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Kündigung / Sperrfrist ALG I

| 07.03.2014 07:44 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


13:44
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich arbeite seit fast einem Jahr in einem neuen Betrieb. Ich habe mich dort auf eine anspruchsvolle Stelle, die auch implizit die Leitung von Projekten u. ä. einschließt, beworben. Obwohl ich in genau dem gleichen Bereich seit etwa acht Jahren Berufserfahrung habe, wird von mir erwartet, dass ich noch mal ganz von vorne anfange, bevor ich "gehobene" Aufgaben ausführen darf.

Mittlerweile spitzt sich die Lage zu und ich bekomme jeden Tag mehr und mehr Aufgaben, die meiner Qualifikation nicht entsprechen. Und das wird mir auch noch so verkauft, als müsste ich begeistert darüber sein sollte, wieviel man mir zutraut.

Ich bin mir sicher, dass ein Kollege gegen mich interveniert hat, indem er meine Leistungen untergraben oder verdreht hat. Leider kann ich das nicht beweisen.

Da ich mittlerweile kaum noch Gespräche führen kann, ohne in Tränen auszubrechen, ich kaum noch schlafe, weil sich mir der Kopf dreht und um einer Kündigung meines Arbeitsgebers zuvorzukommen, überlege ich selber zu kündigen. Nun stellt sich mir aber die Frage, wie es mit einer Sperrfrist beim Arbeitslosengeld aussieht. Ich habe in Erinnerung, dass es sich um bis zu drei Monaten handeln kann, diese aber ab dem Zeitpunkt gelten, zu dem ich mich arbeitslos, -suchend melde.

Außerdem habe ich gelesen, dass es gewichtige Gründe gäbe, selber zu kündigen. Allerdings war ich noch nicht beim Arzt, sodass ich keine Atteste o. ä. vorweisen kann - obwohl es mir sehr schlecht geht.

Ich wäre sehr dankbar für Beratung, vielen Dank!

Schöne Grüße
07.03.2014 | 08:48

Antwort

von


(2734)
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Sehr geehrte Fragestellerin,

nach § 144 Sozialgesetzbuch III ruht der Anspruch auf Arbeitslosengeld für die Dauer einer Sperrfrist, wenn der Arbeitslose das Beschäftigungsverhältnis gelöst oder durch ein arbeitsvertragswidriges Verhalten Anlaß für die Lösung des Beschäftigungsverhältnisses gegeben und hat er dadurch vorsätzlich oder grob fahrlässig die Arbeitslosigkeit herbeigeführt (Sperrzeit wegen Arbeitsaufgabe).

Bei einer Eigenkündigung des Arbeitnehmers wird regelmäßig keine Sperrzeit verhängt, wenn die Arbeit unerträglich ist und der Arbeitgeber nichts dagegen unternimmt (Landessozialgericht Rheinland-Pfalz - L 1 AL 110/00 ).

Sie sollten daher zur Vorbereitung sich nunmehr ärztliche Hilfesuchen und sich entsprechende Atteste ausstellen lassen und auch gleich Kontakt mit der Arbeitslosenagentur suchen und die Situation schildern.

Eine dann auf den Umständen beruhende Eigenkündigung hätte keine Sperrwirkung zur Folge, wenn dieses medizinisch belegt ist und Sie sonst arbeitsunfähig erkrankt wären oder dies eine ernsthafte psychische Gefahr für Sie darstellt.

Wichtig ist dabei nur, dass Sie dies ärztlich belegen können und bereits jetzt den Kontakt zur Agentur aufsuchen.

Bei weiteren Fragen stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 08.03.2014 | 09:19

Sehr geehrter Herr Hoffmeyer,

vielen Dank für die schnelle Antwort und Ihre Hilfe. Eine Frage haben Sie mir aber nicht beantwortet:

Ich habe in Erinnerung, dass es sich um bis zu drei Monaten handeln kann, diese aber ab dem Zeitpunkt gelten, zu dem ich mich arbeitslos, -suchend melde. Ist das so richtig? Heißt das beispielsweise, wenn ich eine Kündigungsfrist von einem halben Jahr habe und gleichzeitig kündige und mich beim Arbeitsamt melde, dass dann die Sperrfrist quasi drei Monate vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses abgelaufen ist?

Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Schöne Grüße

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 08.03.2014 | 13:44

Sehr geehrte Fragestellerin,

die Sperrfristen beschreiben den Zeitraum des Leistungserhaltes.

Die Sperrzeit entfällt vollständig auf die Zeit des Arbeitslosengeldbezuges unabhängig davon wann Sie kündigen und wie lange die Kündigungsfrist andauert.

Sie würden daher im schlimmsten Fall die ersten drei Monate kein Arbeitslosengeld bekommen.

Bei weiteren Fragen schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin bei kostenfreien Nachfragen zur Verfügung stehen möchte.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 11.03.2014 | 08:17

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Dennoch wurden alle Fragen beantwortet und ich habe mir Herrn Hoffmeyer direkt mal in mein Adressbuch gespeichert, damit ich einen Namen parat habe, wenn ich Hilfe brauche."
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 11.03.2014
4,6/5,0

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