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Kündigung Ferienhaus


12.06.2007 14:17 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Hoyer



Habe am 19.9. den Mietvertrag für 2 Doppelhaushäften in Spanien unterschrieben (Reisezeitraum 29.5. bis 10.6.07).
Im Januar wollte ich eine Doppelhaushälfte stornieren.
Das hat der Vermieter nur mit der Bedingung angenommen, daß
60 % des Preises bezahlt werden. Wurde von mir so akzeptiert.

Reise wurde angetreten, 1 Haushälfte wurde genutzt.
Während des Aufenthalts hat der Vermieter in der 2. Haushälfte
Kanalarbeiten durchführen lassen, die 2 Tage andauerten
(Lärm, Geruchsbelästigung, 1 Tag kein Wasserbenutzen)

Nun meine Fragen:
1. Hat der Vermieter das Recht 60% des Preises zu verlangen,
obwohl noch 16 Wochen bis zum Reiseantritt waren?
(60% von 1760€ = 1056€)
2. Gibt es ein Gesetz betr. Kündigung von Ferienhäusern?

3. Kann ich rückwirkend noch Geld zurückverlangen
(kompl. Preis oder anteilig)

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Sehr geehrte Fragestellerin,

anhand Ihrer Angaben möchte ich Ihre Fragen wie folgt beantworten:

1.Da es sich bei der Anmietung der Ferienwohnung nicht um einen Reisevertrag, sondern um einen ganz normalen Mietvertrag handelt, hat der Vermieter das Recht, die volle Miete zu verlangen. Allerdings kann-was ich nicht beurteilen kann- in dessen AGBs sofern diese Ihnen vorgelegt worden sind, gewisse Pauschalbeträge in dem Mietvertrag mit aufgenommen werden, die davon abhängen, wie weit im Voraus das Ferienhaus storniert worden ist.60 % bei über 4 Monaten vor Reiseantritt halte ich für ziemlich hoch, da den Vermieter auch eine sogenannte Schadensmiderungspflicht trifft, das heisst, hätte er die Wohnung, nachdem Sie von Ihnen wieder freigegeben wurde, anderweitig vermieten können, wäre ihm ein geringerer Schaden als die geforderten 60 % entstanden.

Ein Problem ist sicherlich, dass sie diese 60 % bereits bezahlt haben ,da hier argumentiert werden kann, dass Sie durch die Bezahlung diese 60 % Stornokosten akzeptiert haben. Die Kosten sind zwar etwas hoch, aber meiner Meinung nach nicht völlig unangemessen, so dass der Vermieter hierauf keinen Anspruch hätte.Sofern er nachweisen kann, dass er die Wohnung zur Vermietung angeboten hat, diese jedoch nicht vermieten konnte, stehen die rechtlichen Möglichkeiten, etwas zurückzuerhalten nicht gut.

2.Es gibt nur das Mietrecht, wonach über die Ferienwohnung ein befristeter Mietvertrag abgeschlossen wird und sich hiernach die Folgen richten.Etwas anderes könnte nur gelten, wenn es sich hier um einen Reisevertrag handelt, also mindestens zwei Leistungen von einem Reiseanbieter vorgenommen wurde(Beispiel Transport und Unterkunft).

Bei der lediglichen Vermietung einer Wohnung wird jedoch das reine Mietrecht angewendet und hier ist schon fraglich, ob es nach deutschem Recht zu beurteilen ist, da die Wohnung in Spanien gelegen ist.

3.Nach deutschem Mietrecht können Sie wegen der Mietmängel Mietminderung geltend machen, die angesicht der vorgetragenen Mängel ( wobei ich die Intensität nicht beurteilen kann- bitte hier um Nachsicht) bei 20- 30 % der Miete angesiedelt werden können, zumal die Emissionen auch aus der Sphäre des Vermieters herrühren.Das bereits zuviel bezahlte Geld können Sie zurückverlangen.

Ich hoffe Ihre Frage zufriedenstellend beantwortet zu haben.

freundliche Grüße

Andreas Hoyer
Rechtsanwalt
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