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Kündigung Handwerksleistung ohne schriftlichen Vertrag, Schadensersatz

11.06.2019 14:05 |
Preis: 70,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde
Sehr geehrte Damen und Herren,

wir führen derzeit eine Sanierung unseres Hauses durch. Der größte Teil wurde bereits Ende letzten Jahres abgeschlossen, einige Tätigkeiten mussten witterungsbedingt in dieses Jahr verschoben werden.

Konkret geht es um Schwierigkeiten mit unserem Fensterbauer, der zwar handwerklich erstklassig arbeitet, seine Zuverlässigkeit und Kommunikation ist jedoch katastrophal. Im letzten Jahr hatten wir bei ihm bereits 17 Fenster und drei Ausgangstüren bestellt, die Fenster und zwei der drei Türen wurden auch mit einigem Verzug eingebaut. Einige Kleinigkeiten fehlen auch noch bei diesen Bauelementen (Unterfütterung der Türschwelle, Ersatz einer defekten Türklinke, eine fehlende Abdeckung des Rollokastens), im Großen und Ganzen aber ok. Abgerechnet wurden nur die Fenster, für die zwei gelieferten Türen gibt es noch keine Rechnung. Die dritte ist wie gesagt noch gar nicht geliefert.

Am 13.02.19 mussten wir in einem Vor-Ort Termin mit Architekt und Handwerkern (Fensterbauer war ebenfalls anwesend) feststellen, dass wir ein weiteres, altes Fensterelement tauschen müssen. Der Fensterbauer wurde ad hoc mündlich beauftragt, dass Fenster auszumessen, zu bestellen und vor Mitte April 19 einzubauen. Der Termin war insofern wichtig, da weitere Gewerke, z.B. der Dachabdichter, an dieses Fenster anschließen müssen. Um einen sicheren Arbeitsablauf zu ermöglichen, habe ich die Gerüstbauarbeiten auf Termin Anfang April beauftragt, diese wurden auch termingerecht ausgeführt.

Leider hat der Fensterbauer das Fenster zum gewünschten Termin nicht montiert, auch war eine Kontaktaufnahme mit ihm über längere Zeit nicht möglich, er reagierte weder auf Anrufe, Mails usw..

Da wir mittlerweile einen Wassereinbruch hatten konnten wir mit dem Beginn der restlichen Arbeiten nicht mehr warten, diese wurden soweit ausgeführt, wie es ohne das neue Fenster ging.

Am 10.05. haben wir eine Kündigungsandrohung und Fristsetzung bis 17.05. verschickt, worauf er sich dann wieder meldete, am 27.05. hat er dann noch ein paar kleinere Arbeiten an den Türen gemacht und kommuniziert, dass das Fenster am 28. oder 29.05. geliefert und montiert würde. Am 29.05. hat er dann am Vormittag angerufen, er würde das Fenster gerade abholen und dann gegen Mittag zu Montage vorbeikommen. Leider kam er nicht und ist seit dem auch wieder nicht erreichbar. Mittlerweile hatte ich erhebliche Zweifel, ob es das Fenster überhaupt physisch gibt und habe den Hersteller kontaktiert. Laut deren Aussage können sie zwar die Bestellung und Lieferung der Fenster aus 2018 nachvollziehen, sehen jedoch kein Bestellung für das Fenster aus 2019. Ich muss also davon ausgehen, dass er mich bewusst angelogen hat und nie vorhatte, das Fenster wirklich zu montieren.

Mittlerweile bin ich mit meiner Geduld am Ende und kann und möchte mit dieser Firma nicht mehr weiterarbeiten, deshalb folgende Fragen:
- Reicht der oben dargestellte Sachverhalt um aus wichtigen Gründen ohne weitere Fristen kündigen zu können ohne dass Ansprüche an mich außer den bereits geleisteten Arbeitspaketen abzüglich den Mängelbeseitigungskosten entsteht
- Unglücklicherweise habe wir keinerlei schriftlichen Vertrag, Angebot oder Auftragsbestätigung, war aber auch im letzten Jahr bereits so. Mündliche Bestellung erfolgte jedoch unter Zeugen (Architekt, Bauleiter). Gibt es aus diesem Sachverhalt etwas zu beachten
- Aufgrund des Verzugs der Bauarbeiten entstehen mir nicht unerhebliche Mehrkosten (Vorhalten des Gerüsts, mehrfache Anfahrt der Folgegewerke, Expresszuschläge bei den neuen Handwerkern), kann ich diese als Schadensersatz einfordern bzw. von der noch ausstehenden Rechnung für die Türen abziehen?
- Kann ich direkt nach Kündigung einen anderen Handwerker beauftragen oder ist die Gefahr groß, dass ich am Ende zwei Fenster und zwei Türen bezahlen muss. Warten kann ich eigentlich nicht mehr, da wir ein halboffenes Dach habe und damit die Gefahr von Folgeschäden gegeben ist.

Über eine kurzfristige Rückmeldung würde ich mich freuen.
11.06.2019 | 14:34

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

der Sachverhalt und insbesondere die fruchtlos abgelaufene Fristsetzung reicht für einen außerordentliche Rücktritt vom Werkvertrag aus.

Sämtliche Kosten, die Ihnen nach dem 17.05. entstehen, sind auch erstattungsfahig.
Es wäre wichtig, dass alle Beteiligten für sich selbst aufschreiben, welche Gewerke wann mit wem besprochen wurden, um in einem möglichen gerichtlichen Verfahren Erinnerungsmängel ausgleichen zu können.

Auch können Sie direkt nach der Kündigung einen Dritten beauftragen, der die Gewerke fertigstellt. Mehrkosten gehen dann zu seinen Lasten, wobei Sie sich die bereits erbrachten Leistungen anrechnen lassen müssen.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da Sie nur einmal unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Falls Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten, könnten wir für Sie eine kostenfreie Deckungsanfrage durchführen.

Mit freundlichen Grüßen


Dr. Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


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