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Küchenpfusch

25.09.2008 15:17 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto


Guten Tag,

am 11.04.08 habe ich einen Kaufvertrag für eine neue Küche bei einem großen Möbelgeschäft mit dem Slogan "wenn wir gehen dann kochen Sie". Als dann die Küche am 20.06 montiert worden ist hat sich dann herausgestellt dass sie recht hatten mit dem Werbeslogan denn ich konnte nicht in der Küche mein Essen kochen sondern ich kochte vor Wut.

- Dunstabzugshaube war verkratz und wurde nicht moniert aus Kosten Gründen da das Subunternehmen das für die Montage angeheuert wurde nur für die eine Montage bezahlt und nicht noch das spätere zusätzliche abmontieren der Zerkratzten und das Montieren der Neuen. Lieferzeit: 8 Wochen (ist ne Eckdunstabzugshaube deshalb nicht auf Lager)

- Mikrowelle wurde die falsche bestellt. Jedes Mal beim öffnen schruppte die Tür am nebenstehenden Schrank vorbei. Anstatt eine Mikrowelle mit rechts Öffnung hätte die Firma eine mit links Öffnung bestellen sollen.

- Geschirrspüler war ebenfalls falsch bestellt. Gekauft wurde einen mit integrierter Bedienung geliefert wurde einer mit Alu-Blende.

- Vitrinenschränke hatten keine Scharnierdämpfer

- 1 Rückenwand von einem Vitrinenschränke war defekt

- 1 Schranktür zerbeult

- 1 Schublade unter dem Backofen zerkratzt

- 2 Abschlussbretter über der Spüle wo Leuchten integriert waren wurde regelrecht an die Decke geschmissen. Es sah aus als hätte ein Anfänger diese befestigt.

- hinter dem integrierten amerik. Kühlschrank hatten die Monteure einfach einen Wasserhahn auf die Wasserleitung geschraubt so dass der Kühlschrank weit aus dem Schrank herausgeschaut hat.

- Leitungen für die Leuchten unter den Hängeschränken wurden nicht geliefert.

Besuch von Fachleuten der Küchenfirma um sich das Elend anzuschauen.

Da ich eine Granitarbeitsplatte bei einer anderen Firma geholt hatte wurde dann 1 Woche später (26.06.) erst geliefert. Dann kam die Küchenfirma (27.06.) um den Herd, Spüle und Backofen zu montieren. Hier stellte sich dann heraus:

- falsche Spüle wurde geliefert
- laut Installationsplan von der Küchenfirma fehlte eine Steckdose für den Backofen.

Die Firma beauftragte dann einen Elektriker um eine zusätzliche Steckdose zu setzen allerdings auf Putz. Laut Installationsplan musste alles unter Putz liegen was ja erheblich mehr kostet.

Dann kam die Firma um den Backofen zu montieren und die richtige Spüle. Leider passte die Spüle nicht wegen dem Schrank. Nach langem telefonieren schickte die Firma einen Schreiner der den Schrank dann anpasste mit Säge und Co.

=> Ausfall über 1 Woche

Geschirrspüler wurde dann getauscht sowie die Bretter mit der Beleuchtung abmontiert damit Anstreicher die Löcher in der Decke wieder zu sparteln konnten und neu streichen konnten. Die profi Monteure stiegen dabei mit ihren schmutzigen Schuhen einfach auf die neue Granitplatte da sie keine Leiter dabei hatten.

Der grosse Tag war gekommen die restlichen Sachen wurden geliefert. Leider konnte noch immer nicht alles fertiggestellt werden:

- 1 Lampe wurde zu lang bestellt so dass kein Platz mehr war um die Leitung dran anzuschließen

- Anderen Lampen liessen sich nicht zentral schalten wie laut Kaufvertrag bestellt

- Bei der Montage der Abzugshaube wurde ein Schrank beschädigt.

- Falsche Rückenwand für den Vitrinenschrank bestellt (es gab ja auch nur 2 Möglichkeiten also 50-50. Naja ich hatte die anderen 50).

Als die Monteure weg waren probierte ich den Schrank über der integrierten Mikrowelle aus, der dann falsch eingestellt war weil sie ja am Schrank gebastelt hatten um die Mikrowelle zu tauschen.

2 Tage später kam einer die Tür neu einstellen.

Siemens kam vorbei um nach dem Kühlschrank zu schauen Diagnose defekt austauschen.

Nach mehreren Telefonaten schickte die Firma nen Kemptner um den Wasserhahn (einige Leute haben so einen im Garten um den Schlauch dran an zu schliessen) abzumontieren und die Leitung vom Kühlschrank (vom Werk her über 10m Plastikleitung) unter den Schränken der Küche direkt am Wasserhahn unter der Spüle anzuschließen. Argument des Wasserhahns war immer gewesen ja für den Fall dass mal was passiert dann können se das Wasser separat für den Kühlschrank absperren. Wobei ja schon ein Wasserhahn unter der Spüle war für den Fall. Denn die Wasserleitung wurde extra laut Installationsplan in Putz dahin verlegt. Heute liegt die Wasserleitung in der Wand mit einem Stoppen drauf und dienst zu gar nichts mehr. Kostenpunkt 600EUR!

Kühlschrank wurde getauscht weil defekt

Dann wurden noch Teile geliefert wie zerkratzten Schrank u.s.w. Da ja dann die Mikrowelle auch raus gebaut werden musste hatten die Monteure die Schrauben in die Mikrowelle gelegt und wurde dann auch nicht festgeschraubt.

Als ich dann 2 Tage später die Mikrowelle in Betrieb nehmen wollte sah ich die Schrauben in der Mikrowelle.

Heute war dann der Finale Auftritt mit anschließenden Anstreicherarbeiten da die Decke beschädigt worden war bei der Montage von der Dunstabzugshaube sowie einer Mauer beim Tausch eines Hängeschrankes.

Da dies alles sehr viel Zeit und Ärger gekostet hat will ich eine Entschädigung. Da die Firma immer nur sagen konnte die Monteure kommen Vormittags zwischen 8 und 12 oder Nachmittags zwischen 12-16 Uhr musste ich immer mind. 4 Stunden Urlaub nehmen. Ausserdem will ich unter jeden Umständen die 600EUR zurück wegen der Wasserleitung die NICHT gebraucht wird. Eine Steckdose musste noch zusätzlich oben installiert werden die jetzt ebenfalls nicht gebraucht wird. Kostenpunk: 150EUR

Es sind jetzt noch 1288EUR offen die ich nicht bezahlen werde und die die Firma mit auch gutschreiben will. Allerdings will ich noch die zusätzlichen 150EUR + 600EUR. Besteht diese Möglichkeit?

Vielen Dank

Ich beantworte Ihre Anfrage auf der Basis des geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

Sofern Wasserleitung und Steckdose nachweislich aufgrund einer Fehlplanung der Firma installiert worden sind und für Sie jetzt tatsächlich keinen Nutzen haben, dürften Sie Ansprüche auf Ersatz der unnötigen Aufwendungen haben.

Ob dieser Anspruch zusätzlich zu dem bereits von der Firma akzeptierten Nachlass von 1.288.- € geltend gemacht werden kann, hängt von den getroffenen Vereinbarungen diesbezüglich ab und kann hier nicht abschließend beantwortet werden.

Mit freundlichen Grüßen

Reinhard Otto
Rechtsanwalt
http://www.ra-otto-bielefeld.de

Nachfrage vom Fragesteller 26.09.2008 | 11:26

Danke für Ihre Antwort Herr Otto,

die Küchenfirma hat das so gerechnet:

1288-600=688EUR als Schadensersatz.

Drum meine Frage ist vom Gesetzgeber nichts vorgesehen wie viel % vom Kaufpreis man als Schadensersatz fordern kann.

Wenn Sie bedenken dass die Firma 9x angerückt ist und ich jedes Mal Urlaub nehmen musste.

MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.10.2008 | 18:26

Eine gesetzliche Regelung, aus der sich ein konkreter Prozentsatz ergibt, existiert nicht, da es immer auf den konkreten Einzelfall ankommt.

Mit freundlichen Grüßen
Reinhard Otto
Rechtsanwalt

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