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Kündigung Hypothekendarlehen

| 10.04.2013 13:18 |
Preis: ***,00 € |

Kredite


Sehr geehrter Anwalt,
Ich habe 2001 eine Immobilie zur Vermietung gekauft. Es wurden für das Darlehen 2 Kredite aufgenommen, die erste Zinsbindung ist nach 10 Jahren abgelaufen. Das Darlehen ist durch eine LV teilweise abgesichert. Aufgrund der allgemeinen Wirtschaftlichen Lage, auch der Zinshöhen denke ich darüber nach, die LV zu kündigen und ein Darlehen abzulösen. Bisher war die LV an die Bank abgetreten, es war ein Kampf diese freizubekommen, obwohl die Bank die Whg. als Sicherheit hat.Endlich habe ich es geschafft. Nach nochmaliger Rückfrage bei der Bank ob ich die LV zur Ablöse des einen Darlehens nehmen kann wurde verneint. Diese Schweinepriester, Entschuldigung was anderes fällt mir hierzu nicht ein! Denn aufgrund zwischenzeitlicher Eigenrecherche -bitte korrigieren Sie mich- ist mir bekannt, dass ich aufgrund Paragraph 489, Abs.1 Nr.2 BGB ein Sondertilgungsrecht habe,da die Sollzinsbindung über die Dauer von 10 Jahren hinausgeht. nach diesem Zeitpunkt steht mir mit einer Kündigungsfrist von 6 Monaten ohne Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädiging zu.
Frage
1. ist dies richtig?
2. dann könnte ich nach Kündigung meiner LV einen Kredit tilgen und die Konditionen für den zweiten bei dieser oder einer anderen Bank neu verhandeln? Wobei ich sagen muss, dass ich mich von dieser Bank hinters Licht geführt vorkomme.
Was meinen Sie!
Bitte um die Antwort eines Fachanwalts für dieses Thema, gerne im Umkreis von 250km falls es zu einer Klage meinerseits kommt, wenn die Bank meine Gründe für die Kündigung nicht akzeptiert.
Danke! PS alias Sonnenengel

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


1)
Ich gehe bei der Beantwortung der Frage davon aus, dass es sich um ein Darlehen mit einer Festverzinsung über einen bestimmten Zeitraum handelt und dieser Zeitraum abgelaufen ist. In diesem Fall ist § 489 BGB überhaupt erst anwendbar.

Weitere Voraussetzung des § 489 Nr. 1 BGB ist, dass es sich um einen Darlehensvertrag handelt, bei dem das Ende der Sollzinsbindung vor dem Rückzahlungstermin endet. Der Rückzahlungstermin endet wiederum mit dem Ende der Vertragslaufzeit.
Nach § 489 Nr. 1 BGB steht Ihnen bei Vorliegen der Voraussetzungen ein Kündigungsrecht nach Ablauf der der Sollzinsbindung zu. Die Frist beträgt einen Monat.

Nach § 489 Nr. 2 BGB kann nach Ablauf von zehn Jahren tatsächlich die Kündigung erklärt werden. In diesem Fall haben Sie das Recht, den Kredit nach 10 Jahren teilweise oder vollständig zu tilgen. Hier beträgt die Frist sechs Monate.

Die teilweise Tilgung ist bei festverzinsten Darlehen jedoch nur dann möglich, wenn ein Sondertilgungsrecht vertraglich vereinbart wurde.

Die Tilgung der Gesamtsumme kann hingegen nicht vertraglich ausgeschlossen werden.

Die Bank darf die Kündigung auch nicht auf andere Weise zu erschweren. Aus diesem Grunde kann von der Bank keine Vorfälligkeitsentschädigung verlangt werden.

Ihnen steht demnach nach beiden Varianten ein Kündigungsrecht zu, wobei aber die Kündigungsfristen zu beachten sind. Kündigen Sie also nach § 489 Nr. 1 BGB, muss der Bank die Kündigung zum 31.05.2013 spätestens zum 30.04.2013 zugehen.

2)
Nach der Ausübung dieses Rechts können Sie dann einen zinsgünstigeren Vertrag vereinbaren bzw. den Kredit ablösen. Der Restbetrag wird mit Kündigung fällig. Daher müssen Sie bereits im Vorfeld die entsprechende Summe bereithalten können. Beachten Sie in diesem Zusammenhang auch die Kündigungsfristen der LV.

Sollte eine weitere Vertretung notwendig werden, können sich gerne an mich wenden. Die Entfernung steht dem nicht entegegen. Kontaktieren Sie mich einfach unter meiner E-Mail-.Adresse.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
André Meyer, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 10.04.2013 | 18:52

Sehr geehrter Herr Meyer,
Danke für die Antwort!
Wie ich bereits erwähnte ist die erste Zinsfestschreibung ist 2010/2011 abgelaufen nach 10 Jahren, bin gerade In Urlaub und kann es nicht genau sagen. Es wurde ein Folgekreditvertrag vereinbart, 1. ein Kredit läuft bis 2017 2. der zweite Kredit läuft bis 2020. Bitte beachten Sie, dass die komplette Auszahlung der Gesamtsumme in 2000/2001 erfolgte und dies ist mehr als 10 Jahre her. Soweit ich dies aufgrund meiner Recherchen richtig verstanden habe spielt hier bei der Kündigung auch eine Rolle, wann die komplette Kreditsumme ausbezahlt wurde? Die Sollzinsfestschreibung endet somit nicht vor dem Rückzahlungstermin! Hier würde dann ggf, Fall 2 mit der 6 monatigen Kündigungsfrist gelten. Bei beiden Darlehen gibt es ein Sondertilgungsrecht , einmal in Höhe von 10.000 Euro pro Jahr und einmal in Höhe von 8.000 Euro. Die Kündigungsfrist der LV habe ich erfragt, und dies könnte ich dann mit der Kündigung steuern. ich hoffe, dass Ihre Aussage nun nachwies vor gilt und ich mit einer 6 monatigen Frist kündigen könnte. In Erwartung Ihrer schnellen Rückantwort verbleibe ich mit freundlichem Gruss PS alias sonnenengel

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.04.2013 | 08:49

Sehr geehrte Fragestellerin,

aufgrund der weiteren Angaben gehe ich nun davon aus, dass Sie mit Ihrer Bank bereits eine Anschlussfinanzierung zu neuen Zinskonditionen samt Zinsfestschreibung vereinbart haben (Prolongation).

Diese Fälle werden in § 489 Abs. 1 Nr. 2, 2. Halbsatz BGB geregelt. Liegt eine solche Prolongationsvereinbarung bei Ihnen vor, begann die 10-Jahres-Frist von deren Abschluss an neu zu laufen. Demnach hätte die Bank mit Ihrer Behauptung bedauerlicherweise recht.

Da in diesem Rahmen nur eine einmalige Nachfrage möglich ist, biete ich Ihnen gerne die Gelegenheit, den Sachverhalt bei Anlass, weiter klarzustellen.

Mit freundlichen Grüßen,

A. Meyer

Bewertung des Fragestellers 13.04.2013 | 08:36

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