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Küchenspüle beim Einbau falsch positioniert

26. November 2022 22:37 |
Preis: 65,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


Ich habe bei einem renommierten Möbelhaus eine neue Einbauküche gekauft. Die Einrichtung sollte der alten Küche möglichst ähnlich sein, insbesondere bei den Unterschränken und der Eckspüle. Ich habe deshalb auch extra das gleiche Modell der Spüle wie vorher gekauft. Die Spüle sollte mittig im Eckunterschrank eingebaut werden, so wie es vorher auch der Fall war. Das war die Grundlage für den Kauf. In der Zeichnung, die Bestandteil des Kaufvertrages ist, ist auch eine mittige / symmetrische Position der Spüle eingezeichnet, mit gleichem Abstand zu den Wänden. Die Küche wurde am 28.10.22 geliefert, aber nicht ganz fertiggestellt. Sofort nachdem die Monteure weg waren, stellte ich fest, dass die Spüle nach rechts versetzt eingebaut worden ist, sodass die Abstände hinten zu den Wänden rechts und links deutlich ungleich sind (2 cm gegenüber 6 cm). Da es eine Eckspüle ist, die in dem Gesamtbild der Küche auffällt, sticht die "schiefe" Einbaulage direkt ins Auge. Meine Reklamation mit Aufforderung zur Nachbesserung weist das Möbelhaus ab mit der Begründung, die Spüle bräuchte einen "Sicherheitsabstand" zur Schnittkante der Arbeitsplatte, die sich jetzt ca. 6 cm links von der Spüle befindet. Rechts von der Spüle wurde gar keine Schnittkante gesetzt sondern hier geht die Arbeitsplatte durch und weist auch keine winkelige Ecke, sondern eine Abrundung auf, was nicht zu der restlichen Verarbeitung der Arbeitsplatte passt. Auch dieses Detail ist in der Zeichnung im Vertrag anders dargestellt als jetzt montiert. Der Händler weist meine diesbezügliche Reklamation ebenfalls zurück mit dem Hinweis, dies sei "Lieferstandard". Wenn ich auf einer Änderung des Spüleneinbaus und der Arbeitsplatte bestehen würde, müsste ich eine neue Bestellung dafür tätigen - natürlich auf meine Kosten.
Das Möbelhaus ist für die Planung, Lieferung und Montage der Einbauküche alleiniger Vertragspartner.
Die Küche hätte mir doch gar nicht erst verkauft werden dürfen, wenn es technisch nicht möglich ist, die Spüle und die Arbeitsplatte so zu montieren wie ich es bestellt habe und es im Vertrag vereinbart wurde? Ich wurde beim Kauf auf mögliche Abweichungen bei der Montage NICHT hingewiesen, weder mündlich und schon gar nicht schriftlich. Liegt hier eine vorsätzliche Täuschung vor, um die Küche zu verkaufen, obwohl dem Händler bekannt war, dass der Einbau von der Bestellung abweichen wird?
Da der mittige Einbau in der vorherigen Küche ja möglich war, kann das Argument der technischen Notwendigkeit und des Lieferstandards aus meiner Sicht nicht gelten. Leider habe ich den Kauf über einen Kredit finanziert und der Möbelhändler hat den Betrag bereits überwiesen bekommen.
Wie sehen Sie hier die Rechtslage und welche Möglichkeiten habe ich, den Händler zu einer Nachbesserung zu bringen? Oder kann / soll ich den Kauf rückgängig machen?

27. November 2022 | 00:09

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

In der Tat ist die Gegenseite verpflichtet, Ihnen die Küche wie geplant einzubauen. Planabweichungen sind nur in absolut zwingenden Fällen möglich, und selbst dann muß die Gegenseite Sie VORHER über die Planabweichungen informieren und Ihre Zustimmung einholen.

In dem gegenwärtigen Zustand ist die Küche mangelhaft, so dass Sie die normalen Gewährleistungsrechte haben. Insbesondere haben Sie Anspruch auf Nachbesserung, also auf Behebung der Mängel durch Reparatur oder Neulieferung, wobei die Gegenseite da wählen darf. Wenn die Gegenseite die Gewährleistung verweigert, eine von Ihnen gesetzte Frist ergebnislos abläuft oder die Nachbesserung zweimal fehlschlägt, können Sie zurücktreten. Dann muß die Gegenseite die Küche wieder abholen und den Kaufpreis erstatten. Auch das Darlehen würde dann rückabgewickelt. Anstelle des Rücktritts hätten Sie auch die Möglichkeit der sogenannten Ersatzvornahme, d.h. Sie können dann auf Kosten der Gegenseite die Mängel selber beheben lassen.

Wenn das Darlehen ein sogenannter Verbraucherdarlehensvertrag ist, haben Sie auch die Möglichkeit zum Widerruf, wenn die Widerrufsfrist noch nicht abgelaufen ist.

Allerdings sind da einige formale Fallstricke, daher sollten Sie zur Vermeidung teurer Fehler/Mißverständnisse die Gewährleistung von einem örtlichen Anwalt begleiten lassen.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt


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