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Kündigung Mietvertrag durch den Vermieter

| 11.06.2019 11:52 |
Preis: 30,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn


Guten Tag,
wir haben im August 2018 ein Haus gemietet zum Preis von 400 €.
Hinzu kommen vierteljährlich noch eine Zahlung von rund 150 € für den Abgabenbescheid der Gemeinde, und einmal jährlich noch 175 € für die Müllabfuhr. Wir gingen davpn aus, das somit alle Kosten in der Miete enthalten sind.
Da die Elektrik seit Okt. 2018 nicht mehr überall intakt ist, haben wir die Miete mit Einverständnis des Vermieters seit Jan. 2019 auf 370 € reduziert.
In der letzten Woche erhielten wir einen Anruf des Vermieters, der uns mitteilte, dass er zwei Versicherungen für das Haus abgeschlossen hat, und wir sollten jetzt den Betrag von insgesamt rund 300 € überweisen.
Ich teilte dem Vermieter mit, dass wir das Geld jetzt nicht zur Verfügung haben, und wir den Betrag gerne auf eine monatliche Zahlung umrechnen würden. Außerdem gibt es den gleichen Vertrag wesentlich günstiger bei einem anderen Anbieter.
Daraufhin erhielten wir die Kündigung des Mietvertrages zum 31.12.2019, mit der Begründung, dass das Haus verkauft werden soll.
Ich habe dazu folgende Fragen:
1. Ist die Kündigung rechtens
2. Müssen wir dagegen Einspruch erheben
3. Sollen wir von uns aus die umgerechneten monatlichen Beträge für
die Versicherung zahlen, der Vermieter hat sich hierzu nicht geäußert
4. Wenn wir vor Ablauf der Kündigungsfrist eine neue Wohnung finden,
müssen wir dann kündigen, damit wir die Miete nicht bis Dezember
zahlen müssen
5. Momentan sind Wohnungen ja recht teuer. Kann der
Vermieter uns am 31.12.2019 vor die Tür setzen, wenn wir bis dahin
keine bezahlbare Wohnung gefunden haben. Wir sind beide Rentner!
Es würde uns sehr freuen, wenn Sie uns weiterhelfen können.
Vielen Dank.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vorbehaltlich einer genaueren Prüfung des Kündigungsschreibens ist die Kündigung nicht rechtmäßig, wenn nicht ersichtlichen ist,
dass "der Vermieter durch die Fortsetzung des Mietverhältnisses an einer angemessenen wirtschaftlichen Verwertung des Grundstücks gehindert [ist] und dadurch erhebliche Nachteile erleiden würde" (§ 573 Abs. 2 Nr. 3 Halbsatz 1 BGB ).
Es genügt nicht, dass der Kaufpreis unvermietet höher ist als vermietet.

Sicherheitshalber sollten Sie der Kündigung widersprechen.

Ob Sie die Versicherungsbeiträge zahlen müssen, hängt von der vertraglichen Regelung ab.

Sie müssten selbst kündigen, wenn Sie vor Ablauf der Kündigung eine neue Wohnung finden.

Der Vermieter kann Sie nicht einfach "vor die Tür setzen", sondern müsste Sie auf Räumung der Wohnung verklagen.

Nutzen Sie bitte bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 11.06.2019 | 18:44

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