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Kreditvertrag,9,75% mit Grundschuld sittenwidrig?

08.01.2017 18:22 |
Preis: ***,00 € |

Kredite


Beantwortet von


21:01
Sehr geehrte Damen und Herren,

im Mai 2013 nahm ich bei meiner Hausbank einen Kredit zur Zusammenfassung diverser z.T alter Verbindlichkeiten auf. Zu allem Überfluss hatte ich seinerzeit einen akuten negativ Eintrag ( dieser war letztlich nicht mein verschulden und wurde nach langer streitigkeit auch gelöscht) in der Schufa sodass nur meine Hausbank gesprächsbereit war.

Es wurde ein Annuitätendarlehen wie folgend ausgestellt
Nettobetrag 51.000Euro
Sollzins 9,75%!
Laufzeit 30.05.13 bis 15.04.2020
darüber hinaus musste der Kredit mit einer Grundschuld ihv 51000Euro gegenüber dem Wohnhaus meines Grossvaters abgesichert werden.
letztlich zahle ich für einen abgesicherten Kredit fast 19000 Euro an Zinsen.
Und hätte ich seinerzeit eine Wahl bzw alternative gehabt hätte ich diesen nie abgeschlossen.
Liegt hier in dieser Konstellation eine Sittenwidrigkeit vor sodass ich eine Rückabwicklung / oder Zinsfreistellung /Erstattung erwirken kann?

Vielen Dank
08.01.2017 | 19:34

Antwort

von


(2231)
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30449 Hannover
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Sehr geehrter Fragesteller,

die Grubdschuldbestellung spricht zunächst nicht gegen eine Sittenwidrigkeit, da dies dem Nennbetrag entspricht.
Allerdings kann die Zinshöhe dazu führen, wenn der Bank Ihre finanzielle Situation auch im Hinblick auf die Schufa bekannt war (davon gehe ich aus) und die Zinshöhe mehr als doppelt so hoch wie üblich ausgestaltet wurde. Dieses ist regional nachzuprüfen, allerdings auch von der Höhe her naheliegend. Insbesondere kann ein höherer Zinssatz nicht mit dem Schufa Eintrag begründet werden, da ausreichend Sicherheit durch die Grundschuld gegeben wurde.

Sollte der Vertrag sittenwidrig sein, müssten Sie das Darlehen unverzüglich zurück erstatten und bekämen aber die Zinsen zurück.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet oder auch erstattet werden, wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 08.01.2017 | 20:10

Sehr geehrter Herr Hoffmeyer,

zunächst besten Dank für Ihre Antwort.
Evtl. habe ich mich unglücklich ausgedrückt. Ich sehe nicht die Grundschuld als evtl. sittenwidrig an.
Es geht mir um die Kombination aus dem hohem Zinssatz in Verbindung mit dem damaligen Schufaeintrag. Nach meinen recherchen heisst es letztendlich Zinswucher / Sittenwidrigkeit bei mehr als dem doppeltem Marktüblichen Zinssatz, in diesem Atemzug wird immer wieder der Zins lt Bundesbank BBK01.SUD160 genannt. Dieser gilt in erster Linie für Wohnungbaukredite / besicherte Kredite. Dieser lag 2013 bei 2,56%. Letztlich ist mein Kredit als Privatkredit ausgeschrieben, diesbzgl. ist die Frage welcher marktübliche Zinssatz anzusetzen ist.

Desweiteren steht auch in 138 BGB " Nichtig ist insbesondere ein Rechtsgeschäft, durch das jemand unter Ausbeutung der Zwangslage, der Unerfahrenheit, des Mangels an Urteilsvermögen oder der erheblichen Willensschwäche eines anderen sich oder einem Dritten für eine Leistung Vermögensvorteile versprechen oder gewähren lässt, die in einem auffälligen Missverhältnis zu der Leistung stehen.

Durch den Schufaeintrag hatte ich nur die Möglichkeit bei der Hausbank zu unterschreiben oder eben nicht.....von daher ist nach meiner Auffassung die Zwangslage gegeben...Zahlungsstörungen etc hat es im Vorfeld mit meiner Hausbank nie gegeben was einen derartigen zinssatz rechtfertigen würde, und mein Einkommen lag auch damals schon deutlich über dem Bundesdurchschnitt.

freundliche Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.01.2017 | 21:01

Sehr geehrter Fragesteller,

das ist genau, was ich versucht hatte auszudrücken. Ein Wucher liegt bei doppeltem Zinssatz und der Ausnutzung der Zeangslage vor. Beides ist bei Ihnen gegeben, einmal der weitaus höhere Zins und zum anderen die Zwangslage wegen des Schufaeintrages, die der Bank bekannt gewesen sein dürfte.
Insofern ist das Rechtsgeschäft als sittenwidrig einzustufen.

Wegen des Zinssatzes müsste hierbei eine Bankauskunft eingeholt werden, im Bereich Privatkredit zu Ihren damals vorliegenden speziellen Konditionen, um etwas Belastbares zu bekommen. Ich gehe aber davon aus, dass der Zinssatz nicht höher als fünf Prozent gewesen ist.

Wenn Sie noch weitere Fragen haben oder rechtliche Hilfe brauchen sollten, sprechen Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber gerne weitere kostenlose Nachfragen beantworte und sich unsere Kanzlei auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet oder auch erstattet werden, wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
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