Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kündigung Baudarlehen wg. Verkauf Immobilien-Anteilen

| 01.08.2012 21:09 |
Preis: ***,00 € |

Kredite


Beantwortet von

Rechtsanwalt Steffan Schwerin


Ich habe folgende Frage.

Mein Lebensgefährte und ich haben folgende Baufinanzierungen bei unserer Hausbank mit fester Laufzeit (Laufzeiten 8 und 10 Jahre)mit fester Zinsbindung abgeschlossen.
1. Darlehen Abschluss 02/2009, 2. Darlehen für Renovierung und Aufstockung 02/2011 (volle Inanspruchnahme seit 12/2011). Abgesehen von vielen Ärgernissen haben wir nun folgendes Problem: Die Immobilie wird zu 40% von mir und 60% von meinem Lebensgefährten gehalten. Ich möchte nun einen Anteil der Immobilie z. B. 10% oder ggf. mehr verkaufen. Am 06.07.12 habe ich unseren Berater (leider Firmenkundenbetreuung aus der Vergangenheit heraus) per Email gebeten, ob ein anteiliger Verkauf der Immobilie gegen Vorälligkeitsentschädigung möglich ist. Dies wurde mir und separat meinem Vater telefonisch bereits Ende 06/12 von diesem Berater bejaht. Schriftlich habe ich nur auf Nachdruck die Antwort erhalten, dass diese Bank einer vorzeitigen Rückzahlung gg. Vorfälligkeit zustimmt, falls ich oder mein Lebensgefährte die jeweiligen Anteile verkaufen würde. Wir wollten dann nochmal bestätigt haben, ob das auch bei prozentualem Verkauf gilt und wieder keine Antwort erhalten. Da wir gerne zum Notar gehen würde haben wir nun einfach wegen Verkaufs von Anteilen an der Immobilie zum letzten des Folgemonats (also Ende August)gekündigt. Nun heißt es Zitat: Mein Kollege Herr Vogel hat in meiner Abwesenheit Ihnen bereits mitgeteilt, unter welchen Voraussetzungen wir einer vorzeitigen Darlehensrückzahlung gegen Zahlung von Vorfälligkeitsentschädigung zustimmen würden.

Da Sie sich bis dato nicht klar über Ihre Pläne geäußert haben und immer wieder neue unkonkrete Alternativen in den Raum stellen benötige ich nun, vor weiteren Prüfungen unsererseits, eine klare Aussage und eine Konkretisierung Ihrer Pläne zur Rückzahlung der Darlehen und zum Verkauf der Immobilie.

Ohne klare Aussagen und ein Konkretisierung werden wir keine weiteren Rückzahlungsmodalitäten prüfen.

Des Weiteren erhalten Sie, nach einer positiven Prüfung, eine Forderungsaufstellung (gegen Gebühr) aus der Sie die genauen Rückzahlungswerte zu einem festgelegten Datum entnehmen können."

Wir haben darauf nochmal unseren Unmut geäußert, und erläutert, was wir vorhaben, nämlich Verkauf von Anteilen und weiterer Ausbau und Umbau der Immobilie und dass wir einfach nur eine konkrete Antwort auf unsere Frage haben möchten.Heute haben wir die Antwort erhalten, dass der Fall nun der Rechtsabteilung übergeben wurde und wir von dort Antwort erhalten.

Nun unsere Fragen:

Müssen wir das so hinnehmen bzw. darf uns die Bank so "hinhalten"?
Müssen wir der Bank unsere Pläne genau äußern?
Ist ein anteiliger Verkauf der Immobilie wie zuvor beschrieben gegen Vorfälligkeitsentschädigung möglich?


Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


1) Müssen wir das so hinnehmen bzw. darf uns die Bank so "hinhalten"?

Rechtlich gesehen, kann man nicht viel dagegen unternehmen.

Aber davon abgesehen, ist es natürlich nicht in Ordnung und insbesondere nicht kundenfreundlich, Sie so lange ergebnislos hinzuhalten.

Allerdings kann man erwägen, ein Ombudsmannverfahren gegen die Bank einzuleiten.

2) Müssen wir der Bank unsere Pläne genau äußern?

Ja, die Bank hat ein Recht, diese Informationen zu bekommen.

Da die Bank das Projekt finanziert, muss sie auch wissen, wofür das Geld gegeben wird.

Insbesondere da Sie nunmehr umplanen, darf die Bank dies hinterfragen.

3) Ist ein anteiliger Verkauf der Immobilie wie zuvor beschrieben gegen Vorfälligkeitsentschädigung möglich?

Es ist natürlich möglich, einen Anteil der Immobilie zu veräußern.

Sofern damit auch eine Teilablösung der Finanzierung einhergeht, muss die Bank gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung auch zustimmen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Steffan Schwerin, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 15.08.2012 | 09:39

Vielen Dank für Ihre prompte Antwort.

Wir haben nun von der Bank die Antwort erhalten, dass Sie einem 10%igem Verkauf nicht zustimmen wird.

Wir haben nun der Bank nochmal detailliert den Grund für den Verkauf dargelegt. Für Sie nur kurz zur Information: Die Eltern möchten in den nächsten Jahren auf unserem Grundstück bauen. Wir würden nun ca. 80.000 Euro für die vorbereitenden Maßnahmen benötigen. Deshalb würden wir ca. 10-15% an die Eltern vorab verkaufen wollen (Wenn der Bau abgeschlossen ist irgendwann, dann den Rest). Ansonsten müssten wir von unserer Hausbank noch dieses Geld beantragen. Das haben wir auch samt sämtlichen erforderlichen Unterlagen gemacht. Bei der letzten Baufinanzierung zur Renovierung haben wir fast 1 Jahr auf die Zusage gewartet.

Wir können und möchten nicht wieder 1 Jahr warten - was ist ein angemessener Wartezeitraum (wenn alle Unterlagen vorliegen)für eine Darlehenszusage /-Absage?

Wir haben von zwei anderen Banken binnen 10 Tagen einen konkreten Bescheid erhalten.

Die Eltern möchten die Grundschuld nicht bei dieser Bank eingetragen haben - wir würden das Geld nur gg. Verkauf der Anteile erhalten. Kann die Bank uns zwingen, dass wir uns noch weiter verschulden oder müsste Sie diesem anteiligen Verkauf zustimmen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.08.2012 | 09:56

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Nachfragen wie folgt:

Wir können und möchten nicht wieder 1 Jahr warten - was ist ein angemessener Wartezeitraum (wenn alle Unterlagen vorliegen)für eine Darlehenszusage /-Absage?

- Gesetzlich ist nichts normiert, aber wenn die Bank wieder solange braucht, kann man den Bankenombudsmann anrufen und ein Beschwerdeverfahren einleiten.

Die Eltern möchten die Grundschuld nicht bei dieser Bank eingetragen haben - wir würden das Geld nur gg. Verkauf der Anteile erhalten. Kann die Bank uns zwingen, dass wir uns noch weiter verschulden oder müsste Sie diesem anteiligen Verkauf zustimmen?

- Nein, die Bank kann Sie nicht zwingen. Es spricht alles dafür, dass einem Teilverkauf zuzustimmen ist.

Mit freundlihcen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 15.08.2012 | 10:05

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Sehr schnelle und konkrete Antworten. Hat uns sehr geholfen - Danke."
FRAGESTELLER 15.08.2012 4,8/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 71574 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ich kann Herrn Epping zu meinem Problem "Sperrrung meines YouTube Kanals" nur allen, denen es geht wir mir nur empfehlen. Innerhalb von 3 Tagen wurde die Sperrung zurückgenommen. Des Weiteren hat Herr Epping mich immer schnell ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr schnelle, klare und ausführliche Antwort mit Literatur- bzw. Quellenangabe. Perfekt! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr schnelle und kompetente Antwort. ...
FRAGESTELLER