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Kündigung Probeabonnement


| 01.03.2007 23:58 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



Hallo!

Ich habe im August ein Probe-Abo einer wissenschaftlichen Zeitschrift (Jahresabo-Preis 300 EUR, also recht teuer) bestellt. In dem sehr übersichtlichen Formular waren die "AGBs" wie folgt formuliert: "Ja, bitte senden Sie mir kostenlos die nächsten 3 Ausgaben von ... zum Testen. Sollte ich von der Zeitschrift nicht überzeugt sein, teile ich Ihnen dies innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt des 3. Heftes mit. Wenn ich die Zeitschrift weiterlesen möchte, brauche ich nichts zu tun und erhalte die Zeitschrift zum Preis von .... für mindestens 1 Jahr..."
Unter der Zeile mit der Unterschrift des Bestellers waren sowohl die Postadresse, als auch eine Telefonnummer und eine Email-Adresse angegeben (beginnend mit "subscriptions@...").
Nach Erhalt der dritten Ausgabe habe ich fristgerecht gekündigt, allerdings nur per Email (an die angegebene Adresse). Daraufhin passierte eine Weile erstmal gar nichts, ich hatte allerdings auch zuvor die Ausgaben kommentarlos, ohne jedes persönliche Anschreiben o.ä., in meinem Briefkasten vorgefunden. Vor einigen Tagen hatte ich natürlich die neueste Ausgabe der Zeitschrift im Briefkasten und einen Tag später die Rechnung für ein Jahresabonnement.
Meine Fragen:
- Ist eine Kündigung per Email ausreichend oder nicht (insbesondere, da keine Form vorgegeben war - oder gilt gerade dann nur die Briefform)?
- Oder liegt das Problem bei der Kündigung per Email vor allem in der fehlenden Beweisbarkeit der Zustellung (habe aber keine Fehlermeldung meines Email-Programms erhalten)?
- Schlicht und einfach: Kann ich noch irgendetwas tun, um "mit Recht" dem Jahresabo zu entkommen? (Oder kann ich nur noch versuchen, die Mitleidskarte zu spielen - bin finanziell überfordert...)?

Vielen Dank für Ihre Bemühungen!

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Sehr geehrte Fragestellerin,

auch die Kündigung per E-Mail dürfte in Ihrem Fall ausreichend gewesen sein. Grundsätzlich ist - bis auf einige Ausnahmen, zum Beispiel bei der Kündigung eines Arbeitsverhältnisses, - die Kündigung formlos möglich, also auch und erst recht per E-Mail. In Ihrem Fall war die E-Mail-Adresse sogar explizit als Kontaktmöglichkeit angegeben. Etwas anderes würde nur gelten, wenn in den AGB´s ausdrücklich eine bestimmte Form der Kündigung (z.B. Schriftform) vorgesehen war. Sie sollen daher die AGB´s nochmals genau daraufhin überprüfen.

Das Problem liegt damit - wie Sie schon richtig mutmaßen - bei der Zustellung der Kündigung per E-Mail bzw. deren Beweisbarkeit. Das Ihr E-Mail-Programm keine Fehlermeldung gesendet hat, ist als solches ein kaum ausreichendes Indiz, wenn sich der Verlag auf den Standpunkt stellt, die E-Mail nie empfangen zu haben. Es ist derzeit noch umstritten, welchen Beweiswert E-Mails bzw. dafür genutzte Programme haben, wiewohl die Rechtsprechung den Beweiswert eher kritisch sieht.

Mein Rat: Setzen Sie sich (am besten telefonisch, sonst per Schreiben) unverzüglich mit dem Verlag in Verbindung und erläutern Sie die Sachlage und Ihr Anliegen. Machen Sie von Anfang an und unmißverständlich deutlich, dass Sie die Kündigungs-E-Mail korrekt abgesendet haben und das es sich eigentlich nur um einen Fehler des Verlages handeln kann. Es besteht dann eine reelle Chance, dass der Verlag (zumindest aus Kulanz) auf Ihr Ansinnen eingeht. Möglicherweise löst sich das Problem sogar auf. Die "Mitleidskarte" können Sie daneben zusätzlich ausspielen.

In Zukunft sollten Sie neben der E-Mail zumindest noch einen "Kontrollanruf" tätigen, um den Zugang sicherzustellen. Sich allein auf den Zugang (o. Inhalt) einer E-Mail zu verlassen, ist bei derzeitigem Beweiswert dieser Kommunikationsform gefährlich.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Eindruck vermitteln.

Soweit aus dem Bereich www.frag-einen-anwalt.de heraus eine Kontaktaufnahme an mich persönlich gewünscht ist, bitte ich zunächst ausschließlich um Kontakt per E-Mail.

Mit freundlichen Grüßen

Schneider
Rechtsanwalt
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