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Kreditzurückzahlung

17.11.2013 15:54 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Sehr geehrte Damen und Herren,
eine gute Freundin von mir hat einen Kreditvertrag mit Risikoversicherung auf den Todesfall abgeschlossen.Die Versicherung hat nun eine Leistung abgelehnt mit der Begründung,daß meine verstorbene Freundin an einer ernstlichen Erkrankung verstorben ist,die bereits in den letzten 12 Monaten vor Vertragsabschluss bestanden hat.Von dieser Kreditnahme meiner Freundin habe ich erst nach ihrem Tod erfahren.
Jetzt kommt der Kreditgeber mit der Forderung auf mich zu,die Restratenzahlungen bis zur Tilgung zu übernehmen.Ich bin nicht verwandt,auch hat zu keiner Zeit eine "nichtehehliche Lebensgemeinschaft"bestanden.
Der ganze Fall spielt sich in Deutschland ab!
Muss ich auf diese Forderung der Kreditgeberin eintreten?Was muß ich unternehmen?

Mit freundlichen Grüßen
17.11.2013 | 16:52

Antwort

von


(403)
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Tel: 0391-6223910
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung ist folgendes auszuführen:

Wenn Sie weder Mitkreditnehmer sind, noch für den Kredit gebürgt haben, also eine Bürgschaftserklärung abgegeben haben, ist die Forderung des Kreditgebers auf Rückzahlung gegen Sie nicht berechtigt und kann daher zurückgewiesen werden.

Es ist auch keine anderweitige Rechtsgrundlage ersichtlich, auf der die Forderung gegen Sie geltend gemacht werden könnte.

Anders sähe die Rechtslage nur aus, wenn Sie Erbe der Freundin geworden sind. (aus Ihrer Schilderung nicht erkennbar)

Als Erbe erben Sie auch die Schulden der Erblasserin und wären damit dann auch mit der Darlehensforderung belastet und müssten diese aus dem Nachlass bedienen.

Sollte der Nachlass durch die Forderung überschuldet sein, wäre zu prüfen, ob noch eine Ausschlagung des Erbes oder eine Anfechtung der Erbschaftsannahme erfolgversprechend vorgenommen werden könnte.

Hierneben käme die Beantragung einer Nachlassinsolvenz und/oder die Erhebung der sogenannten Dürftigkeitseinrede (§ 1990 BGB)in Frage, um Ihr Vermögen zu schützen.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste rechtliche Orientierung verschaffen, sollte etwas unklar geblieben sein, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion des Portals.


Mit freundlichen Grüßen

Tobias Rösemeier
- Rechtsanwalt -


Rechtsanwalt Tobias Rösemeier
Fachanwalt für Familienrecht


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