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Kündigung Arbeitsvertrag - Rechtswirksamkeit/ Unterschrift

| 07.01.2009 16:36 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe am 30.12.2008 meine Kündigung (falle nicht unter das KSCHG) erhalten.
Unter der Anschrift war vermerkt" Einwurf Hausbriefkasten am 30.12.2008 unter Zeugen"
Ich bin sicher, dass der Brief keine Originalunterschrift sondern lediglich eine Computer- gescannte Unterschrift meines Vorgesetzten enthält zumal der Briefbogen ebenfalls nur eine Kopie (also ohne Farbe... ) ist.
Daher möchte ich diese Kündigung anfechten und habe von der Möglichkeit der Kündigungsschutzklage gelesen.
Meine Fragen dazu:
1. Muss ich meinen Arbeitgeber von dieser Absicht informieren oder ist es ausreichend mich an einen Anwalt /Gericht zu wenden?
2. Kann man eine grobe Aussage machen, welche Kosten in erster Instanz auf mich zukommen, ist das abhängig vom Bruttoeinkommen?
3. In welcher Form kann oder muss ICH den Beweis erbringen, dass es sich nicht um eine Originalunterschrift handelt , gibt es Erfahrungswerte über die Erfolgsaussichten einer solchen Klage?
Mit freundlichen Grüßen bedanke ich mich vorab für Ihren Rat.

Sehr geehrter Ratsuchender,

für Ihre Anfrage möchte ich Ihnen danken und diese unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes summarisch wie folgt beantworten:

1. Es besteht keine Pflicht, den Arbeitgeber vorab von einer Klageabsicht zu informieren. Da die Klagefrist von 3 Wochen nach dem Zugang der Kündigung knapp bemessen ist, kann dem Arbeitnehmer nicht zugemutet werden, noch vor der Klageerhebung mit dem Arbeitgeber zu kommunizieren.

2. Die Ihnen entstehenden anwaltlichen Kosten bemessen sich nach dem Streitwert. Der Streitwert wiederum beträgt in der Regel das 3fache des letzten Bruttomonatsgehalts.

Ein kurzes Beispiel: Hatten Sie zuletzt einen Bruttomonatsverdienst von 1.500 Euro ergibt sich ein Streitwert von 4.500 Euro. Dann beträgt der Vergütungsanspruch Ihres Anwalts insgesamt 835,98 Euro (Verfahrens- und Terminsgebühr, Auslagen und MwSt.).

3. Die Kündigung bedarf der Schriftform und muss eigenhändig unterschrieben sein. Eine eingescannte Unterschrift ist keine eigenhändige Unterschrift. Grundsätzlich muss der Arbeitgeber die Wirksamkeit einer Kündigung beweisen. Erweckt die Kündigung rein äußerlich jedoch den Eindruck einer eigenhändigen Unterschrift, so müssen Sie diesen Eindruck zunächst erschüttern (etwa durch ein Sachverständigengutachten, welches von einer eingescannten Unterschrift ausgeht).

Hier ist jedoch die Sichtung des Kündigungsschreibens erforderlich, um genaueres zu den Erfolgsaussichten sagen zu können. Ich empfehle Ihnen daher, sich diesbezüglich an einen Anwalt Ihres Vertrauens zu wenden.

Gern kann ich für Sie die anwaltliche Betreuung und Vertretung übernehmen. Sofern Sie dies wünschen, bitte ich Sie, mich telefonisch unter der Rufnummer 030 443 18625 zu kontaktieren (Bürozeiten werktags von 09.00 – 18.00 Uhr).

Ich hoffe, Ihnen mit vorstehender Beantwortung einen ersten Überblick verschafft zu haben und wünsche Ihnen für die Klärung der Angelegenheit viel Erfolg.

Ich weise Sie darauf hin, dass das Hinzufügen- oder Weglassen von Sachverhaltsdetails zu einer völlig anderen rechtlichen Bewertung führen kann.

Gern können Sie die Nachfragefunktion nutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Christoph Lattreuter
- Rechtsanwalt -


PS.: Wenn Sie diese Antwort bewerten, helfen Sie mit, diesen Service transparenter und verständlicher zu gestalten.

Rückfrage vom Fragesteller 09.01.2009 | 14:02

Sehr geehrter Herr Lattreuter,
vielen Dank für Ihre Auskunft.
Es geht mir noch einmal um die unter 2 genannten Kosten. Fallen diese auch an, wenn kein Termin vor Gericht zustande kommt, d.h. wenn ich Ihre Beratung lediglich zu der Entscheidung - Klage einreichen oder nicht- in Anspruch nehmen würde?
Welche Institution wäre für ein Gutachten zuständig?
Freundliche Grüße

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 11.01.2009 | 02:26

Sehr geehrter Ratsuchender,

Die Kosten für eine außergerichtliche Beratung, wie Sie sie wünschen, sind nicht gesetzlich vorgeschrieben und sind daher zwischen Anwalt und Mandant frei verhandelbar, müssen jedoch im Verhältnis zu der Schwierigkeit der Rechtsfrage und des Streitgegenstandes angemessen sein. Ich für meinen Teil kann Ihnen für eine Einschätzung der Erfolgsaussichten in Ihrem Fall eine Beratung für 50 Euro anbieten.

Ein von Gerichtsseite als Beweis in vollem Umfang anerkanntes Gutachten hat von einem Sachverständigen zu erfolgen, der vom unabhängigen Gericht zu bestellen ist. Alle vorher außergerichtlich erstellten Gutachten sind nur Privatgutachten und haben daher eher eingeschränkten Beweiswert, da sie nicht als unabhängig eingestuft werden, da die entsprechende Partei den Gutachter selber ausgewählt hat und die jeweilige Partei und nicht das Gericht Auftraggeber des Gutachters ist. Grundsätzlich zuständig für ein solches Gutachten ist ein Sachverständiger für Graphologie.

Abschließend erlauben Sie mir den Hinweis auf die Klagefrist. Sie müssen spätestens 3 Wochen nach Erhalt der Kündigung Kündigungsschutzklage beim zuständigen Arbeitsgericht Ihres Arbeitsortes einreichen. Andernfalls gilt die Kündigung als wirksam.

Ich bin gerne bereit, mich Ihrer Angelegenheit anzunehmen. Sollten Sie dieses wünschen, so nehmen Sie bitte per Telefon (030-44318625) oder per Email (lattreuter(at)das-mandat.de) mit mir Kontakt auf.

Ich hoffe, Ihnen mit der Beantwortung der Frage weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen für die Klärung der Angelegenheit viel Glück.

Gern können Sie die Nachfragefunktion nutzen.

Abschließend weise ich daraufhin, dass das Weglassen oder Hinzufügen von Details die rechtliche Beurteilung der Angelegenheit verändern kann.

Mit freundlichen Grüßen


Christoph Lattreuter
- Rechtsanwalt -
www.ra-lattreuter.de


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Bewertung des Fragestellers 09.01.2009 | 14:15

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