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Kreditkündigung Zwangsvollstreckung


| 02.05.2006 21:55 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Folgendes Schreiben habe ich heute von meiner Bank
erhalten:
"Die Unterlagen zu Ihrem oben genannten Kreditengagement wurden heute vom Kreditsekretariat -Rechts- und Mahnwesen - übernommen, um die Forderung von Ihnen einzuziehen.

Unsere derzeitige Forderung beträgt:
Darlehen 14.423,09 EUR
zuzügl. Vorfälligkeitsentgelt 254,89 EUR
Darlehen 6.638,67 EUR
zuzügl. Verwaltungskostenentschädigung 172,49 EUR

zuzügl. Zinsen und Kosten.
Wir beabsichtigen, das gerichtliche Mahnverfahren einzuleiten und dies auch der Schufa mitzuteilen, wenn Ihre Zahlung nicht innerhalb einer Woche bei uns eingetroffen ist. Desweiteren sehen wir dann auch die Zwangsversteigerung Ihrer Immobilie vor.
Für ein persönliches Gespräch stehen wir Ihnen - nach vorheriger Terminabsprache - jederzeit zur Verfügung.

Nähere Erläuterungen:
Bei dem Darlehen mit dem noch offen stehendem Betrag in Höhe von 14423,00 Euro handelt es sich um ein Darlehen mit der ursprünglichen Kreditsumme von 30000 Euro, abgesichert durch eine Eintragung im Grundbuch mit einer Sicherung von 12500 Euro.
Zahlung seit Juni 2001. Ich habe mich zu diesem Zeitpunkt selbständig gemacht und einen Kredit benötigt.

Bei dem Darlehen von 6638 Euro handelt es sich um einen Überziehungskredit des Girokontos, dass meine Bank mir wegen Zahlungsschwierigkeiten gekündigt hatte und in einen Kredit
umgewandelt hat. Hier sind keine Sicherheiten im Grundbuch
eingetragen.

Im Jahr 2003 kam es bedingt durch die schlechte Konjunktur
zu Zahlungsschwierigkeiten. Hier wurde mir schon einmal der
Kredit gekündigt. Dies konnte ich abwenden, in dem ich die
mir von der Bank genannte offene Summe nachbezahlt habe.
Ich habe mich dann an die Vereinbarung gehalten und jeden
Monat bezahlt. Weiterhin habe ich die monatlichen Kontoauszüge
erhalten, in dem immer noch ein Betrag von EUR 600,00 offen
war. Dies konnte ich nicht verstehen, da die Bank mir doch
die noch offene Summe bei der ersten Kündigung genannte hatte und ich die auch bezahlt habe.

Nun hat die Bank mir zum zweiten mal gekündigt mit der Angabe, dass die Zahlungen nicht pünktlich eingegangen wären, obwohl ich
den Termin höchstens um 2 - 3 Tage überschritten habe und alle Raten bezahlt sind.

Ich habe trotz Kündigung meine monatlichen Raten
weiterbezahlt.

Die Zinsbindung läuft im Juni 2006 aus.

Ich habe am Donnerstag ein Bankgespräch und will unbedingt vermeiden, dass hier in meine Immobilie zwangsvollstreckt wird.

Muß ich hier eine Vorfälligkeitsentgelt zahlten?
Verwaltungsentschädigung?

Wie soll ich mich bei dem Gespräch verhalten?

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Sehr geehrter Ratesuchender,

Ihre Anfrage beantworte ich anhand Ihrer Angaben wie folgt:

Sicherlich ist es seitens der Bank unbillig, wenn Sie wegen 2-3 Tage Verzug einen Kredit kündigt und Kosten verursacht. Solche Verzögerungen können alleine im Zahlungsverkehr schon mal auftreten. Allerdings wird die Bank die Kündigung nur schwerlich zurücknehmen, zudem vermute ich, dass ein größerer Rückstand, wie Sie es mit den € 600,- anführen, möglicherweise besteht.

Im Hinblick auf das Vorfälligkeitsentgelt und die Verwaltungsentschädigung sollten diese erst mal an zweiter Stelle stehen.

Wichtig ist, dass Sie erreichen, dass zum einen kein negativer Eintrag in die Schufa gelangt und die Darlehen fortgeführt werden. Dies ist auch im gekündigten Status möglich. Sie sollten versuchen mit der Bank eine Vereinbarung zu treffen, die folgerndermaßnen aussehen könnte.

Sie schließen mit der Bank dann eine Vereinbarung, dass Sie trotz Kündigung die Raten weiter bezahlen und die Bank im Falle der ordnungsgemäßen Erfüllung keine Zwangsvollstreckungsmaßnahmen aus den gekündigten Forderungen einleitet. Im Zuge dessen könnte in eine solche Regelung dann aufgenommen werden, dass die Bank bei Rückzahlung des Darlehens auf eine Entschädigung und eine Vorfälligkeitsentgelt verzichtet.

Sollte dies nicht funktionieren, besteht dann als zweite Stufe die Möglichkeit, dass Sie zu einem bestimmten Termin die Forderung im Ganzen oder zu einem Teil durch eine andere Bank ablösen und bis dahin Ihre Raten zahlen.

Dann sollte auch vereinbart werden, dass die Bank bei einer Ablösung auf eine Entschädigung und eine Vorfälligkeitsentgelt verzichtet und unbedingt keine Meldung an die Schufa weiter leitet, da dann eine Umfinanzierung von vornherein unmöglich wird.

Zu Ihren Gunsten und als Argumentationshilfe spricht, dass die Bank nur für eine Forderung eine Sicherheit hat, für die andere Forderung zunächst ein Mahnbescheid beantragen oder eine Klage erheben müsste, was wiederum mit Kosten und Aufwand verbunden ist. Auch eine Zwangsversteigerung erfordert einen Arbeitsaufwand, den sich die Banken bei einer plausiblen Lösung gerne ersparen.

In Anbetracht der Vorgeschichte wird es sicherlich nicht leicht sein, die Bank davon zu überzeugen, dass Sie Ihre Zahlungen nun pünktlich fortsetzen. Insoweit empfehle ich Ihnen entweder einen Bekannten zu diesem Gespräch als Zeugen mitzunehmen und dies auch im Vorfeld noch bei der Bank anzukündigen oder einen Kollegen vor Ort zu beauftragen, was zwar mit Kosten für Sie verbunden sein wird, aber Ihr Interesse an einer tragfähigen Lösung unterstreicht.

Ich hoffe Ihnen eine brauchbare Empfehlung gegeben zu haben. Sicherlich besteht die Problematik hier weniger im rechtlichen als in der Verhandlung um kostenintensive Zwangsmaßnahmen abzuwenden.

Mit besten Grüßen
RA Schröter

Nachfrage vom Fragesteller 03.05.2006 | 18:01

Es handelt sich hier wirklich nur um 600,00 Euro.

Hilft es hier, dass ich meinen Arbeitsvertrag vorlege?
Ich habe zusätzlich zu meiner Selbständigkeit eine
Arbeit aufgenommen mit einem Verdienst von EUR 1200,00
monatlich. Dies ist der Bank noch nicht bekannt.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.05.2006 | 18:16

Ich würde dies als weiteren Trumpf nunächst in der Hinterhand behalten, um dann falls erforderlich der Bank nachweisen zu können, daß die Ratenzahlung gedeckt ist, bzw. anführen, daß Sie zur Dekcung der monatlichen Rate gerade diese Tätigkeit aufgenommen haben. Soweit Sie noch keinen Gehaltsnachweis haben, sollten Sie eine Kopie des Arbeiztsvertrages mitnehmen. Möglicherweise wird die Bank dieses Einkommen nicht weiter berücksichtigen, da es nahe an der Pfändungsfreigrenze liegt, aber es zeigt auj jeden Fall Ihren Willen die Angelegenheit wieder in geregelte Bahnen zu lenken. Zudem sollten Sie versuchen den Rückstand möglichst schnell zu begleichen.

Mit besten Grüßen und viel Erfolg.

RA Schröter

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"Der Kredit bleibt gekündigt, weiterhin Ratenzahlung, kein Interesse seitens der Bank zu vollstrecken, aber mit 6,37 % Verzinsung (Basiszinssatz 1,37 + 5 %). Frage: Warum 5 % bei Immobilie, Kreditsumme 20.000 Euro, wären nur 2,5 %.
Antwort: Ich wäre ja gut informiert, aber das Objekt würde nicht in ihrem Bereich liegen sondern 200 km entfernt, deshalb 5 %.
Was für eine Logik? "
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