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Kündigung Arbeitsvertrag anfechten?

02.02.2009 13:08 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Mein unbefristeter Arbeitsvertrag wurde ordentlich und unter Einhaltung der Kündigungsfrist gekündigt. Ein Kündigungsgrund wurde dabei nicht angegeben.Ich frage mich nun, ob eine Klage vor einem Arbeitsgericht erfolg haben kann.

Der Sachverhalt im Einzelnen:
Ich habe mich bei meinem Arbeitgeber krank gemeldet und daraufhin wurde mir mitgeteilt, dass ich nicht mehr kommen brauche und die Kündigung auf dem Weg zu mir ist. Die Kündigung wurde korrekt zugestellt.

Ich bin weder ungewöhnlich häufig krank gewesen, noch habe ich eine Abmahnung o.ä. erhalten.
Nach Ende meiner Krankschreibung werde ich wieder an meinen Arbeitsplatz zurückkehren.
Ich bin seit 12 Monaten für die Firma tätig, mit mir zusammen wurde ein weiterer Mitarbeiter für den gleichen Aufgabenbereich eingestellt. Später wurde niemand weiteres für den Bereich eingestellt.

Informationen zu meinem Arbeitgeber:
Es handelt sich um eine GmbH mit zwei Inhabergeschäftsführern und weiteren 4 Vollzeitbeschäftigten. Darüber hinaus wird eine mir nicht näher bekannte Anzahl sog. freier Mitarbeiter, die auf Rechnungsbasis arbeiten, beschäftigt.

Sehr geehrte Fragestellerin,

auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und insbesondere unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

In Ihrem Fall ist davon auszugehen, dass das Kündigungsschutzgesetz nicht anwendbar ist. Dies bedeutet jedoch nicht automatisch, dass jede Kündigung rechtmäßig ist.
Ob aber ein Vorgehen gegen die Kündigung des Arbeitsvertrages Sinn macht und erfolgversprechend ist, hängt in erster Linie davon ab, aus welchen Gründen Ihnen gekündigt wurde. Sie sollten daher Ihren Arbeitgeber auffordern, Ihnen schriftlich die Kündigungsgründe zu nennen. Erst wenn Ihnen diese Gründe bekannt sind, kann gesagt werden, ob z.B. eine vorherige Abmahnung hätte erfolgen müssen.
Sie sollten dabei aber beachten, dass Sie in jedem Fall innerhalb von 3 Wochen nach Zustellung der Kündigung Kündigungsschutzklage beim zuständigen Arbeitsgericht einreichen müssen, da andernfalls auch eigentlich unberechtigte Kündigungen wirksam werden.
Sinnvoll ist sicherlich der Gang zum Anwalt; hierbei haben Sie allerdings die Kosten der Beauftragung selbst zu tragen, selbst wenn die Kündigung unwirksam sein sollte (außer Sie haben eine entsprechende Rechtschutzversicherung). Dennoch kann sich eine Beauftragung lohnen, da neben der Hauptsache „Kündigung“ auch Folgeansprüche – (Rest-)Urlaub, Sondergratifikationen, Zeugnis – im Raum stehen.

Ich hoffe, dass meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen. Gerne stehe ich Ihnen auch für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Müller
(Rechtsanwalt)


Rückfrage vom Fragesteller 02.02.2009 | 14:12

Sehr geehrter Herr Müller,

vielen Dank für Ihre Antwort.
Eine Frage hätte ich nun noch:

Soll ich in dem Schreiben meinem Arbeitgeber eine Frist zur Beantwortung setzen und was tue ich, wenn er mir nicht rechtzeitig antwortet?

Hintergrund: Ich vermute, dass mein Arbeitgeber selbst einer Fristsetzung nicht nachkommen wird und ich ja für einen Widerspruch oder eine Klage nicht allzuviel Zeit habe.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 02.02.2009 | 14:25

Sehr geehrter Fragesteller,

eine Fristsetzung ist hier höchst sinnvoll. Allerdings sollte die Frist angemessen sein, d.h. dem Arbeitgeber ausreichend Zeit lassen, den Grund zu nennen. Allerdings müssen hierbei beachten, dass die Frist, die Sie dem Arbeitgeber setzen, nicht über den Ablauf der oben genannten Drei-Wochen-Frist hinaus geht.
Antwortet er allerdings nicht innerhalb der Frist, so müssen Sie auch ohne den Grund für die Kündigung zu kennen, Klage zum Arbeitsgericht erheben.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Müller
(Rechtsanwalt)

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