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Kündigung Fitness-Vertrag unwirksam?

| 20.05.2010 14:42 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Es geht um eine Kündigung bei einem Fitness-Studio. Der Vertrag wurde Mitte Oktober 2009 abgeschlossen mit einer Laufzeit von 6 Monaten.
Laut §1 der AGB verlängert sich dieser "stillschweigend um die oben vereinbarte Laufzeit ... sofern diese nicht spätestens einen Monat vor Ende der Laufzeit in schriftlicher Form gekündigt wird."
Da ich umziehe habe ich den Vertrag Anfang März 2010 schriftlich per Post gekündigt (allerdings ohne Einschreiben).
Laut Fitnessstudio ist diese Kündigung nicht bei ihnen eingegangen und somit wurde der Vertrag Mitte April um 6 Monate verlängert und ein Beitrag von 272,95 Euro von meinem Konto abgebucht.
Ich habe diesen Betrag zurück buchen lassen und dem Studio eine Kopie meiner Kündigung vom März zukommen lassen.
In einer Stellungnahme erklärt das Studio die Kündigung für unwirksam nach §1 der AGB, in denen steht: "Die Kündigung muss von der Betreiberin schriftlich bestätigt werden, anderenfalls per Einschreiben erfolgen." Gleichzeitig bietet mir das Studio ein "Entgegenkommen". Zum Ausgleich der Forderungen soll ich eine Abschlusszahlung von 150 Euro leisten.

Ist §1 der AGB gültig, so dass meine Kündigung wirklich unwirksam ist?
Und soll ich deswegen das Angebot zu der Ausgleichszahlung annehmen?

Gibt es noch eine andere Möglichkeit kostengünstig aus dem Vertrag zu kommen?
Bisher habe ich die Kontoeinzugsermächtigung nicht widerrufen.

Ich hoffe Sie können mir in dieser Sache weiterhelfen.
Schöne Grüße

Sehr geehrte Fragenstellerin,

ich bedanke mich für Ihre Frage und hoffe Ihnen auf Basis Ihrer Angaben wie folgt weiterhelfen zu können:

Grundsätzlich ist eine solche Vertragsverlängerungs-Klausel bis zu einem Zeitraum von einem Jahr wirksam, soweit die Klausel im Rahmen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen natürlich wirksam einbezogen wurde, wovon ich mangels entgegenstehender Angaben einmal ausgehe.

Da Sie in diesem Falle darlegen und beweisen müssten, dass Sie den Vertrag fristgerecht gekündigt haben, Ihnen dies aber vermutlich kaum gelingen wird, soweit Sie keine Zeugen oder einen Postbeleg hierfür haben, wäre dieser stillschweigenden Vertragsverlängerung an für sich auch Nichts entgegenzuhalten und das Entgegenkommen des Fitnessstudios preislich in Ordnung.

Etwas anderes könnte sich allerdings aus dem Umstand Ihres Umzugs ergeben, soweit Sie in einen anderen Ort oder gänzlich wegziehen sollten.

In diesem Falle könnten Sie wegen einer Störung der Geschäftsgrundlage / außerordentlichen Kündigung eine vorzeitige Auflösung des Vertrages erwirken.

Sollte dem aber nicht der Fall sein, scheint mir die vom Fitnessstudio vorgeschlagene knapp hälftige Beitragsgebühr in Höhe von 150,00 € zur Abgeltung der gegenseitigen Ansprüche angemessen.

Abschließend hoffe ich, Ihnen einen ersten Einblick* in die Rechtslage verschafft zu haben und stehe Ihnen jederzeit und ausgesprochen gern für (kostenlose) Rückfragen zur Verfügung!

Da wir bundesweit tätig sind, vertrete ich Sie auch gerne anwaltlich, wenn Sie dies wünschen, wobei die Kommunikation auch via Email, Post, Fax und Telefon erfolgen kann und einer Beauftragung nicht entgegen steht.

Mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen,

Ihr
Alexander Stephens

__________________________________________________________________________________

*Hinweis:
Bei der obigen Beantwortung Ihrer Frage, die ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Bitte berücksichtigen Sie deshalb, dass dies eine umfassende juristische Begutachtung nicht ersetzen kann und soll.
Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung unter Umständen sogar völlig anders ausfallen. Nutzen Sie deshalb die kostenlose Rückfragemöglichkeit, sollten noch Fragen offen stehen. Über eine positive Bewertung durch Sie würde ich mich sehr freuen.

Bewertung des Fragestellers 20.05.2010 | 15:33

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