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Kündigen wegen Kindererziehung


01.10.2007 13:37 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Ich ,30, habe drei Kinder im Alter von acht und sieben Jahren
und 16 Monaten.Ich bin im zweiten Ausbildungsjahr als Kranken-
schwester.Nach der Geburt des dritten Kindes bin ich wieder in das Berufsleben eingestiegen ,nachdem ich ein Jahr unbezahlten
Mutterschaftsurlaub genommen habe.Mein Mann ,der herzkrank ist,war in dieser Zeit zu Hause und hat die Kinder versorgt.Nun
hat er eine Umschulung begonnen und die Kinder sind in Hort und Krippe untergebracht,teilweise bis zu 10 Stunden.An zwei Tagen in der Woche ist ihre Abholung ungeklärt,außerdem weint der Jüngste nun Tag und Nacht.Da ich im Schichtdienst tätig bin ,se-
he ich die Kinder manchmal gar nicht.Wir leben von meinem Ver-
dienst und Hartz 4.Ich bin schrecklich überfordert und möchte kündigen ohne eine Sperre zu bekommen.Ich bin bereit halbtags zu arbeiten, habe mich außerdem um eine Fortbildung als Tagesmutter gekümmert,die allerdings erst im Januar beginnt.

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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Frage auf der Grundlage des von Ihnen angegebenen Sachverhalts wie folg:

Die Eigenkündigung führt nur dann nicht zu einer Sperrzeit, wenn ein wichtiger Grund für diese Kündigung vorliegt.

Anerkannt in Rechtssprechung als wichtige Gründe sind beispielsweise eine Erkrankung, wenn Spannungen mit dem Vorgesetzten vorliegen oder ein Umzug zum Ehepartner ansteht.
Ihre geschilderte Situation ist sicherlich nicht einfach, wird aber nicht für einen wichtigen Grund ausreichen, um die Sperrzeit zu verhindern.

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, dass der Arbeitgeber Ihnen auch die Möglichkeit der Teilzeitarbeit im Rahmen der Ausbildung einräumt. Nach § 8 I S 2 BBiG kann bei einem berechtigten Interessen der Antrag auf Verkürzung der wöchentlichen oder täglichen Arbeitszeit gestellt werden. Die von Ihnen geschilderte Situation ( Kinderbetreuung ) kann ein solches berechtigtes Interesse darstellen.

Insofern empfehle ich Ihnen folgendes:
1. Klären Sie mit Ihrem Ausbilder die Möglichkeit der Teilzeitausbildung ab.

2. Schildern Sie der Sachbearbeiterin bei der Agentur für Arbeit Ihre persönliche Situation in Bezug auf die angedachte Kündigung. Sollte Sie sich dahingehend äußern, dass Sie keine Sperrzeit verhängen würde, lassen Sie sich dies schriftlich geben.

3. Weiterhin besteht die Möglichkeit, sich vor Ort anwaltlich beraten zu lassen. Bei einem niedrigen Einkommen kann Ihnen Beratungshilfe beim zzuständigen Amtsgericht bewilligt werden, so dass die Anwaltskosten bis auf eine Pauschale von 10 € vom Staat übernommen werden.


Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben und wünsche Ihnen alles Gute.


Mit freundlichen Grüßen

Günthner
Rechtsanwalt
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