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Küchenkauf für Neubau - Hauptwohnung und Einliegerwohnung

07.05.2015 11:19 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Guten Tag,

für unseren Neubau mit Einliegerwohnung haben wir Ende Februar 2015 eine Küche für die Hauptwohnung und auch für die Einliegerwohnung bei einem Küchenatelier bestellt.

Vereinbart waren insgesamt 19.400 EUR (inkl. Steuer!), was jedoch nie schriftlich erfolgte. Lediglich der Verkäufer hat auf seinen Unterlagen handschriftlliche Notizen gemacht.

Für die Hauptwohnung sollte unter anderem auch eine Steinplatte mit Steinwaschbecken integriert werden, was durch den Steinmetz des Küchenateliers auch gemacht wurde. Es gab ca. im Dezember 2014 zwischen meinem Mann und dem Verkäufer ein Telefonat, dass wir ggf. über die Steinplatte eine separate Rechnung benötigen, sofern wir diese noch in unsere Hausfinanzierung rein nehmen können. Dies sollte dann aber nochmals abgestimmt werden.

Wir haben dann ein paar Wochen später zwei Rechnungen erhalten. Für die Einliegerwohnung waren es 4.700 EUR und für die Hauptwohnung 12.000 EUR. Auf den beiden Rechnungen waren alle Geräte aufgelistet und in der für die Hauptwohnung auch die Steinplatte.
Wir haben die Rechnungen beglichen. Wir sind dann davon ausgegangen, dass das ganze damit abgegolten ist.

Vor ca. einer Woche erreichte mich ein Anruf des Verkäufers dass wir noch 2.500 EUR offen hätten, die wir in BAR zu bezahlen haben. Darauf hin habe ich ihm erklärt, dass das nie ausgemacht war und wir generell für unsere Bank eine Rechnung benötigen. Zudem habe ich ihm gesagt, dass wir keine Mehrbeiträge bezahlen werden.
Nun hat er uns eine Rechnung gesandt die mit 2.900 EUR ausgewiesen ist. D. h. er hat auf die 2500 EUR noch die Steuer drauf gepackt.

Wir sehen das nicht ein, zumal wir nach Erhalt dieser ungerechtfertigten Rechnung gesehen haben, dass auf der Hauptrechnung die Küchenplatte bereits aufgelistet war. Wir finden das Vorgehen des Verkäufers unmöglich - wir haben unseren gesamten Hausbau ausschliesslich auf Rechnung oder in Eigenleistung vorgenommen. Welche Möglichkeiten haben wir hier denn? Können wir die Rechnung denn gänzlich abweisen, da die Küchensteinplatte bereits in der ersten Rechnung enthalten war?

Danke für Ihre kurze Info.

Freundliche Grüsse,
SJ
07.05.2015 | 12:19

Antwort

von


(81)
Bleidenstraße 2
60311 Frankfurt
Tel: 069-348742380
Web: http://kanzlei-franz.com
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,

wie Sie mitteilen, wurde ein Gesamtkaufpreis von insgesamt 19.400 EUR inklusive Umsatzsteuer vereinbart. Gezahlt haben Sie hiervon 16.700 EUR. Ihr Vertragspartner dürfte Ihnen daher lediglich die Differenz der offenen 2.700 EUR in Rechnung stellen. Der Differenzbetrag von 2.700 EUR versteht sich dabei selbstverständlich ebenfalls als Summe inklusive Mehrwertsteuer.

Die Tatsache, dass die Küchenplatte bereits auf der Hauptrechnung aufgelistet war, befreit Sie leider nicht von der Verpflichtung, die verbleibende Differenz zu zahlen. Rechtlich haben Sie insoweit bislang lediglich eine Teilleistung erbracht.

Den über die Differenz hinaus gehenden Betrag müssen Sie allerdings keinesfalls begleichen. Falls Ihr Vertragspartner mehr Geld haben möchte als ursprünglich vereinbart, so hat er zu beweisen, dass ein entsprechend hoher Kaufpreis tatsächlich vereinbart wurde. Andernfalls bleibt es beim Kaufpreis von 19.400 EUR inklusive Umsatzsteuer.

Die letzte Rechnung sollten Sie daher ausdrücklich monieren und um eine neue Rechnung über den zutreffenden Differenzbetrages bitten.


Ich hoffe sehr, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben. Bei Unklarheiten stehe ich für eine Nachfrage gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen
Christian D. Franz, Rechtsanwalt


ANTWORT VON

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