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Kündigung DIMOCO vom 12.7. bleibt unbestätigt

21.07.2015 11:27 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,
von meinem Handy werden seit geraumer Zeit Gebühren für "in Anspruch genommene Dienste" eingezogen. Ich habe niemals um irgendwelche Dienstleistungen gebeten, die Firma DIMOCO kenne ich noch nicht einmal namentlich. Vermutlich bin ich in eine Abofalle geraten, diese Erkenntnis gewinne ich aus Recherchen im Internet - da ist es anderen auch schon so gegangen.
Ich habe über den "Vertragslotsen" ein Kündigungsschreiben verfassen und am 12. Juli an DIMOCO versenden lassen. Eine Kündigungsbestätigung erhielt ich bis heute nicht, im Gegenteil; gestern wurde erneut versucht, eine Gebühr i. H. v. 4,95 € einzuziehen. Allein der Umstand, dass mein Kontostand in weiser Voraussichtung nicht die nötige Deckung aufwies, verhinderte den unerwünschten Einzug.
Diese Vorgehensweise ist kriminell und ich erwäge eine Anzeige, jedenfalls fordere ich eine sofortige Kündigungsbestätigung von DIMOCO ein.
Zum Schluss - nur rein Interesse halber - an welcher Stelle geriet ich überhaupt in die Abofalle?
Vielen Dank für Ihre Hilfe.
Freundliche Grüße

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ja, Sie sind in eine Abofalle geraten.

Wie Sie dort hineingekommen sind, kann ich Ihnen leider auch nicht sagen. In den meisten Fällen geschieht dies beim Surfen im Internet, indem man entweder etwas anklickt, was die Kosten auslöst, ohne es zu bemerken oder die Abofalle stellt sich selbständig irgendwie ein.

Maßgeblich ist, dass Sie zu keiner Zeit ein solches Abo abschließen wollten und daher auch kein Vertrag zustande kam. Das wiederum bedeutet, die Firma DIMOCO zieht von Ihnen Gelder ein, die ihr nicht zustehen. Sie können diese daher nach § 812 BGB zurückfordern.

Wenn noch immer Abbuchungen vorgenommen werden, haben Sie offenbar noch keine Drittanbietersperre eingerichtet. Das sollten Sie möglichst schnell, am besten noch heute, nachholen. Das geht sehr einfach und kostenlos mit einem Anruf bei Ihrem Netzanbieter. Dieser richtet dann die Drittanbietersperre ein, was bedeutet, dass künftig kein Dritter außerhalb des bestehenden Vertragsverhältnisses mehr über Ihre Handyrechnung Abrechnungen vornehmen kann.

Dann sollte das Abo nochmals möglichst schnell beseitigt werden. Üblicherweise erklärt man vorsorglich Widerruf, Kündigung und Anfechtung des vermeintlichen Vertrages gleichzeitig gegenüber dem Drittanbieter und dem Netzanbieter. Auch Ausführungen dazu, dass gar kein Vertrag zustande gekommen ist, können nicht schaden.

Des Weiteren sollten Sie das Geld zurückfordern. Dass der Netzanbieter das Geld an den Drittanbieter weiterleitet, ist richtig. Jedoch verdient der Netzanbieter nach meinem Kenntnisstand ebenfalls einen Anteil von ca. 30 % an den über die Abofallen eingezogenen Geldern, weshalb er sich hier nicht völlig aus der Verantwortung stehlen kann. Darüber hinaus ist der Netzanbieter Ihr Vertragspartner. Mit dem Drittanbieter besteht hingegen kein Vertrag.

Erfahrungsgemäß haben Drittanbieter wenig Interesse an einer gerichtlichen Klärung. Ich konnte bereits mittels Androhung von Klage und Strafanzeige die zu Unrecht eingezogenen Gelder vom Drittanbieter zurückholen. Auch wenn die Rückzahlung "nur aus Kulanz" erfolgte. Den Drittanbietern ist bekannt, dass sie keinen Anspruch auf das Geld haben.

Ich würde Ihnen daher folgende Vorgehensweise vorschlagen: Neben der obigen Vorgehensweise zur Drittanbietersperre und Beseitigung, fordern Sie zunächst den Drittanbieter auf, Ihnen das Geld zurückzuerstatten. Schlüsseln Sie die Beträge genau auf und nennen Sie die Gesamtsumme. Setzen Sie eine Zahlungsfrist. Drohen Sie für den Fall des Fristablaufs die gerichtliche Klärung sowie eine Strafanzeige an. Sollte keine Reaktion erfolgen, fordern Sie das Geld von Ihrem Netzanbieter. Erfolgt auch hier keine Reaktion bzw. keine Zahlung, sollten Sie, je nach Höhe der Forderung, erwägen anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.


Mit freundlichen Grüßen
A. Krüger-Fehlau
Rechtsanwältin

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