Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kündigung 72 jähriger Frau untergejubelt


09.03.2005 13:12 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Hallo Hr. Anwalt,

meine 72 jährige Schwiegermutter lebt in einem Mehrfamilienhaus und hat Ärger mit den Mitbewohnern, die sich beim Vermieter über sie beschwert haben (Unterschriftenaktion). Der Vermieter, eine große Wobau-Gesellschaft, hat zwei Mitarbeiter zur Schwiegermutter geschickt mit einem Kündigungsformular, dass meine Schwiegermutter nichtsahnend unterschrieben hat. Sie hat eine Woche später ein Schreiben beim Vermieter abgegeben, dass sie sich weiterhin als Mieterin betrachtet. Bei meiner Schwiegermutter greift die Sozialklausel, d.h. sie bezieht Grundsicherung. Wir als Angehörige fordern nun vom Vermieter, dass er die Umzugskosten bezahlen soll, wenn meine Schwiegermutter ausziehen soll. Was raten Sie uns? Wie stark ist die rechtliche Stellung auf Fortsetzung des Mietverhältnisses ?
Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zu prüfen wäre zunächst, was Ihre Schwiegermutter für ein Kündigungsformular unterschrieben hat.

Sollte es sich um eine mieterseitige Kündigung handeln, welche die Schwiegermutter gar nicht unterzeichnen wollte, bzw. Sie nicht wußte, was Sie da unterschreibt, muss diese Kündigungserklärung gemäß § 123 BGB gegenüber dem Vermieter innerhalb eines Jahres wegen Täuschung angefochten werden. Hier wäre zu klären, was die Mitarbeiter der Wobau Ihrer Schwiegermutter bzgl. des zu unterzeichnenden Schriftstückes erklärt haben.
Andernfalls käme noch eine Anfechtung wegen Irrtums nach § 119 BGB in Betracht. Diese hätte allerdings unverzüglich nach Kenntnis des Irrtums erfolgen müssen. Es dürfte dafür zu spät sein.

Allerdings könnte bereits das Schreiben der Schwiegermutter, nach welchem Sie sich weiterhin als Mieterin betrachtet, als Anfechtung zu werten sein. Nehmen Sie auf dieses Schreiben unbedingt bezug, wenn Sie den Vermieter anschreiben.

Ich gehe nach Ihrer Schilderung davon aus, dass eine wirksame Kündigung nicht erfolgt ist.
Fechten Sie bitte die angebliche Kündigung noch schriftlich gegenüber dem Vermieter an.

Ein Umzug käme dann nicht in Frage.

Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
Rechtsanwalt
www.net-rechtsanwalt.de
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER