rechtsanwalt

ANTWORT VON

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