Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kündigun: Berechnung des Urlaubsanspruchs nach Schwangerschaft

| 09.06.2016 11:22 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


19:56

Guten Tag,
Ich habe bereits entbunden und zum Ende der Elternzeit Juni 2016 gekündigt, sodass mein "noch Arbeitgeber" mir meinen Resturlaub aus dem Jahr 2015 auszahlen muss. Ich möchte gerne wissen wieviel Urlaubstage berechnet werden, weil ich befürchte das mein AG versuchen wird mich diesbezüglich über den Tisch zu ziehen.
Mein Jahresurlaub beläuft sich laut Vertrag auf 20 Tage. Der Entbindungstermin war der 30.06.2015 und mir wurde von der Steuerberaterin meines AG mitgeteilt das der Urlaub bis zum letzten Arbeitstag vor dem Mutterschutz berechnet wird. Dies wäre der 19.05.2015 gewesen, ist das korrekt?

Danke schonmal im vorraus für ihre Antwort!

09.06.2016 | 12:33

Antwort

von


(40)
Dorfstr.12
04827 Machern
Tel: 034292633906
Web: http://www.kanzlei-raeves.de
E-Mail:
Diese Anwältin zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrte Fragestellerin,
auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworte ich Ihnen die Frage gerne wie folgt:
Bei der Berechnung des Resturlaubs ist zwischen der Zeit in der Sie in Mutterschutz waren und der Zeit der Elternzeit zu differenzieren.
Für die Zeit des Mutterschutzes gilt gem. § 17 MuSchG , dass die Frau den Urlaub, welchen Sie vor Beginn des Beschäftigungsverbot nicht oder nicht vollständig erhalten hat, diesen im laufenden oder im nächsten Urlaubsjahr beanspruchen kann. Somit bleibt es für die Dauer des Mutterschutzes bei den 20 Urlaubstagen im Jahr 2015. Diese Zeit wird quasi wie die normale Beschäftigungszeit gezählt.
In der Zeit, in welcher Sie sich in Elternzeit befunden haben, richtet sich der Urlaubsanspruch nach § 17 BEEG . Hiernach kann der Arbeitgeber den Erholungsurlaub für das Jahr 2015 bzw. 2016 für jeden vollen Monat, indem Sie sich in Elternzeit befunden haben um ein zwölftel kürzen. Das bedeutet, dass die Monate September, Oktober, November und Dezember zu einer Kürzung des Urlaubsanspruchs führen können, soweit Ihr Arbeitgeber hiervon Gebrauch macht. Dies wären dann 7 Tage (20/12x4=6,66).
Allerdings ist die Erklärung des Arbeitgebers an keine bestimmten formellen Voraussetzungen gebunden. Er kann diese auch stillschweigend abgeben, indem er den Urlaubsanspruch gegenüber den Arbeitnehmer entsprechen kürzt. Dies kann er auch nach der Elternzeit tun.
Soweit der Arbeitgeber von seinem Recht zur Kürzung des Urlaubsanspruch für die Monate der Elternzeit Gebrauch macht, besteht für das Jahr 2016 kein Resturlaubsanspruch, da die Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses im direkten Anschluss an die Elternzeit erfolgt.
Ich hoffe, dass ich Ihre Frage beantwortet habe. Andernfalls bitte ich Sie die Nachfragefunktion zu nutzen.
Mit freundlichen Grüßen
Sabine Raeves
Rechtsanwältin


Rückfrage vom Fragesteller 10.06.2016 | 14:15

Sehr geehrte Frau Raeves,

Danke für Ihre schnelle Antwort auf meine Frage!
Nur nochmal für mich zum Verständnis. Mein Arbeitgeber wird zu 100% von seinem Kürzungsanspruch Gebrauch machen und somit werden die 7 Tage aus der Elternzeit September bis einschließlich Dezember 2015 von den 20 Tagen Urlaubsanspruch abgezogen, sodass 13 Tage Resturlaub ausgezahlt werden müssten? Oder habe ich das falsch verstanden?

Vielen Dank im vorraus für Ihre Rückantwort!

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 12.06.2016 | 19:56

Sehr geehrte Fragestellerin,
Das ist korrekt.
Soweit Sie im Jahr 2015 keine Urlaubstage in Anspruch genommen haben, haben sie Anspruch auf Auszahlung von 13 Urlaubstagen.

Mit freundlichen Grüßen
Sabine Raeves
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 10.06.2016 | 17:11

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Sehr kompetente und schnelle Antwort bekommen. Kann ich weiterempfehlen!

"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwältin Sabine Raeves, LL.M. »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 10.06.2016
4,6/5,0

Sehr kompetente und schnelle Antwort bekommen. Kann ich weiterempfehlen!


ANTWORT VON

(40)

Dorfstr.12
04827 Machern
Tel: 034292633906
Web: http://www.kanzlei-raeves.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Familienrecht, Arbeitsrecht, Miet und Pachtrecht, Versicherungsrecht, Sozialrecht