Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kündigung Immobilienkredit aufgrund Schufanegativeintrag

16.10.2012 19:34 |
Preis: ***,00 € |

Zwangsvollstreckung, Zwangsversteigerung


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Steidel


Sachlage: in meiner Schufa ist seit einigen Tagen folgender Eintrag(Negativ) vermerkt:

Debeka Immobilienkredit in Höhe von xxxxxx,-€
Abwilcklungskonto
Saldo tituliert
Saldo Fälligstellung

Dies sieht für mich aus, als wenn der Immobilienkredit gekündigt wurde. Leider habe ich dazu keinerlei Schreiben der Debeka erhalten.
Ich kann mir den Umstand der Kündigung nur wie folgt erklären. Es existieren seit einigen Wochen 2 Negativeinträge in der Schufa (je ein Haftbefehl) welche allerdings nicht rechtens sind. Gegen diese bin ich bereits vorgegangen. Das erste Schreiben des zuständigen Amtsgerichts (Löschung des Haftbefehls) liegt mir bereits vor, das zweite steht leider noch aus.

Mich würde nun interessieren, ob die Bank / Bausparkasse einfach ohne Ankündigung so verfahren darf, oder aber ob es einer ordentlichen Kündigung mit entsprechender Frist bedarf ?

Vielen Dank

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Rechtmäßigkeit der Datenübermittlung an Auskunfteien, wie die SChufa, richtet sich nach § 28 a BDSG.

Danach kann eine Übermittlung von Daten erfolgen, wenn eine geschuldete Leistung trotz Fälligkeit nicht erbracht wurde und die Forderung tituliert oder etwa ein Darlehensvertrag wegen Zahlungverzugs fristlos gekündigt worden ist und der Schuldner auf die Möglichkeit einer Datenübermittlung unterrichtet hat.

In Ihrem Fall beinhaltet der Schufa- Eintrag den Hinweis, dass der Schuldsaldo tituliert ist. Es müsste also bereits ein Urteil oder etwa ein Vollstreckungsbescheid gegen Sie geben. Sofern Ihnen davon nichts bekannt ist, sollten Sie die Hintergründe dringend über die Debeka in Erfahrung bringen. Liegt tatsächlich ein Titel vor, so müssen Sie diesen anfechten. Erst nach erfolgreicher Anfechtung könnten Sie die Löschung des Eintrages verlangen.

Liegt hingegen kein Titel vor, so müsste die Debeka den Darlehensvertrag zunächst wegen Verzuges kündigen und die Datenübermittlung zuvor ankündigen. Dies folgt aus § 28a I Ziff.5 BDSG. Ist dies nicht geschehen, so können Sie die Löschung des Eintrages verlangen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Sascha Steidel, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 17.10.2012 | 19:23

Vielen Dank für Ihre schnelle und fundierte Antwort. Was mich noch interessieren würde, ist ob es rechtens ist im Hinblick auf den Schufaeintrag, wenn sich herausstellt, dass die Titulierung der Forderung zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt, als die Meldung an die Schufa, sprich genügt hierbei die Absicht der Debeka um diese Meldung an die Schufa abzugeben oder muss der Titulierung auch tatsächlich vorhanden sein.

Vielen Dank, ich hoffe ich habe mich nicht zu umstädlich ausgedrückt.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.10.2012 | 09:21

Wenn die Datenübermittlung an die Schufa mit der Titulierung der Forderung begründet wurde, dann musste der Titel auch bereits vorliegen und nicht erst beantragt worden sein.

Ggf. hat Sie die Gläubigerin aber auf den Verzug und den Eintrag nach Ziff.5 der Vorschrift gestützt.

Sofern der Titel nun vorliegt, bringt es auch bedauerlicherweise nichts mehr, zu fragen, ob die Datenübermittlung zuvor rechtmäßig war.

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 71458 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ja war alles sehr gut, danke ! ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
Die Antwort auf meine Frage war kompetent und schnell. Mein Gegner ist weiterhin bockig und will die Rechtslage nicht wahrhaben. Da wäre noch ein Verweis auf einen Gesetzestext oder Paragrafen hilfreich gewesen. Bin aber trotzdem ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Der Anwalt war hilfsbereit, hat schnell und detailliert geantwortet und war sehr freundlich. ...
FRAGESTELLER