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Kündigung Schulisches Ausbildungsverhältnis

14.03.2018 15:42 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christoph M. Huppertz


Sehr geehrte Damen und Herren,
Meiner Tochter wurde heute die Kündigung ihrer Schulischen Ausbildung zum Erzieher überreicht.

original Text ,ich zitiere:
im Ramen Ihrer Ausbildung zur Staatlich anerkannten Erzieherin führten sie das erste Blockpraktikum im Hort der...Schule durch.Dieses wurde mit der Note mangelhaft bewertet.
Die Beurteilung attestiert keine Eignung für den Beruf.

Laut FSO§198(3) endet das Schulverhältnis wenn sich die persönliche Nichteignung(...) zur Ausübung
des Berufes ergibt.

Soweit der Originaltext der Schulleiterin

Da ich der Meinung bin das unberechtigt ist bitte ich um Prüfung(es lag auch keine Auffälligkeiten im Verhalten oder Verweigerung meiner Tochter zu irgendeiner Tätigkeit vor.
mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Fragen beantworte ich Ihnen unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes gerne wie folgt:


Es geht hier offenbar um § 19 (nicht 198) Abs. 3 FSO. Dieser lautet:

"Das Schulverhältnis im Fachbereich Sozialwesen endet auch durch schriftlichen Bescheid des Schulleiters
über den Ausschluss von der Schule, wenn sich der Schüler während der Ausbildung eines Verhaltens schuldig
gemacht hat, aus dem sich die persönliche Nichteignung und die Unzuverlässigkeit zur Ausübung des Berufs
ergibt."

Sodann wird auf § 9 Abs. 1 S. 2 FSO verwiesen. Dieser lautet:

"Die Aufnahme ist auch zu versagen, wenn der Bewerber die Aufnahme an der Fachschule im Fachbereich
Sozialwesen beantragt hat und auf Grund einer rechtskräftigen Verurteilung wegen einer vorsätzlichen Straftat
oder aus einem sonstigen personenbezogenen Grund für den angestrebten Beruf nicht geeignet erscheint."


Es muss also ein ganz erhebliches Fehlverhalten vorgelegen haben, welches zumindest mit den sonstigen Ausschlussgründen (wie etwa eine rechtskräftige Verurteilung wegen einer Straftat, Suchterkrankung) vergleichbar ist.

Eine bloß schlechte Leistung beim Praktukum ist kein Grund für einen Ausschluss.

Dies ergibt sich auch daraus, dass für den Fall die Wiederholung des Praktikums vorgesehen ist, § 57 Abs. 2 FSO.


Ohne die Beurteilung im Einzelnen zu kennen und ohne zu wissen, ob und was tatsächlich während des Praktikums vorgefallen ist, kann nicht abschließend beurteilt werden, ob ein Ausschlussgrund vorliegt.


Es kann förmlich Widerspruch erhoben werden.

Dies muss innerhalb eines Monats, nachdem der Bescheid zugestellt worden ist, passieren.

Gleichzeitig sollte Akteneinsicht gefordert werden. Anschließend kann entschieden werden, ob der Widerspruch zurückgenommen oder aufrecht erhalten und begründet wird.



Ich hoffe, Ihnen geholfen und einen guten ersten Überblick verschafft zu haben. Hierzu dient diese Plattform. Eine Einzelfalltätigkeit kann und will dieser Beitrag natürlich nicht ersetzen.

Für Ihre Interessenvertretung stehe ich auf Wunsch gerne zur Verfügung.



Mit freundlichem Gruß


Rechtsanwalt Christoph M. Huppertz

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