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Kündigung Mietverhältnis durch Vermieter

23.03.2015 21:31 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Dratwa


Nachdem ich zunächst alleine in eine 2,5 Zimmer-Wohnung mit 48 qm eingezogen bin, wollten mein Freund und ich 3 Monate später in dieser Wohnung zusammenziehen. Der Vertrag wurde von mir allein geschlossen, nur ich stehe im Vertrag. Ich sprach meinen Vermieter mündlich auf meine Absicht an, meinen Freund mit in die Wohnung aufzunehmen. Er reagierte zunächst zurückhaltend, ließ sich einige Tage mit der Antwort Zeit und betonte dann, dass die Wohung nur für 1 Person geeignet sei (steht nicht im Vertrag!) und seine Frau, seine Familie, sein Steuerberater und sein Architekt dagegen seien, dass mein Freund mit einzieht.
Da wir der Auffassung sind, das es rechtlich in Ordnung ist, wenn ich meinen Lebensgefährten trotzdem in die Wohnung mit aufnehme, zog er 3 Monate nach Begründung des Mietverhältnisses mit ein. Wir haben daraufhin mehrfach versucht, ein Gespräch mit meinem Vermieter zu führen, leider war er nicht zu einem ordentlichen Gespräch bereit. Mein Vermieter brachte nur mehrmals durch Ansprechen im Treppenhaus zum Ausdruck, dass er das nicht dulden würde, und sandte mir schließlich per Anwalt eine Abmahnung mit einer Frist, bis zu der mein Freund ausziehen sollte. Da ich Mitglied im Mieterverein bin, holte ich mir zunächst dort Rat. Der Mieterverein sandte einen Widerspruch an meinen Vermieter, dann hörten wir einige Zeit (ca. 6 Wochen) nichts. Nun habe ich die fristlose Kündigung, verbunden mit einigen Anschuldigungen, die sich auch § 543 Abs. 1 und § 569 Abs. 2 stützt. Ich habe die entsprechenden §§ im Internet recherchiert. Außerdem werden mir Anwaltskosten in Höhe von 492 € in Rechnung gestellt. Ich möchte aus der Wohnung ausziehen, da ich unter diesen Umständen nicht länger mit dem Vermieter im gleichen Haus sein möchte, aber warum ich auch noch seine Anwaltskosten zahlen soll, sehe ich nicht ein. Nun meine Frage: Reicht das als Kündigungsgrund und kann ich (als Privatperson) der per Anwalt mitgeteilten Kündigung mit Aussicht auf Erfolg widersprechen?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Frage.

Ein Grund für eine fristlose Kündigung des Mietvertrages ist für mich nicht erkennbar, Ihnen steht das Recht zu, Ihren Lebensgefährten in die Wohnung aufzunehmen, eine Überbelegung der Wohnung liegt bei zwei Personen und 48 qm Wohnungsgröße nicht vor.

Sie sollten der Kündigung widersprechen und Fortsetzung des Mietverhältnisses verlangen, kündigen können Sie alsdann immer noch. Die Anwaltsgebühren müssen Sie mangels gerechtfertigter Kündigung nicht zahlen.


Mit freundlichem Gruß

Peter Dratwa

Rechtsanwalt

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