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Kreditvertrag


| 20.05.2005 11:15 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

ich habe folgende Frage:

Meine Tochter hat am 05. 12. 00 einen Kreditvertrag zur Finanzierung eines PKW als Kreditnehmer unterschrieben. Ihr damaliger Freund unterschrieb als Bürge. Das Fahrzeug wollte ihr Freund erwerben. Da er aber zum damaligen Zeitpunkt arbeitslos war, setzte er meine Tochter unter Druck, den Kredit als Kreditnehmer zu unterschreiben. Im Kreditvertrag ist auch die Kontonummer von ihm eingetragen, weil von Anfang an klar war, dass er den Kredit eigenverantwortlich abzahlt.

Erwähnen möchte ich noch, dass das Fahrzeug auf seinen Namen angemeldet war und nachweislich nur von ihm genutzt wurde. Ich möchte in diesem Zusammenhang noch darauf verweisen, dass meine Tochter schon seit Jahren keine Beziehungen mehr zu ihrem früheren Freund unterhält.

Seit einigen Monaten kam er den Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nach, und meine Tochter erhielt zunächst einen Mahnbescheid und danach einen Vollstreckungsbescheid.

Dies veranlasste meine Tochter, das Fahrzeug bei ihm abzuholen und für 2000,00 € zu verkaufen. Die Erlössumme wurde sofort zur Tilgung des Kredits durch sie an die Bank überwiesen. Damit war aber der Kredit noch nicht vollständig getilgt. Es steht noch eine Restsumme von ca. 6.000,00 €.

Bei der Abholung des Fahrzeuges wurde von beiden Seiten ein Übergabe-/Übernahmeprotokoll unterschrieben. Unter anderem war darin auch die Klausel enthalten, dass ihr frühere Freund die Abzahlung weiterhin eigenverantwortlich vornimmt.

Er vereinbarte daraufhhin mit dem Anwalt der Bank, dass er vorerst monatlich wenigstens einen kleinen Betrag zahlt.
Trotzdem erhielt meine Tochter vor zwei Tagen wieder die Aufforderung, die Restsumme bis zum 31. Mai 2005 zu zahlen.

Nun meine Frage:

Gibt es für meine Tochter eine rechtliche Grundlage, aus der Verantwortung als Kreditnehmer in diesem Fall entlassen zu werden? Und wie kann man das Problem am besten klären?

Sollte es keine Möglichkeit geben, wie soll sie sich am besten verhalten.

Vielleicht ist dieser Hinweis noch wichtig: Meine Tochter und ihr damaliger Freund waren beim Abschluss des Kredites 20 Jahre alt.

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Sehr geehrter Ratsuchender,


Ihre Tochter hat ein echtes Problem.

Es gibt keine rechtliche Grundlage, sie aus der Haftung gegenüber der Bank zu entlassen, sofern die Bank nicht zustimmt (was offensichtlich nicht der Fall ist). Durch diese Unterschrift der damals volljährigen Tochter hat sie sich vertraglich gebunden und muss den Vertrag im Verhältnis zur Bank erfüllen, wenn wenn nicht noch teuerer sein soll. Auf eine (mögliche) geschäftliche Unerfahrenheit wird sich Ihre Tochter dabei nicht berufen können. Es spielt auch keine Rolle, von wem das Fahrzeug genutzt/zugelassen worden ist, zumindest nicht im Verhältnis zur Bank.



Ev. könnte hier aber eine Stundungsvereinbarung dadurch abgeschlossen worden sein, dass der Ex-Freund die Schulden ratenweise begleichen sollte.

Darauf würde ich die Gegenseite nochmals deutlich hinweisen und einen aktuellen Kontoauszug anfordern, um den Zahlungseingang des Ex prüfen zu können. Zahlt dieser absprachewidrig aber nicht, muss Ihre Tochter dann wieder zahlen.


Nach Ihrer Schilderung besteht aber dann ein Ersatzanspruch gegen den Ex. Hier rate ich dazu, dieses zu einem Notar zu schleppen (bitte nicht wörtlich nehmen) und ein notarielles Schuldanerkenntnis mit Unterwerfung der sofortigen Vollstreckung zugunsten Ihrer Tochter unterzeichnen zu lassen, damit sie einen kostengünstigen Titel gegen den Ex hat.

Weigert er sich, wird eine gerichtliche Auseinandersetzung nicht vermeidbar sein; dazu sollte Ihre Tochter sich dann anwaltlicher Hilfe bedienen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
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"Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin,
ich bedanke mich für die schnelle und kompetente Antwort. Ich werde Ihren Rat befolgen und mit meiner Tochter den Weg zum Notar gehen und alles Erforderliche einleiten. Ich hoffe, dass wir das im Sinne meiner Tochter klären können. Mit freundlichen Grüßen
"
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